
Und das passiert offenbar - via Gnutella-Netzwerk. Limewire-CEO Mark Gorton sei "das Ausmaß nicht bewusst gewesen", in dem sicherheitsrelevante Informationen über sein Netzwerk zugänglich gemacht werden würde. Tatsächlich werde bei Installation des Limewire-Clients darauf hingewiesen, nicht versehentlich vertrauliche Ordner zum Filesharing freizugeben. Diese Warnungen reichten aber zumindest in einer Handvoll von Fällen nicht aus, gab Gorton zu.
Mehr als eine "Spur von Schuld" solle Gorton verspüren, da seine Software Laptops in gefährliche Waffen gegen die Sicherheit des Landes verwandle. Ihm fehle offenbar die Vorstellungskraft, um sich auszumalen, was bösartige Menschen mit Gortons Produkt gegen das Land unternehmen könnten, so der Kongressabgeordnete Jim Cooper.
Tatsächlich sind die Vorhaltungen gegenüber Gorton nicht ohne Beispiel. Militärdokumente leckten über die japanische Tauschbörse Winny jahrelang ins Netz, zuletzt wurde das Raketenabwehrprogramm "Aegis" kompromittiert, da einige Offiziere neben Pornos auch versehentlich sensible Unterlagen mitkopierten.
Der letzte Fall zeigt nebenbei, dass entsprechend dumm handelnde Personen keine P2P-Software brauchen, um sensible Daten unters Volk zu bringen. Es handelt sich dabei auch um keine japanische Spezialität - insbesondere das FBI leistete sich in der Vergangenheit einige peinliche Notebookverluste, Festplattenverschlüsselung fand trotz anders lautender Dienstanweisung dabei nicht statt.
Zusammenfassend: nicht die Kombination Rechner-Filesharingclient stellt eine Gefahr für die innere Sicherheit dar, sondern bereits das Zusammentreffen von dummen Usern und sensiblen Daten reicht für entsprechende Gefährdungen vollkommen aus. Insofern ist die Reaktion Gortons auf die unsinnigen Vorwürfe bemerkenswert - wenn nicht gar ebenfalls bemerkenswert dumm.
Denn laut Gorton seien nicht die Anwender oder die einzelnen Rechner der Punkt, an dem Sicherheitsgefährdungen angegangen werden sollte, sondern die Provider - als
"...zentrale Punkte der Kontrolle über jeden Rechner am Internet.Universitäten fungieren häufig als eigene ISPs und eine Handvoll hat Sicherheitssysteme implementiert, die den User mit mehreren Meldungen vor dem Begehen illegaler Handlungen warnen und im Wiederholungsfall den Netzzugriff sperren. Diese Unis haben Kinderpornografie und Copyrightverstöße auf ihrem Campus signifikant verringert. Ähnliche Regelungen könnten allen US-ISPs vorgeschrieben werden."
Wohlgemerkt: wer so daher redet, ist Chef eines Unternehmens, das Filesharingsoftware vermarktet. Limewire wurde dazu gezwungen, Filter in die eigene Software einzubauen und pochte permanent darauf, dass solche Lösungen leicht zu umgehen, aber schwer zu implementieren seien. Dasselbe sei nun aber auf ISP-Ebene offenbar ein Leichtes.
Gortons Statements können als Teil der gängigen Strategie begriffen werden, den Schwarzen Peter Haftung zwischen Usern, Providern und Softwareherstellern hin- und herzuschieben. In welche Richtung er schiebt, sollte sich der CEO jedoch in Zukunft besser überlegen. Denn Provider sind nicht haftbar für den Inhalt der Datenströme, die über ihre Leitungen fließen. Ebensowenig, wie Seagate haftbar ist, wenn auf einer ihrer Wechselfestplatten sensible Informationen in die falschen Hände geraten, Microsoft für fehlende Warnhinweise, dass Empfänger einer Email angehängte Attachments tatsächlich erhalten und lesen könnten oder Limewire für die fehlende Intelligenz bei Personen, die auf Militär- und Regierungsrechnern meinen, Files sharen zu müssen.
News Redaktion am Mittwoch, 25.07.2007 16:38 Uhr
soviel dummheit auf einem haufen kann ja nur noch von den amis kommen:mad: wer soll solch einen stuss glauben. immer sind die anderen schuld , gell?:rolleyes: ...
Die Bush-Regierung schafft es doch nur so lange zu überleben weil sie ganz geziehlt Angst unter der Bevölkerung schührt. Aber das Schlimmste ist doch dass die Bevölkerung dort, das auch alles frisst. Genau wie wir Deutschen wir nehmen alles hin u. glauben auch alles, der Rollstuhlfahrer wird d ...
LW kämpft den Kampf um Tauschbörsen. Ein gutes Beispiel, dass sie eben doch aufpassen und dem user helfen nicht alles freizugeben, gibt es übrigens auf Slyck: http://www.slyck.com/forums/viewtopic.php?t=36259 ...
jaja wenn man keine ahnung hat.........schon mal was vom wtc gehört? Schon mal was vom Irak gehört? Wie viel 100.000 Tote Zivilisten waren das? Mit der Begründung, Hussein wäre mit Al-Quaida zusammen... Frei nach Volker Pispers: "Wir brauchen jemanden, den wir bombardie ...
Tja, Kontrolle is alles. Das Internet is sowieso ein Dorn im Auge für sogut wie jedem Staat. Das einzigste was sie nicht kontrollieren können und da kommen natürlich schnell solche beschuldigungen. ...
Lars Sobiraj am 20.05.2012, 16:54 Uhr
Im US-amerikanischen iTunes Store wurden statt dem Begriff "Jailbreak" lediglich Sternchen zwischen dem Anfangs- und Endbuchstaben angezeigt. Davon waren letztlich alle Kategorien betroffen. So wurden neben Apps auch Klingeltöne, Podcasts, Musikstücke, ganze Alben und eBooks zensiert angezeigt. Laut den Untersuchungen von Shoutpedia waren mehrere Monate lang 95% aller Begriffe davon betroffen.
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