
Neben dem betroffenen Provider protestierte auch der Verband der belgischen ISPs gegen das Urteil, Der Richter habe die Gesetzeslage nicht sorgfältig genug geprüft, so die Vorwürfe. Anfang des Monats hatte ein belgisches Gericht nach Anhörung mehrerer "Experten" den Provider Scarlet dazu verpflichtet, innerhalb von sechs Monaten Filtertechnik zu installieren, die unerlaubte Verbreitung urheberrechtlich geschützten Materials via Tauschbörsen verhindert. Geklagt hatte der Musikverlegerverband SABAM, der kurz nach dem Urteil auch andere belgische Provider zur Installation entsprechender Technik aufforderte.
Die reine Datenübertragung bringe laut einer EU-Direktive zum E-Commerce nicht für übertragene Inhalte verantwortlich. Der Richter habe irrtümlich die EU-Direktive zum Copyright über die E-Commerce-Direktive gestellt.
Der belgische Streit ist nicht der einzige Kampf um die zukünftigen Rollen und Aufgaben der Provider und der Copyright-Inhaber im Internet. Das Thema "Netzneutralität" wird aktuell von der MPAA wieder aufgekocht. Seit längerem wird die Debatte geführt, ob im Netz jeglicher Traffic neutral geroutet werden soll oder beispielsweise gegen Gebühr Prioritäten für bestimmte Trafficsorten, Angebote, Webseiten etc. implementiert werden sollen. Die amerikanische Regulierungsbehörde FCC überlegt die Festschreibung von Netzneutralität: die MPAA wiederum will unter allen Umständen Piraterie bekämpft wissen. Diesem Ziel habe sich auch jegliche Regulierung der Netzneutralität unterzuordnen.
Zurück nach Belgien - Scarlet weigert sich, P2P-Traffic zu filtern. Fernziel der MPAA hingegen ist, P2P-Traffic nach Möglichkeit zumindest mit niedriger Priorität geroutet zu wissen. Denn dass der Filesharer nebenan seine eDonkey-Pakete ebenso schnell vom Provider bekommt wie ein MPAA-Angestellter seine Web-Requests oder gar ein Kunde eines Online-Videoverleihs - das geht nun wirklich nicht. Meint jedenfalls die MPAA.
News Redaktion am Freitag, 20.07.2007 16:17 Uhr
öhh ja deppen ^^ letztendlich bleibt/soll ja eh alles am Provider hängen (kosten, verpflichtungen usw) also werden die sich immer wehren, weil die kein bock auf mehr kosten haben ^^ Du glaubst doch wohl nicht im Ernst, dass die Provider auf den Kosten sitzen bleiben w ...
öhh ja deppen ^^ letztendlich bleibt/soll ja eh alles am Provider hängen (kosten, verpflichtungen usw) also werden die sich immer wehren, weil die kein bock auf mehr kosten haben ^^ ...
Was soll man da noch sagen auser .... joa provieder wehrt euch ^^... weil was soll das wir denächst nehmlich dann das ganze i-net gefiltert ? .... hmmm ...
Aufsehen erregte der Urteilsspruch in Belgien, der Provider Scarlet sei für Urheberrechtsverstöße seiner Kunden in P2P-Tauschbörsen mitverantwortlich und müsse mit AudibleMagic den Usertraffic filtern. Der Provider hat nun erwartungsgemäß Berufung gegen das Urteil eingelegt. Auch internati ...
Lars Sobiraj am 20.05.2012, 16:54 Uhr
Im US-amerikanischen iTunes Store wurden statt dem Begriff "Jailbreak" lediglich Sternchen zwischen dem Anfangs- und Endbuchstaben angezeigt. Davon waren letztlich alle Kategorien betroffen. So wurden neben Apps auch Klingeltöne, Podcasts, Musikstücke, ganze Alben und eBooks zensiert angezeigt. Laut den Untersuchungen von Shoutpedia waren mehrere Monate lang 95% aller Begriffe davon betroffen.
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