
Der Name Michael Mross dürfte den meisten Lesern hier eher wenig sagen. Allerdings die Fernsehsender, für die er tätig war und ist. Bis letztes Jahr hat er für den Nachrichtensender N24 gearbeitet, jetzt ist er für CNBC tätig und berichtet aus Frankfurt dem internationalen Publikum über die Vorkommnisse der deutschen Börse. Bereits im Jahr 1993 gab Michael Mross sein Fernsehdebüt.
Grundsätzlich seien die meisten Börsenreporter stark abhängig von dem, was Reuters & Co. vorher an Inhalten freigegeben haben. Was die großen Nachrichtenagenturen gebracht haben, darf auch der Journalist schreiben oder sagen. Bei Nachrichten abseits des Mainstreams würden sich die Redakteure sonst auch schon mal schnell auf dem Glatteis bewegen, so Mross in einem kürzlich veröffentlichten Interview.
Über seine Kontakte erzählt er, hinter vorgehaltener Hand würden diese natürlich deutlich mehr erzählen, als vor dem Mikro und der Kamera. Deutlich überraschender fällt seine Einteilung der Finanzexperten in Deutschland aus. "Aber man kann die Finanzwelt wirklich in zwei Einheiten einteilen: Die einen leben und interpretieren die Wirtschaftswelt so, wie es der Mainstream verlangt." Nur eine Minderheit der Finanzexperten versucht die Dimensionen des Marktes wirklich zu verstehen und zu durchleuchten. Auskunftsfreudig sei mittlerweile so gut wie niemand mehr. "Wenn es um die Hintergründe der Geldsystemkrise geht, stößt man schnell auf eine Wand des Schweigens."
Wirklich betroffen ist der Buchautor und Journalist über den Wissensstand vieler Mitarbeiter des Finanzsystems. "Schockierend jedoch ist, dass auch viele hochgestellte Finanzpersönlichkeiten die Grundlagen des Geldsystems nicht beherrschen und deshalb auch keine echte Ursachenforschung in Sachen Krise betreiben können. Das ist ungefähr so, als wenn ein Mathelehrer das Einmaleins nicht kennt. Und noch schockierender ist, dass praktisch alle Bundestagsabgeordneten keine Ahnung haben, was eigentlich los ist. Deshalb konnten sie auch von den Banken so leicht um den Finger gewickelt werden." Mangelndes Fachwissen geht leider mit mangelnder staatlicher Kontrolle der Banken einher.
Von den Plänen des russischen Präsidenten eine neue Weltwährung einzuführen, hält er überhaupt nichts. Russland ist im Weltgeldsystem gefangen wie alle anderen Staaten auch. Alleingänge seien schlichtweg unmöglich. "Wenn ich die Wahl zwischen Rubel und Dollar habe, dann würde ich mich wohl eher für den Dollar entscheiden." Die Fed, also das privat organisierte Zentralbanksystem der USA hätte den Dollar bisher gut im Griff gehabt. Ansonsten sieht er auf die USA düstere Zeiten zukommen. Der Schuldenberg wäre mittlerweile unüberschaubar, man hätte praktisch "alle Karten aus der Hand gegeben. (...) Überregulierung und Terrorgesetze geben den USA zusätzlich den Rest. Aus dem Land der unbegrenzten Möglichkeiten ist ein dekadenter Überwachungsstaat geworden, dessen Deindustrialisierung voranschreitet. Aber das haben sie sich selbst eingebrockt: Es war halt einfacher, Geld zu drucken und Schuldscheine in alle Welt zu verkaufen, als Produkte herzustellen.
Ich kenne die USA seit über 30 Jahren. Früher war New York das Non Plus Ultra. Doch davon ist nichts mehr übrig. Diesen Rang hat nun Shanghai und Tokio übernommen."
Welche Auswirkungen diese Entwicklung auf Europa haben wird, bleibt noch abzuwarten. Auch vom Begriff und dem Ruf der Blogger hält er nichts. In der Gesellschaft würden Blogger bei vielen Menschen als wenig kompetent und unseriös gelten. Da die Mainstream-Medien ihrer Verantwortung nicht gerecht werden würden, müsste eine alternative aber seriöse Medienwelt versuchen, die Menschen auf der Straße über die wirtschaftlichen und politischen Zusammenhänge aufzuklären. Das war für ihn wohl auch der Grund, warum er seine "MMnews" begründet hat. Dort warnt er beispielsweise davor, dass nationale wie auch internationale Banken immer seltener Kredite vergeben. Alleine letztes Jahr seien sechs Billionen US-Dollar weniger Kredite vergeben worden. Da sich das gesamte System auf steigende Kreditvergaben stützt, bringt dies nach Ansicht von Herrn Mross erhebliche Risiken mit sich. Ob die teils sehr krassen Prognosen übertrieben sind oder nicht, mag dahingestellt sein. Dass reguläre Mainstream-Medien derartige Warnungen ungerne ungefiltert veröffentlichen - das versteht sich von selbst. Wer will bei seinen Lesern mit der Verkündung von Tatsachen mehr Unruhe als nötig erzeugen?
Das komplette Interview kann man auf Infokrieger-News nachlesen. (Ghandy)
News Redaktion am Donnerstag, 23.07.2009 21:23 Uhr
@SplinterXX23, die "Semitenkeule" wird von einigen hier nur geschwungen, so ihnen die Realen Argumente ausgehen bzw. ihre Vorstellung der Realität durch die Argumentation des "Gegenüber" stark gefährdet ist. Der "Gegner" ist erstmal geschockt, obe er was übersehen hat und lenkt quasi Reflexartig ...
Also man kann dem Herrn Mross nicht Antisemitismus vorwerfen, weil er in "Lizas Welt", einem Antideutschem Blog, als Nazi dargestellt wird, da die Antideutschen meiner Meinung nach und auch der Meinung vieler Linken eine grausame poltische Entartung sind. Die Kritik an unserer Geldwertschöpfung ist ...
Wirklich Neues steht in dem Artikel nicht. Interessanter und beängstigender finde ich, dass sich Gahndy auf Seiten wie Infokriegernews.de rum treibt, um dort Informationen zu übernehmen. Erst die vermehrten Threads über 911, nun der Support für solche Blödsinnsseiten wie Info ...
Nimm den Kasten Bier aus der Bild, "mach ihn auf" und kühl damit deine Gedanken etwas runter ... is Wochenende! Relax ... :T Aber ich habe da noch zwei Schmankerl, leider Off Topic ... diese dürfen nach herzenslust Redaktionell verwendet werden ... [URL="http://dontknow.me/at/?http://www.spieg ...
@Mods Könnt ihr die letzten vier Beiträge, inklusive diesem, löschen? Argumentationslosigkeit ist ziemlich peinlich, das kann man Ghostuser ja auch ersparen! Ich weiß nicht, wie ich dieser Argumentationslosigkeit begegnen soll, in so fern können auch meine Beiträge an ihn weg! Danke! ...
Lars Sobiraj am 20.05.2012, 16:54 Uhr
Im US-amerikanischen iTunes Store wurden statt dem Begriff "Jailbreak" lediglich Sternchen zwischen dem Anfangs- und Endbuchstaben angezeigt. Davon waren letztlich alle Kategorien betroffen. So wurden neben Apps auch Klingeltöne, Podcasts, Musikstücke, ganze Alben und eBooks zensiert angezeigt. Laut den Untersuchungen von Shoutpedia waren mehrere Monate lang 95% aller Begriffe davon betroffen.
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