
Im August 2005 wurde die erste Version des ZipTorrent durch die gleichnamige Entwicklergruppe erstellt. Unter ziptorrent.com konnte man das Programm downloaden, welches sogar über einen RSS-Reader und einen eingebauten IRC-Client verfügte. Heute ist die Website leer und noch bis September nächsten Jahres registriert. Es ist unklar, ob die Firma MediaDefender tatsächlich eine Abwandlung dieses Programms erstellt hat, oder ob es sich eher um eine Modifikation vom Azureus handelt. Tatsache ist, dass sich in einer Liste von verdächtigen IPs die Clients der Antipiraten-Organistion mit dem Namen ZipTorrent im Netzwerk identifiziert haben. Die Macher von Torrentfreak raten zu einer manuellen Erweiterung der Liste, die vom PeerGuardian blockiert werden sollen. Nach Bekanntgabe haben die Mitarbeiter von MediaDefender aber mit Sicherheit erneut deren IPs geändert, was eine erneute Modifikation der Blockade nach sich zieht. Ein ewiges und doch immer gleiches Katz- und Mausspiel.
Die hiesigen Organisationen gehen anders vor. Die IFPI hat letzten Freitag durch das Landgericht Hamburg eine einstweilige Verfügung an den Betreiber eines bislang unbekannten eDonkey-Servers zustellen lassen. Den Server soll dessen Administrator vom Netz nehmen. Ansonsten müsse dieser laut IFPI enorme Geldstrafen oder andere strafrechtliche Konsequenzen in Kauf nehmen. Die Organisation rechnet den Besuchern ihrer Website vor, alleine 2006 wurden in Deutschland 374 Millionen Musikstücke illegal aus dem Internet herunter geladen. Unter anderem unter Anwendung von in Deutschland beheimateten Servern des eDonkey-Netzwerkes.
Den deutschsprachigen Websites, die im großen Stil eDonkey-Links anbieten, ist nicht beizukommen. Die professionellsten und kommerziellsten von ihnen haben ihren Hauptsitz in Rumänien, anderen osteuropäischen Ländern oder in Übersee. Strafanträge gegen Briefkastenfirmen auf den Britischen Jungferninseln, etwa 100 km östlich der Küste von Puerto Rico, kann man schlecht stellen. Auf diese Weise entzieht man sich der deutschen Gerichtsbarkeit, auch wenn deren Betreiber sich höchst wahrscheinlich in unserem Land aufhalten und sich deren Angebot an ein deutschsprachiges Publikum richtet.
Die Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen e.V. (GVU) versucht andererseits systematisch die Quellen von neuen Mitschnitten aktueller Kinofilme mit Strafanzeigen zum Versiegen zu bringen. Wie gestern bekannt wurde, versuchte die Hamburger Vereinigung die Quellen des Camrips von "Harry Potter und der Orden des Phönix" dingfest zu machen. Im Gegensatz zum Austrocknen der vergleichsweise eher wenigen Servern des eDonkey-Netzwerkes erinnert die Suche nach den first Seedern bei so vielen Anbietern eher an Miguel de Cervantes' Rosinante und den spanischen Junker Don Quijotes, der sich im endlos scheinenden Kampf gegen die dortigen Rotweinschläuche, Hammelherden und Windmühlen abmühte.
Der Kampf um die Gunst der angebeteten Dulcinea ist hüben wie drüben längst nicht vorbei. Wir werden allerdings auch zukünftig gerne über neue Episoden vom Schildknappen Sancho Panza und gleich gesinnten Genossen, seinem Esel und seinem Herren berichten.
News Redaktion am Dienstag, 17.07.2007 08:49 Uhr
bestes beispiel mein neuster erwerb http://www.ofdb.de/images/fassung/181/181333_b.jpg schöner koffer. dvd in rotem samt gebettet, geldklammer mit Firmenlogo von Tony Montana und Zertifikat. Sowas muss man sich einfach kaufen :) Schöner Spielkram, aber wozu zum B ...
Vielleicht nicht jeden - aber strategisch wichtige wie aktuelle Kinofilme, schlechte Popmusik, pr0ns und Software kann im großen Rahmen überwacht werden. Nun ja, im Verhältnis zum Angebot erscheint mir dieser Rahmen eher kümmerlich. Aber wer weiß, wenn die belgischen Filt ...
da muss sich doch gerichtlich was machen lassen. theoretisch könnten ja die plattform mediadefender auf millionen verklagen Millionen Konzerne "verlieren" vor Gericht nur in den seltensten Fällen. :mad: Und selbst MediaDefender kann wohl kaum jeden einzelnen Torrent weltweit ...
Da jeder einzige Torrent ein separates Netzwerk bildet, dürften legale Angebote von dieser Aktion nicht betroffen sein. Und selbst MediaDefender kann wohl kaum jeden einzelnen Torrent weltweit auf diese Art attackieren. ...
was mir gerade noch einfällt. portale wie jamendo vertreiben ja zur kostenreduzierung die lizenzfreie musik über bittorrent und edonkey. solche portale würden wie schon erwähnt sabotiert werden. da muss sich doch gerichtlich was machen lassen. theoretisch könnten ja die plattform mediadefender ...
Lars Sobiraj am 20.05.2012, 16:54 Uhr
Im US-amerikanischen iTunes Store wurden statt dem Begriff "Jailbreak" lediglich Sternchen zwischen dem Anfangs- und Endbuchstaben angezeigt. Davon waren letztlich alle Kategorien betroffen. So wurden neben Apps auch Klingeltöne, Podcasts, Musikstücke, ganze Alben und eBooks zensiert angezeigt. Laut den Untersuchungen von Shoutpedia waren mehrere Monate lang 95% aller Begriffe davon betroffen.
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