
Man läßt auf Websynapse den Usern die freie Wahl - ob man mit oder ohne Filter suchen möchte, ist per Mausklick direkt auf der Startseite anwählbar. Auf den zweiten Blick verwundern jedoch die Suchergebnisse. Die aboträchtige Suche nach "Gratis SMS" ergab mit oder ohne Filteraktivierung praktisch identische Ergebnisse.
User sind zur Mithilfe eingeladen: Die Liste der gefilterten Seiten wird
"...tagesaktuell soweit möglich aktualisiert. Eingesandte Hinweise über neue Abzocker im Internet werden ernstgenommen und eingehend geprüft, um die Seriösität der Suchergebnisse zu gewährleisten."
Die scharfe Wortwahl der Presseerklärung deutet darauf hin, dass man vor allem mit dem Betrugsschutz bei den Usern punkten will. User wird man so sicherlich finden, die Frage ist jedoch, ob die angenommene Sicherheit durch die Benutzung der filternden Suchmaschine nicht erst recht zu Hereinfällen führt - denn nur ein Mausklick weiter aus den Suchergebnissen heraus kann man wieder auf problematische Inhalte stoßen.
Interessanter jedoch die Frage nach den Folgen, wird eine Seite aus dem Index geworfen:
"Wenn die Politik und die Gerichte wie hier eklatant versagen und Betrüger im Internet darum ungestraft tun und lassen können, was sie wollen sollte als Alternative damit begonnen werden, selbst Fakten zu schaffen. Im Klartext heißt das - soweit bekannt - alle Seiten aus der Suche auszuklammern, deren elementarster Inhalt darin besteht arglose Surfer über den Tisch zu ziehen."
So das Statement von Websynapse, aus dem der böswillige Seitenbetreiber ableiten könnte, er werde als Betrüger betrachtet, wenn seine Site nicht mehr im Index auftaucht. Auch mit der gesehenen Pflicht der Suchmaschinenbetreiber scheint man sich bei Websynapse recht weit aus dem Fenster zu lehnen:
"Suchmaschinenbetreiber haben das Recht und die Pflicht, Websites aus Suchergebnissen zu entfernen, wenn eine Gefährdung von Interessen des Suchenden gegeben ist. Es werden dennoch keine Informationen vorenthalten, somit auch keine Zensur geübt, sondern vielmehr werden im Interesse des Suchenden auf Betrugsseiten im Internet verweisende Suchergebnisse geblockt."
So begrüßenswert der Versuch scheint, auf Wunsch abofallenfreie Suchergebnisseiten zu präsentieren, so fehl am Platz ist die Rede von der "Pflicht", die Suchmaschinenbetreiber treffen solle. Denn spätestens wenn andere Interessensgruppen mit Forderungen ankommen, "schädliche" Inhalte aus Suchergebnissen zu entfernen, wird auch Websynapse vor dem einen oder anderen Problem stehen.
News Redaktion am Montag, 06.08.2007 18:19 Uhr
Solang die nicht mit "100% Schutz gegen Abo-Fallen" o. ä. werben. Letzteres ging auch schon bei den "aufwärtskompatiblien" Ant-Viren-Programme schief, welche einen 100%igen Schutz gegen noch unbekannte Viren versprachen (den es nie geben kann). Es ist aber davon ...
Solang die nicht mit "100% Schutz gegen Abo-Fallen" o. ä. werben. Letzteres ging auch schon bei den "aufwärtskompatiblien" Ant-Viren-Programme schief, welche einen 100%igen Schutz gegen noch unbekannte Viren versprachen (den es nie geben kann). Dafür gibt es al ...
Solang die nicht mit "100% Schutz gegen Abo-Fallen" o. ä. werben. Letzteres ging auch schon bei den "aufwärtskompatiblien" Ant-Viren-Programme schief, welche einen 100%igen Schutz gegen noch unbekannte Viren versprachen (den es nie geben kann). ...
naja eigentlich ganz gut. die gefahr ist nur, dass dann einige aufhören zu denken und blind auf die suchmaschine vertrauen. diese abofallen schießen wie pilze aus dem boden und bis dann die neuen undinger aufgenommen sind, dauerts wieder ein paar tage. außerdem finde ich es nicht richtig, diese ...
Zentralisierung ist immer schlecht und begünstigt Zensur. Dazu kommt noch die ineffektive Ressourcenausnutzung. Jeder Nutzer hat seine eigenen Interessen und trifft auf mehr oder weniger penetrante Anbieter. Und Werbung ist ja auch nicht grundsätzlich etwas schlechtes. Ne am besten ist etwas dyna ...
Julian Wolf am 27.05.2012, 21:08 Uhr
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