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Australien: Internetzensur auf dem Vormarsch

Die ersten Ergebnisse des Zensurtestlaufes in Down Under liegen nun vor. Mit dabei: 15 Testteilnehmer bei einem ISP und eine völlig legale gesperrte Pornoseite.

Insgesamt neun australische Provider nahmen an dem Testlauf der Filtersoftware teil, zwei der größten Anbieter des Landes weigerten sich aber, mitzumachen. Von fünf der Unternehmen liegen mittlerweile Berichte vor, die anderen vier haben sich noch nicht geäußert oder wollen keine Informationen über den Testlauf an die Öffentlichkeit weitergeben.

Es habe nur wenige Probleme gegeben, heißt es von den Providern zu den Ergebnissen. Eines dieser Probleme trat schon auf, bevor es überhaupt los ging: Nur 15 Kunden des Providers Nelson Bay Online meldeten sich freiwillig zum Zensurtest. Eben diese Freiwilligkeit wird auch von Kritikern bemängelt, auf diese Weise könnten die Ergebnisse verzerrt werden. Welcher Freidenker meldet sich schon selbst zur Zensur an?

Trotzdem gab es zumindestens bei einem Provider Beschwerden von Kunden, die eine völlig legale Pornoseite nicht mehr aufrufen konnten: "Einige der Kunden haben sich beschwert, weil die Sperrliste wirklich nicht gut genug moderiert worden war," heißt es von dem Provider OMNIconnect. "Konkret betraf das eine Seite names Redtube.com. Die ganze Seite war gesperrt worden und es war nur eine Standard-Pornoseite."

Die Zufriedenheit der Anbieter mit dem Testlauf bezieht sich dann auch eher darauf, dass es keine technischen Schwierigkeiten gab. "Aus einer technischen Perspektive gesehen sind wir mehr als zuversichtlich, dass, wenn sich die Regierung dazu entscheidet Internet-Filter [...] einzuführen, das ohne irgendeinen Einfluss auf die Geschwindigkeit des Internet geschehen kann", erklärte ein Verantwortlicher.

Während es anfangs angedacht war, die Filter auf freiwilliger Basis einzusetzen, sollen sie nach jetzigem Stand zwangsweise gegen illegale Inhalte ins Feld geführt werden. Dazu wird den Australiern die Möglichkeit geboten, sich für ein Zusatzpaket zu entscheiden, das weitere jugendgefährdende Inhalte auf die Liste setzt.

Zu den illegalen Angeboten gehören neben Kinderpornographie auch Computerspiele, die keine Altersklassifizierung erhalten haben. Da Australien keine Kategorie für Erwachsenen-Spiele hat, sondern nur eine "über 15", betrifft das eine ganze Reihe von Angeboten. (Simon Columbus)

(via Ars Technica, thx!)

News Redaktion am Montag, 27.07.2009 16:28 Uhr

tagsTags: computerspiel filter internetzensur australien kinderporno

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5 Reaktionen zu dieser Nachricht
  • Marv89 am 28.07.2009 14:17:34

    Lol die haben nur "über 15" Spiele? Und die wollen uns echt immer noch weiß machen, dass unsere Altersbeschränkungen im Bezug auf Spiele nicht stark genug wären? Man in Australien müssen ja alle 5 Minuten Menschen Amok laufen.. FALSCH ! Alles was da nicht das 15er Ratin ...

  • Lokalrunde am 27.07.2009 23:38:37

    Nur 15 Kunden des Providers Nelson Bay Online meldeten sich freiwillig zum Zensurtest.Nicht wirklich verwunderlich. Die Zensur kommt früh genug, da würde ich auch nicht freiwillig mittesten... ...

  • hnz am 27.07.2009 22:51:46

    @jkiller: ich glaub du hast da was falsch verstanden. Die haben keine Vorgaben die über 15 hinausgehen. Wir haben: ohne Altersbeschränkung, ab 6, ab 12, ab 16, ab 18, keine Jugendfreigaben. Und die haben halt nur: ohne Altersbeschränkung, ab 6, ab 12, ab 15. Das sind nur von mir ausgedachte Wert ...

  • jkiller am 27.07.2009 19:57:25

    Lol die haben nur "über 15" Spiele? Und die wollen uns echt immer noch weiß machen, dass unsere Altersbeschränkungen im Bezug auf Spiele nicht stark genug wären? Man in Australien müssen ja alle 5 Minuten Menschen Amok laufen.. ...

  • schnuerstiefel am 27.07.2009 17:34:43

    Toll, 15 Teilnehmer zensiert und alles OK. Nur einer hat seine Pornoseite nicht gesehen. ...

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