Der unabhängige IT- und Tech-Kanal!
internet.board.entertainment.games.hardware

gulli Logo
  • Home
    • Seit 1998 unabhängiger IT- und Tech Kanal, Forum mit über 1 Million registrierter Usern
  • Board
    • Seit 1998 unabhängiger IT- und Tech Kanal, Forum mit über 1 Million registrierter Usern
  • News
    • Topnews
    • Interviews
    • Glossen
    • Reportagen
    • Kurioses
    • RSS-Feed
    • Twitter
    • Newsletter
  • NewsPresso
    • Newsübersicht
    • Regeln
    • Highscore
    • RSS-Feed
  • Internet
    • Wissenswertes
    • Filesharing
    • Denkanstösse
  • IT-Sicherheit
    • IT-Lexikon
    • Gesetzliche Lage
    • Cyberkriminalität
    • Abwehrmaßnahmen
    • IT-Forensik
    • Privatsphäre bei Facebook
  • Hard- und Software
    • Zeitreise - PC und N-books
    • Tools
  • Games
    • Geschichte, Gegenwart und Zukunft der PC-Spiele
    • Online-Spiele
    • gulli:Wettbewerbe
    • gulli:Spiele
  • Mobile
    • Zeitreise - Mobile Endgeräte
  • Ansichtssache
    • Kommentiere und bewerte die Fundstücke.
  • Videos
    • Seit 1998 unabhängiger IT- und Tech Kanal, Forum mit über 1 Million registrierter Usern
  • Apps
    • Seit 1998 unabhängiger IT- und Tech Kanal, Forum mit über 1 Million registrierter Usern
  • gulli
  • News
  • Was tun? 23 mal Protest und Widerstand auf dem CCC-Camp 2007
vorherige News
nächste News

Was tun? 23 mal Protest und Widerstand auf dem CCC-Camp 2007

Den einsamen Kämpfer musste Markus Beckedahl von netzpolitik nur kurz spielen. Der Mac seines Mitreferenten Wetterfrosch wurde gestohlen, weshalb er alleine 23 Möglichkeiten vorstellte, aktiv zu werden und gegen die Kriminalisierung von Hackern und Netznutzern vorzugehen. Denn es gibt eine enorme Zunahme der Politisierung von Technikfans, dabei herrsche aber oft ein Gefühl großer Ohnmacht vor. Das kann man jedoch abbauen: ganz ohne Parteieintritt und Marsch durch die Institutionen.

Kurz nach dem ersten starken Regenguss, dem einige Zelte zum Opfer fielen, zeigte Beckedahl, dass es viele, verschieden aufwändige und durchaus spaßmachende Möglichkeiten gibt, den hilflosen Zorn in gezielte Aktion umzulenken. In die vier Kategorien "Nerdlobbyismus", "Medien und Journalismus", "Entwicklung und Design" sowie die gute alte Straße zerfallen die Tipps, Tricks und Anregungen, die ein "Ich kann ohnehin nichts ändern" wirkungsvoll widerlegten.

(Die Piratenpartei sammelt Vollmachten für die Klage gegen die Vorratsdatenspeicherung. )

Nerdlobbyismus, das Vertreten der eigenen Interessen gegenüber der Politik, kann beim eigenen Abgeordneten anfangen - besonders erfolgversprechend ist das, wenn man schriftlich oder persönlich vorspricht und konkrete, regional bezogene Anliegen hat. Der Hinweis auf Arbeitsplätze, die durch Hackerparagrafen kriminalisiert und gefährdet werden, kann darüber hinaus durchaus auch Stadt- und Gemeinderat interessieren. Auch Eigeninitiative - Eingaben, Anfragen - sind hier wirkungsvolle Aktivierungsmittel. Freies WLan für die Stadtbücherei, beispielsweise - ein Vorschlag, der dazu zwingt, sich mit Themen wie Netzzensur und Überwachung konkret auseinanderzusetzen.

Parteiarbeit muss nicht nur über den Parteieintritt funktionieren - effizienter kann es sein, eine Partei schlicht zu adoptieren. So bietet es sich an, sich bei den Jugendorganisationen als Experte zu den jeweiligen Themen anzudienen,  Info- und Diskussionstreffen anzuregen und den Jungpolitikern das Handwerkszeug zu geben, um ihren Mutterparteien Dampf zu machen. Angenehmer Nebeneffekt: die Geschichte kann zum Selbstläufer werden.

(Protest braucht wie alles andere gelegentlich auch ein wenig Zeit und langen Atem. Die Netz- und Aktionskünstlergruppe monochrom.at bei ihrer gestrigen Präsentation)

Ebenso kann man bei Organisationen und Firmen Verbündete finden - macht man dort die Problematik bekannt, können durchaus einflussreiche Lobbyisten dadurch aktiviert werden. Das Thema Petition und Online-Unterschriften ist in der letzten Zeit ein wenig ausgereizt worden, zu guter letzt können Unerschrockene auch noch klagen - Holger Voss' Klage gegen die Telekom und ihre Speicherpraxis sorgte für viel Bewegung in der laufenden Debatte.

(Flyer-Aktion. Es wird behauptet, dass solche Zettel auch an anderen Orten ausgehängt werden könnten.)

Präsenter in den Medien werden - das der zweite Schwerpunkt, in dem indessen vieles bereits umgesetzt wird. Mehr Blogs, mehr Podcasts zu den umstrittenen Themen, mehr Gewicht in der öffentlichen Debatte - Beckedahl rät zum selbst schreiben und bloggen, zum Gespräch und Interview mit Experten, wodurch eigene Kompetenz gefördert wie auch neuer Inhalt generiert wird. Anfragen und Erklärungen können analog zum Nerdlobbyismus natürlich auch an die lokale Presse geschickt werden.

Entwicklung und Design ist hingegen ein (leider) wenig beackertes Feld mit hohem Potential. Es ist schwierig, abstrakte und komplexe Themen wie Privatsphäre, Überwachungsstaat, Vorratsdatenspeicherung und ihre Gefahren leicht verständlich darzustellen. Einige hervorragende Animationen und Filme existieren bereits, hier gebe es jedoch noch viel zu tun.

Dabei kann man aktiv mithelfen - gebraucht werden natürlich Medien, Texter, Administratoren und Netzressourcen - benötigt wird aber auch (wie immer) Geld. Spenden an den AK Vorrat, den FoeBuD, die EFF, FSF und ähnliche Organisationen helfen ebenso wie eine CCC-Mitgliedschaft, Fundraising, das Betreiben von Spenden/Infotischen oder das Beantragen von Fördermitteln bei Stiftungen und Organisationen. Zentraler Punkt: Hacker-Aktivismus ist ein Feld geworden, auf dem Experten und freiwillige jeder Couleur gebraucht werden, längst nicht mehr nur "Hacker" im klassischen Sinn.

Zu guter Letzt ist auch das Real Life ein hervorragender Ort zur Vernetzung. Stammtische, Meetings, Bandenbildung - sobald sich zwei oder mehr Personen treffen, entstehen eine Vielzahl von Ideen. Hilfreich ist hier, eher in Form von Aktionen denn Demonstrationen oder ähnlichen Großvorhaben zu denken.

Zu mehreren ist man auch besser für Veranstaltungen gerüstet, auf denen es sich lohnt, vor Ort zu sein. Messen, Infoveranstaltungen, Podiumsdiskussionen, Politikerbesuche sind Orte, an denen man eigene Statements in Wort und Schrift an die Öffentlichkeit bringen kann. In der anschließenden Diskussion wurden überwiegend positive Erfahrungen berichtet, egal, welche Aktionsform gewählt wurde. Mehr Ideen und Möglichkeiten werden aktuell im Wiki des AK Vorrat gesammelt und zusammengestellt.

(Eine MiG und eine Gasfackel der Feuershow vor der Partylocation. Drin: N.U. Unruh von den Einstürzenden Neubauten, Der Dritte Raum und unzählige trommelnde Hacker)

Zu tun gibt es demnach einiges - und wie man sieht, kann der Widerstand auch Spaß machen und führt gelegentlich zu überaus erfreulichen Parties.

News Redaktion am Samstag, 11.08.2007 16:53 Uhr

Tags: politik netzpolitik protest aktivismus beckedahl party aktion chaos communication camp 2007 ccc monochrom ak vorratsdatenspeicherung vorratsdatenspeicherung finowfurt camp

 
Weitere interessante News
1 Reaktionen zu dieser Nachricht
  • Kontrolltroll am 13.08.2007 16:00:35

    He, Korrupt, tolle Fotos hast Du gemacht. Leider aber scheint sich das boardeigene Interesse dazu in Grenzen zu halten. Versteh ich gar nicht: Zu tun gibt es demnach einiges - und wie man sieht, kann der Widerstand auch Spaß machen und führt gelegentlich zu überaus erfreulichen Parties. [/q ...

  • gullinews am 11.08.2007 16:46:02

    Den einsamen Kämpfer musste Markus Beckedahl von netzpolitik nur kurz spielen. Der Mac seines Mitreferenten Wetterfrosch wurde gestohlen, weshalb er alleine 23 Möglichkeiten vorstellte, aktiv zu werden und gegen die Kriminalisierung von Hackern und Netznutzern vorzugehen. Denn es gibt eine enorme ...

weitere Kommentare lesen     Nachricht kommentieren

Games [Teamspeak]

Teamspeak Server

Teamspeak

Heutzutage ist die Internettelefonie neben Fest- und Mobilnetztelefonie immer gefragter. Per Internet zu kommunizieren ist nicht nur komfortabler und billiger, man ist zudem unabhängig von Tarifen, welche nur eine bestimmte Gesprächszeit günstig ermöglichen. Also wieso nicht auch Internet-Telefonie nutzen?

mehr lesen...

Aktuelle gulli:Videos
Play
The Last of Us - Death & Choices Trailer
Play
Shadow Warrior - Teaser Trailer
Play
Beyond: Two Souls - Tribeca Film Festival 2013 Trailer
Fotostrecke
Was tun? 23 mal Protest und Widerstand auf dem CCC-Camp 2007
Was tun? 23 mal Protest und Widerstand auf dem CCC-Camp 2007
Was tun? 23 mal Protest und Widerstand auf dem CCC-Camp 2007
Was tun? 23 mal Protest und Widerstand auf dem CCC-Camp 2007
News [Interviews]

Interview mit dem Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages

Lars Sobiraj am 14.05.2013, 13:52 Uhr

Bundestag

Der Petitionsausschuss des Deutschen Bundestags steht seit vielen Jahren den Bürgern und Gruppen für ihre Anliegen offen. Wir haben uns kürzlich mit einem der 80 Mitarbeiter des Hauses unterhalten. Da seit der Gründung nur sehr wenige Gesetzesänderungen durch Petitionen entstanden sind, wollen wir den Sinn dieser Institution hinterfragen. Dies ist vorerst der letzte Teil unserer Interview-Serie.

mehr lesen...

News [Kurioses]

Japaner erstellt seine Gemälde mit Microsoft Excel

Lars Sobiraj am 12.05.2013, 12:51 Uhr

Gemälde von Tatsuo Horiuchi

Wie ein 73-jährige Japaner beweist, kann man das am häufigsten benutzte Tabellenkalkulationsprogramm Microsoft Excel nicht nur für reguläre Berechnungen einsetzen. Tatsuo Horiuchi erstellt ausnahmslos seine traditionellen Gemälde mit Hilfe dieses Programms. Er arbeitet bereits seit 10 Jahren mit der Software und stellt seine Bilder in diversen Ausstellungen vor.

mehr lesen...

gulli:picsArtikel empfehlengulli RSS News Feedsgulli RSS NewsPresso Feedsgulli:Newslettergulli twittertgulli bei facebookGoogle+gulli:news im AppStore
  • Home
  • Board
  • News
  • NewsPresso
  • Internet
  • IT-Sicherheit
  • Hard- und Software
  • Games
  • Mobile
  • Werbung
  • Presse
  • Kontakt
  • Betreiberinfos
  • Chat
  • Jobs
  • Suche

© 1998-2013 InQnet GmbH

Hardwareclips