Das Ministerium für Transport und Kommunikation in Helsinki wagt einen Vorstoß, den man so bislang in Europa nicht kennt. Die Telekommunikationsanbieter sollen per Gesetz dazu verpflichtet werden, allen finnischen Bürgern einen Breitband-Internetzugang zur Verfügung zu stellen. Ein Projekt, das bei der aktuellen Bevölkerungszahl von 5,3 Millionen enorm groß wirkt.
Zumindest bis zu dem Punkt, an dem man etwas weiter in den Zahlen gräbt. Finnland ist nämlich eines der Länder, in denen die meisten Menschen bereits die Möglichkeit haben, Breitband-Internet zu nutzen. Die Abdeckung liegt bei 96 Prozent. In Deutschland sind es auch über 90 Prozent, doch damit sind mit Abstand nicht alle versorgt. Aufgrund der höheren Bevölkerungszahl Deutschlands ist diese "Mangelanbindung" deshalb präsenter als in Finnland. Der finnische Kommunikationsminister, Suvi Linden, will aber auch den restlichen vier Prozent Highspeed-Internet zur Verfügung stellen. Die gesetzliche Norm ist so ausgelegt, dass jeder Anschlussinhaber mindestens einen 1Mbit-Anschluss erhalten können muss.
Das Gesetz soll bis Juli nächsten Jahres abgesegnet werden. Insbesondere die ländlicheren Gebiete sollen damit endlich auf den Stand der Zeit gebracht werden, wie Linden erklärte. Darüber hinaus würde ein Breitband-Zugang die Lebensqualität erhöhen. Insbesondere in Gebieten, in denen die Siedlungsdichte sehr gering ist, könnte eine solche Anbindung viele Vorteile bringen. Vom wirtschaftlichen Vorteil ganz zu schweigen.
Interessant ist dieses gesetzliche Recht auf einen Breitband-Internetzugang in jedem Falle. Insbesondere wenn man bedenkt, dass Finnland bereits seit einigen Jahren das World Wide Web filtert und kinderpornografische Seiten blockiert. Aber auch im Zusammenhang mit Three-Strikes-Gesetzen, wie sie aktuell in Europa heftig diskutiert und teilweise sogar umgesetzt werden, wirft dieses Konzept weitere Fragen auf. (Firebird77)
(via guardian, thx!)
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News Redaktion am Donnerstag, 15.10.2009 16:09 Uhr
naja, die hälfte wohn halt im großraum helsinki, ich glaube so 3mio. Mach 1 Mio. draus, dann bist du näher dran! Dann noch eine Mio in den großen Städten Tampere, Turku und Oulu. Ich glaube der geringste Teil der Bevölkerung lebt verstreut. ...
nicht jeder hat einen PC.... ...
Naja zumindest wäre dann ein three-strike-Gesetz nicht mehr so leicht möglich, wenn das Internet als Grundrecht gesetzlich zugesichert ist. @RealSchnitz und die anderen Spinner hier: Im Grundgesetz sollten Grundbedürfnisse gesichert sein (Freiheit, "Friede", blablabla) und kein Luxus (Swimming-Poo ...
Aber nen Recht auf i-net gehört meiner meinung ins GG Denke ich auch. Ich glaube, dass es früher oder später so kommen wird. Schließlich sterben auch irgendwann alte / konservative "Was ist ein Brauser?!"-Politiker aus und der Druck aus der Bevölkerung steigt. Die Zukunft de ...
ja, und warum iss das dann nich bei uns so ? Mich wundert's ja ned ! Bei dieser Industrie nach meiner Meinung nach.. So ein kriminelles Pack, das an den falschen Plätzen sitzt nach meiner Meinung.. bestechlich und korrupt nach meiner Meinung... liebe Grüße Blacky Kann ...
Heutzutage ist die Internettelefonie neben Fest- und Mobilnetztelefonie immer gefragter. Per Internet zu kommunizieren ist nicht nur komfortabler und billiger, man ist zudem unabhängig von Tarifen, welche nur eine bestimmte Gesprächszeit günstig ermöglichen. Also wieso nicht auch Internet-Telefonie nutzen?
Lars Sobiraj am 14.05.2013, 13:52 Uhr
Der Petitionsausschuss des Deutschen Bundestags steht seit vielen Jahren den Bürgern und Gruppen für ihre Anliegen offen. Wir haben uns kürzlich mit einem der 80 Mitarbeiter des Hauses unterhalten. Da seit der Gründung nur sehr wenige Gesetzesänderungen durch Petitionen entstanden sind, wollen wir den Sinn dieser Institution hinterfragen. Dies ist vorerst der letzte Teil unserer Interview-Serie.
Lars Sobiraj am 12.05.2013, 12:51 Uhr
Wie ein 73-jährige Japaner beweist, kann man das am häufigsten benutzte Tabellenkalkulationsprogramm Microsoft Excel nicht nur für reguläre Berechnungen einsetzen. Tatsuo Horiuchi erstellt ausnahmslos seine traditionellen Gemälde mit Hilfe dieses Programms. Er arbeitet bereits seit 10 Jahren mit der Software und stellt seine Bilder in diversen Ausstellungen vor.