
T-Online zitiert den EU-Kommissar mit den Worten
"Leuten beizubringen, wie man eine Bombe baut, hat nichts mit Meinungs- oder Informationsfreiheit zu tun ... Wir werden Gespräche mit Internet-Providern führen und klären, wie mit technischen Mitteln die Suche nach Wörtern wie "Töten", "Bombe" oder "Genozid" verhindert werden kann."
Mit viel gutem Willen mag man vermuten, dass er vielleicht meinte, dass Suchergebnisse nicht mehr angezeigt werden sollen, die zum Töten, Bombenbauen oder Völkermorden anleiten. Dennoch bleibt die Forderung im höchsten Maß unsinnig und weltfremd - und es ist den Providern zu wünschen, dass sich Frattini bis zu seinem geplanten Gespräch zum Thema mit Vertretern der EU-Mitgliedsstaaten noch ein wenig über die Funktionsweise des Internet informiert.
Einmal mehr fällt die völlige Ahnungslosigkeit der politischen Entscheidungsträger auf, die sich zu Themen wie Internet und Terrorgefahr zu Wort melden. An diese hat man sich möglicherweise schon gewohnt. Fast noch schlimmer wie Frattinis Inkompetenz ist jedoch die Übernahme angeblicher Fakten durch Fachmedien - auch wenn man keine hohen Ansprüche stellt, hinterläßt die Darstellung bei T-Online einen extrem schalen Nachgeschmack:
"Frattinis Vorschlag soll die gut ausgebaute Infrastruktur der Terroristen im Netz zerschlagen helfen. Über das Internet verbreiten die verschiedenen Terror-Netzwerke Propaganda und detaillierte Anleitungen für terroristische Anschläge – von Bedienungshinweisen für Schusswaffen bis hin zu Bombenbauplänen. Darüber hinaus stellt das Internet die wichtigste Kommunikationsplattform von Terroristen dar."
Von welchen Terroristen T-Online diese hochinteressanten Fakten präsentiert bekam, geht aus dem Text leider nicht hervor.
News Redaktion am Freitag, 14.09.2007 13:34 Uhr
@pepe Aussagekräftiger als jeder Comment :T ...
http://denkfabrikblog.de/wp-content/myfotos/2007blogpix/2007-09-11_schaeublesuchmaschine.jpg :D :D ...
Anscheinend ist kaum einen von euch der Inhalt von Orwell 1984 geläufig. Falls doch - wieso regt ihr euch dann auf? Ihr wart doch gewarnt. Und dieser "Vorschlag" ist doch nicht der Anfang, der war die Einflußnahme auf die Suchmaschinen zur Ausblendung von Ergebnissen (Beispiel: "unabhängige Nachr ...
richtige Terroristen haben nichts mehr zu befürchten-> wie hilflos müssen Wolfgang Schaeuble, Frattini u. andere noch werden, wenn sie zu solch blödsinnigen Aktionen greifen müssen.:p ...
Dr. Wolfgang Schaeuble ist von Frattinis Vorschlaegegn offensichtlich begeistert und laesst in einem mutigen Eigentest alle "gefaehrlichen Woerter" aus seiner Webseite herausfiltern. :T Dr. Schaeubles EU-konformer Webauftritt http://forum.opensky.cc/viewtopic.php?t=234 Ich muss ...
Lars Sobiraj am 20.05.2012, 16:54 Uhr
Im US-amerikanischen iTunes Store wurden statt dem Begriff "Jailbreak" lediglich Sternchen zwischen dem Anfangs- und Endbuchstaben angezeigt. Davon waren letztlich alle Kategorien betroffen. So wurden neben Apps auch Klingeltöne, Podcasts, Musikstücke, ganze Alben und eBooks zensiert angezeigt. Laut den Untersuchungen von Shoutpedia waren mehrere Monate lang 95% aller Begriffe davon betroffen.
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