
Wer in den USA Hanfplantagen anlegt, ist ein "gewalttätiger krimineller Terrorist", so John P. Walters, seines Zeichens Direktor des Büros für Drogenkontrolle im Weißen Haus. Hanfbauern stellen selbst bereits eine "terroristische Bedrohung der öffentlichen Gesundheit und Sicherheit sowie der Umwelt" dar, darüber hinaus würden sie "nicht zögern, andere Terroristen ins Land zu schleusen, denen massenhaft Menschen zum Opfer fallen".
Drogen selbst unterstützen Gewalt und Terrorismus, weswegen man sie nicht kaufen solle. Gipfel der Ironie: als Beweis für die Gefährlichkeit der Hanfbauern muss auch das Argument herhalten, sie seien bewaffnet und besäßen Sturmgewehre.
Während angesichts afghanischer Mohnplantagen immerhin in anderen Kontexten eine Verbindungslinie zwischen bewaffnetem Kampf und Drogenhandel gezogen werden kann, sind weitere Pläne in den USA von geradezu umfassender Pauschalität. In Texas soll 2008 ein Grenzzaun mit aufwändiger Sicherheitstechnik entstehen, der das Land gegen "illegale Immigration und Terroristen" schützen soll. 120 Kilometer lang und 5 Meter hoch soll der antimexikanische Schutzwall werden, im Anschluss sollen noch weitere Grenzregionen mit weniger martialischer Sicherungstechnik gegen die überall auf Infiltrationsmöglichkeiten lauernden Terroristen ausgestattet werden.
Während in den betroffenen Regionen, die wirtschaftlich auf den Grenzverkehr angewiesen sind, bis zu 80% der Bevölkerung die Pläne als unsinnig abtut, zeigt sich die Regierung ungerührt. Schließlich seien solche Befestigungsanlagen der beste Schutz gegen terroristische Infiltration aus dem Süden.
Was man in der Vergangenheit als amerikanische Eigenheiten abtun konnte, hat in der Zwischenzeit mehr als deutliche Parallelen in Deutschland und Europa. Auch hier werden die Begrifflichkeiten von Terrorismus immer weiter aufgeweicht, wird mit Termini von "Gefährdern" oder "Kombattanten" um sich geworfen, und zu guter Letzt ist die EU sehr erfahren im Bau von Befestigungsanlagen zum "Schutz" südlicher Grenzen. Die dort gelegentlich umkommenden Menschen mögen keine Terroristen sein - tot sind sie dennoch.
News Redaktion am Dienstag, 17.07.2007 15:09 Uhr
Blair hast du vergessen... ...
Ganz EHRLICH??? Gegenfrage: WER ist in den USA KEIN Terrorist??...genau das würde ich gern wissen. Der Bushclan, und sympatisanten wie die merkel. ...
Ganz EHRLICH??? Gegenfrage: WER ist in den USA KEIN Terrorist??...genau das würde ich gern wissen. ...
Wer die Bauern in diesen Ländern dem globalen Wettbewerb (mit riesigen Maschinenparks) aussetzt, darf sich nicht wundern, wenn diese Leute aus purer Not Hanf statt Mais oder Weizen anbauen. Das dumme ist, daß Wähler auf der ganzen Welt solchen Unsinn von Terroristen und Sicherheit gerne glauben. ...
Wer in den USA Hanfplantagen anlegt, ist ein "gewalttätiger krimineller Terrorist" Wenn es nach Schäuble ginge würde man dafür erschossen werden, als potientieller Terrorist :p ...
Julian Wolf am 27.05.2012, 21:08 Uhr
Die amerikanische Fluglinie „American Airlines“ muss sich aktuell gegen Vorwürfe wehren, das Unternehmen benachteilige Kunden mit bestimmten moralischen Ansichten. Weil eine Passagierin auf ihrem T-Shirt den Spruch „If I wanted the government in my womb, I’d f*ck a senator“ trug, konnte sie nicht an Bord ihres Anschlussfliegers.
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