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Gefundene Polizei-Wanzen verkaufen: Auch in Neuseeland möglicherweise verboten

Die Lacher hatte ein deutscher Antifaschist sicher auf seiner Seite, als er die an seinem Wagen gefundene BKA-Wanze kurzerhand versteigern ließ. Ob er auch das recht auf seiner Seite weiß, ist unklar. Dasselbe gilt womöglich nicht in Neuseeland, wo ein verwanzter Autofahrer ebenso gefundene GPS-Peilgeräte an seinem Wagen versteigern wollte. Bisher wurde der Finder nur gebeten, die "wertvollen Geräte" doch zurückzugeben.

Ralph Williams fand GPS-Peilgeräte in den Autos seiner Tochter sowie seines Mitbewohners, nachdem die beiden Fahrzeuge von der Polizei beschlagnahmt wurden. Die Untersuchung - es ging um Brandstiftung - blieb ohne Folgen, nach der Rückgabe der Fahrzeuge liefen die beiden Wagen jedoch nicht mehr so rund wie gewohnt. Bei der Überprüfung der Fahrzeuge fand Williams zwei GPS-Sender, die den Standort der Autos an einen Polizeibeamten übermittelten, den Williams über die Analyse der in den Peilsendern enthaltenen SIM-Karte herausfand. Er mailte dem Beamten von seinem Fund, den er anschließend auf der Handelsplattform "Trade Me" für 250 Dollar anbot.

Die Plattform nahm die Angebote auf Anordnung der neuseeländischen Polizei offline. In der Zwischenzeit hatte sich zwischen Williams und dem Polizeibeamten ein Mailwechsel entwickelt, in dem Williams mehrfach zur Herausgabe der "wertvollen Geräte" aufgefordert wurden. Ironischerweise gab der Beamte in seiner ersten Antwortmail auf Williams' Anfrage an, nicht zu wissen, von welchen Hinterlassenschaften Williams spreche.

Auch die Polizei konnte auf Anfrage weder bestätigen noch dementieren, dass die Geräte an den beiden Autos angebracht wurden. Nichtsdestotrotz bestand der Beamte auf der Rückgabe der GPS-Tracker.

Nach neuseeländischem Recht kann ein Peilsender bei Verdächtigen platziert werden, ohne dass eine entsprechende richterliche Verfügung vorliegt. Dies ist möglich, wenn von der Erteilung einer Verfügung ausgegangen werden kann und Eile geboten ist. Ob im Fall Williams' eine richterliche Verfügung vorlag, ist nicht bekannt.

Eine ähnliche Posse spielt sich aktuell in Deutschland ab. Ein Globalisierungskritiker versteigerte einen Peilsender des BKA auf einer Wohltätigkeitsveranstaltung, nachdem er das Gerät an seinem Auto fand. Das Fahrzeug wurde im Zug der Vorermittlungen gegen Antifaschisten im Vorfeld des G8-Gipfels in Heiligendamm verwanzt. Das Berliner LKA wirft dem Bespitzelten nun Hehlerei vor.

News Redaktion am Donnerstag, 13.09.2007 18:04 Uhr

tagsTags: gps 1984 neuseeland globalisierung wanze bka überwachung versteigerung peilsender hehlerei

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4 Reaktionen zu dieser Nachricht
  • Bewa am 14.09.2007 10:24:39

    "Ich als Ihr Freund und Helfer habe zwar keine Ahnung, wovon Sie reden..." - Er spricht gerade als Polizist, also eigentlich in diesem Fall für die Behörde - "...und habe es Ihnen also garantiert nicht in den Wagen getan..." - klar, das waren die Kollegen - "...aber als Jäger und Sammler will ich ...

  • BluePeer am 14.09.2007 05:11:52

    ich versteh trotzdem nicht warum das ganze helerei sein soll er hat niemandem etwas weg genommen er hat lediglich ein geschenk verkauft mir wird auch öfter was ins auto gelegt (versteckt) das sind auch alles geschenke Wer kann schon wissen wem das gehört wurde in mein auto gelegt also meins ...

  • GeezYz am 13.09.2007 20:28:45

    Nice :D ...

  • Sonic-2k- am 13.09.2007 20:00:28

    haha finde ich super von den Leuten dass sie es Versteigern:T :D Nur ganz schön dreist von der Polizei die Wanzen zurück zu fordern:confused: ...

  • Korrupt am 13.09.2007 18:07:05

    Die Lacher hatte ein deutscher Antifaschist sicher auf seiner Seite, als er die an seinem Wagen gefundene BKA-Wanze kurzerhand versteigern ließ. Ob er auch das recht auf seiner Seite weiß, ist unklar. Dasselbe gilt womöglich nicht in Neuseeland, wo ein verwanzter Autofahrer ebenso gefundene GP ...

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