
Seitens dem Gesetzgeber ist jedenfalls klargestellt, dass Provider für weiter geleitete Inhalte keinerlei Verantwortung tragen. Verantwortlich für den Inhalt einer Website ist stets nur deren Anbieter. So die Argumentation der Piraten, und weiter:
"Die Piratenpartei Deutschland (PIRATEN) entlarvt ab sofort die Unsinnigkeit dieses Vorgehens der Firma ARCOR, indem sie allen ARCOR-Kunden exemplarisch die oben genannte Website über einen eigenen Server wieder verfügbar macht. Gleichzeitig ist diese Aktion eine Demonstration gegen das inakzeptable Verhalten des Internet-Providers ARCOR. Um die Weiterleitung nutzen zu können, muss im Browser als Proxy porn.piratenpartei.de auf Port 3128 eingestellt werden. Mit diesen Einstellungen können lediglich ARCOR-Kunden ausschließlich auf die Domains youporn.com und sex.com zugreifen. Alle anderen Anfragen werden geblockt."
Die Unsinnigkeit von Arcors Sperre wäre damit einmal mehr bewiesen. Arcor gab an, auf den Wunsch des deutschen Erotikanbieters sexyfilms.de gehandelt zu haben - völlig freiwillig, denn ein entsprechender Rechtsanspruch existiert tatsächlich nicht.
Faktisch ist dieser Akt der Selbstzensur - natürlich im Interesse des Jugendschutzes - allenfalls ein Feigenblatt. Die entsprechenden Inhalte sind - auch via Arcor - an zahllosen anderen Stellen im Netz problemlos zugänglich. Insofern stellt sich die Frage, was die Maßnahme bezwecken soll.
Und hier kann sich Arcor natürlich einige Punkte auf der Haben-Seite verbuchen - man stellt sich gut mit einem potentiellen Werbepartner, man stellt sich gut mit dem deutschen Jugendschutz, und möglicherweise kriegt man durch die Publicity noch ein paar technisch wenig versierte Kunden dazu, die denken, mit einem Arcor-Zugang ein kindgerechtes Internet ins Haus geliefert zu bekommen.
Schlimmer als die Reaktionen technisch wenig versierter Kunden könnte jedoch der Effekt bei selbsternannten Jugendschützern und Terrorwächtern in der Politik ausfallen. Denn hier sitzen einige der üblichen Verdächtigen in den Startlöchern, um Provider zu weiteren - zwecklosen - Zensurversuchen zu zwingen. Die Folgen? Teure und nutzlose Software, teure und sinnlose Gerichtsverfahren. Aber Staat und Steuerzahler habens ja.
News Redaktion am Freitag, 14.09.2007 15:34 Uhr
mal ne Frage (beinahe wäre ich nämlich bei arcor gelandet, bin aber doch lieber zu t-online gegangen, auhc wenns etws teurer ist). Angenommen ich habe ein Vertrag von 24 Montaten und bin z.B. erst 3 Monate drinn. Jetzt haben die rechtlich Unbegründet versciedene Seiten (egal ob zwei o ...
Naja, ich frage mich, wofür sie das machen? Gut ankommen bei den Kunden? Wohl kaum. Niemand, der daran interessiert ist, dass Porn gesperrt wird, wüsste die Adresse, oder könnte nicht selber vermeiden darauf zu gehen. Einen gefallen kann man den Leuten ja kaum damit tun. ...
@quiro besten Dank für die Info. Habe jetzt doch tatsächlich auch FoxyProxy zum laufen bekommen. Habe das Prinzip mit WhiteList jetzt verstanden. D.h. ich kann sonst ganz normal surfen, nur wenn ich dann ggf. die Seite aufrufen möchte läuft es über den Proxy. Coole Sache.... Dein Link habe i ...
hab grad die neue c't gelsesen, da stet auch was dazu drinn. Danach sind die Seiten doch illegal Das halte ich schlicht für falsch bzw. irrelevant. Wir haben extra Paragraphen welche "Volksverhetzung", Kindersmissbrauch und ähnliches betreffen. Da stecken ganze andere Kräf ...
Hi, Hallo allerseits, auf der vorherigen Seite hat einer folgendes geschrieben Hat einer hierzu eine etwas genauere Anleitung. Habe dieses mal versucht, aber hier gibt es ja irre viel einzustellen. Wer kennt sich damit aus? Habe mir das Add-on runtergeladen und installiert. Abe ...
Lars Sobiraj am 20.05.2012, 16:54 Uhr
Im US-amerikanischen iTunes Store wurden statt dem Begriff "Jailbreak" lediglich Sternchen zwischen dem Anfangs- und Endbuchstaben angezeigt. Davon waren letztlich alle Kategorien betroffen. So wurden neben Apps auch Klingeltöne, Podcasts, Musikstücke, ganze Alben und eBooks zensiert angezeigt. Laut den Untersuchungen von Shoutpedia waren mehrere Monate lang 95% aller Begriffe davon betroffen.
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