
Ausgerechnet am Berliner Platz in Essen sammeln sich morgen gegen 17 Uhr die ersten Wagen für die so genannte Abschlusskundgebung. Und das wo Berlin doch bis letztes Jahr traditionell das Mekka der Raver war. Aber zumindest die Probleme bezüglich der Müllbeseitigung sind geklärt, die Fitnesskette McFit wird als Sponsor für alle Kosten aufkommen. Die Kassen der Kommune werden damit nicht belastet.
Dr.Motte, einer der Begründer des Technoumzugs indes wird aus Überzeugung erneut an diesem Happening nicht teilnehmen. "Das was die Leute wollen ist die Loveparade in Berlin. Und alles andere bringt gar nichts", sagte er in einem Interview, dass er auf seinem eigenen Blog veröffentlicht hat. Er nimmt eine stark zunehmende Kommerzialisierung des Events wahr und lehnt diese kategorisch ab. Ihm geht es darum, die Gesamtheit der elektronischen Tanzmusik in Form einer Parade darzustellen. Wenn aus dem Feiertag der elektronischen Tanzmusikszene eine reine Werbeaktion werden sollte, kann er dies nicht gutheißen. Alternativ würde er lieber einen Umzug in kleinem Rahmen in Berlin begrüßen. Besser nur ein paar Waagen und wenige Besucher, die sich auch wirklich für das Thema interessieren, als das was von 2007 bis 2011 im Ruhrgebiet geplant ist. Die Versuche mit dem jetzigen Veranstalter zu sprechen, sind seiner Aussage nach an der mangelnden Gesprächsbereitschaft des Firmeninhabers der Betreibergesellschaft gescheitert. "Wir haben es auch nicht geschafft, weil er es immer abgelehnt hat mit mir zu reden." Die Interessen gehen offensichtlich weit auseinander.
Laut Wikipedia schlitterte die Loveparade Berlin GmbH 2001 wegen den zu tragenden Kosten für die Müllbeseitigung nahe an einem Konkurs vorbei. Die Eigentümer Matthias Roeingh (Dr. Motte) und der Kaufmann Rainer Schaller, Gründer und Inhaber von McFit, zerstritten sich wegen der grundsätzlichen Ausrichtung ihrer Veranstaltung. Im Jahr 2006 nahm Dr. Motte an der politisch motivierten und nicht unumstrittenen Gegendemonstration Fuckparade teil. Der Streit um Kunst kontra Kommerz war damit perfekt.
Für die Loveparade 2007 hat der Veranstalter ein Konzept für "sauberes Feiern" in Zusammenarbeit mit der Suchthilfe direkt und der AIDS Hilfe Essen e. V. ausgearbeitet. Ambulante Helfer, so genannte Loveguards sollen vermehrt auf der Veranstaltung präsent sein, um berauschte Besucher direkt anzusprechen. Im Notfall sollen diese auch Kontakt zu den Sanitätern herstellen. Matthias Roeingh alias Dr. Motte hat auch darauf eine Antwort parat: "Unsere Droge ist die Musik". Der harte Sound hat seiner Meinung nach durchaus eine therapeutische Wirkung auf die Zuhörer. Er sieht neben der Musik keinen Bedarf für jegliche Drogen. Auch zwischenmenschliche Probleme oder Gewalt zwischen den Fans wären in dieser Szene unüblich.
Die Veranstaltung beginnt heute und geht bis Sonntag, den 26. August. Wie viele Raver dem Aufruf tatsächlich folgen, im RuhrPott und nicht an der Spree zu feiern, das vermag niemand genauer vorherzusagen. Die Schätzungen diesbezüglich gehen weit auseinander. Mit oder ohne Kommerz kann man den Besuchern bei dem zumeist guten Wetter, welches angekündigt wurde, lediglich viel Spaß bei diesem Event wünschen.
Dr Mottes Meinung zur LoveParade 2007
News Redaktion am Freitag, 24.08.2007 15:33 Uhr
@ Slaky bei uns siehst auch nicht anders aus . die guten alten clubs ( bunker , tresor , e-werk , cellblock , planet usw ) sind auch seit jahren dicht. um genau zu sagen als es los ging das die bonner bonzen nach berlin zogen, began das clubsterben die heutige sogenannte techno scene , hat nix mit ...
Jaaa da komm ich so richtig ins schwärmen. :T Wenn ich noch an die gude alde Frankforter Zeite denk, wie mir im Omen (leider vor Jahren schon dichtgemacht) oder in meiner Lieblingsdisse am Frankfurter Flughafen des Dorian Gray abgefeiert haben (das es leider heute auch nicht ...
Bestimmt waren dort nur gesittete Menschen mit Visionen(die Flower-Power-Zeit ist vorbei) wie man den bösen bösen Kommerzscheiß(Paul van Dyk ist ja soo gegen Kommerz :rolleyes: ) und die niveaulosen Ruhrgebietler aus der Welt schaffen kann. Nicht das noch einer böses über ...
Schätzchen ich war schon auf der Kudam Parade, da hast du noch Blümchen gehört und Bob der Baumeister gekuckt. Mach Dich nicht lächerlich wenn Du keine Ahnung hast. Bravo! Ich bin wirklich beeindruckt. Beeindruckt von Deinen hellseherischen Fähigkeiten mein Alter, meine d ...
Das nicht jeder Mensch mit gleich "viel" Hirn, welches auch genutzt werden sollte, ausgestattet ist merkt man an Deinem Post ganz gewaltig. Ein weiterer: "Kommerz ist scheiße", "Ruhrpott ist scheiße" und "ich hab Ahnung von Musik deshalb steh ich auf Paul van Dyk" Schwachsinns ...
Lars Sobiraj am 20.05.2012, 16:54 Uhr
Im US-amerikanischen iTunes Store wurden statt dem Begriff "Jailbreak" lediglich Sternchen zwischen dem Anfangs- und Endbuchstaben angezeigt. Davon waren letztlich alle Kategorien betroffen. So wurden neben Apps auch Klingeltöne, Podcasts, Musikstücke, ganze Alben und eBooks zensiert angezeigt. Laut den Untersuchungen von Shoutpedia waren mehrere Monate lang 95% aller Begriffe davon betroffen.
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