
Diese Frage wird sich auch auf den kommenden Zeilen nicht beantworten lassen, da das Thema sowie die grundsätzlichen Überzeugungen aller beteiligten Seiten mitunter geradezu unabrückbar geworden sind.
Napster läutete das Zeitalter des Filesharings von Musik ein - ohne jedes Zutun der Rechteinhaber. Man hatte damals gezögert, wie die ehemalige Vorsitzende der Recording Industry Association of America (RIAA), Hillary Rosen, erklärte. Es war Angst, man hatte viel zu verlieren, wenig zu gewinnen. Letztendlich wollte man jedoch mit aller Verzweiflung an einem Geschäftsmodell festhalten, welches bereits seit ewigen Zeiten bestand. Dabei ist deren Geschäftsmodell nach wie vor nicht tot, und wird es wohl auch nie werden. Die Schallplatte wurde von der CD abgelöst. Die CD wurde von Napster zurückgedrängt. Man erkannte jedoch nicht, dass sich hier etwas an der Basis änderte, bis es praktisch zu spät war. Alle Versuche, ein Konkurrenzprodukt zum Filesharing auf den Markt zu bringen, scheiterten. Zumindest weitgehendst.
Die Kollegen von CNET haben etwas genauer beleuchtet, wie es so weit kommen konnte und wo sich die Musikindustrie wohl selbst ins Abseits gedrängt hat. Dies geschah nämlich alles einige Zeit nach Napster. Nachdem man endlich erkannt hatte, dass ein Umsturz bevorsteht. Man wollte sich auf diesen jedoch nicht einlassen, so dass zahlreiche Investoren, die ihr Geld in Digitale Musik-Startups gesteckt hatten, verschwanden. An dieser Situation hat sich nach wie vor nichts verändert. Investoren gehen lieber zu Twitter, Facebook oder sonstigen Diensten des Web 2.0. Eine Partnerschaft mit der Musikindustrie ist undenkbar, die Gründe hierfür unglaublich simpel.
"Es gibt nicht viele Industrielle, die in diesem Geschäft tätig sind", so David Pakman, ein Risikokapitalgeber bei Venrock Associates, "Investoren haben viel Geld in diesem Sektor verloren. Der wahre Verlust der Industrie ist, dass die Investoren zu Twitter und Facebook gegangen sind." Seine Behauptung stützt er mit 109 Digitalen Musik-Startups, die mit Risikokapital auf den Markt geworfen wurden. Nur fünf schafften es jemals, Profit zu erwirtschaften.
"Was die Musikindustrie nie förderte oder gar erlaubte, war die Schaffung eine Ökosystems um das Produkt." Das Beste, was man bisher geschafft habe, wäre demnach iTunes. Doch selbst hier vertritt Pakman die Ansicht, dass es mehr eine Hass-Liebe ist. Die Industrie möchte nicht einfach einen prozentualen Anteil der Einnahmen haben, sondern den ganzen Kuchen. Man hinderte die Startups daran, sich zu entwickeln, indem man rigoros Grenzen zog. Dass man sich dabei ins eigene Fleisch schnitt, erkannte man nicht, bis es zu spät war. Es gäbe nur noch wenige Risikokapitalgeber, die in ein Startup im Musikvertrieb investieren würden. Zeit zum Umdenken? (Firebird77)
(via zeropaid, thx!)
News Redaktion am Samstag, 25.07.2009 22:17 Uhr
Aber es geht ja nicht um die wenigen TopVerdiener, sondern um die Abertausenden unbekannter Künstler. Wäre ja traurig, wenn die MI nur noch sichere Dinger veröffentlichen würde. Dann gäbe es ja nur noch Einheitsbrei. Wenn ich in einen Plattenladen gehe, sehe ich so viele Band ...
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wo bitte soll das sonst noch sein?? sie zahlen millionengagen an stars wie madonna und co, damit diese sich den hintern mit goldpapier sauber machen können oder kinder kaufen. schöne welt. Ja, es gibt die Topverdiener. Aber die sind doch im Promillebereich. Ein Verkaufshi ...
@stachelzelle Viele kommen sowieso nur mit Mainstream in Berührung, und da passt der allgemeine Eindruck schon ganz gut. Die großen Labels und deren Topacts haben sicher nicht für Akzeptanz gegenüber der Musikindustrie gesorgt. Außerdem haben Verbände wie die IFPI durchaus die Möglichkeit, ...
Wie wäre es noch mit 1) Nachwuchsförderung 2) Reichhaltiges Musikangebot zur Verfügung stellen. Es gibt ja mehr als DSDS etc. Tausende Bands, von denen man noch nie was gehört hat. Wär ja schlimm, wenn man nur Charts hören könnte. 3) Entsprechend müssen Verlustbringer mit To ...
Lars Sobiraj am 20.05.2012, 16:54 Uhr
Im US-amerikanischen iTunes Store wurden statt dem Begriff "Jailbreak" lediglich Sternchen zwischen dem Anfangs- und Endbuchstaben angezeigt. Davon waren letztlich alle Kategorien betroffen. So wurden neben Apps auch Klingeltöne, Podcasts, Musikstücke, ganze Alben und eBooks zensiert angezeigt. Laut den Untersuchungen von Shoutpedia waren mehrere Monate lang 95% aller Begriffe davon betroffen.
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