
Was an sich ja keine neue Erkenntnis ist. Neu ist jedoch die Richtung, aus der sie kommt. Denn der Motley Fool ist anders als der Name vielleicht denken läßt, ein verbreitetes Investorenmagazin, das an den Börsenplätzen der Welt gelesen wird. Und während auf einer Plattform wie gulli.com eher berichtet wird, wie sich die RIAA mit Klagen gegen Tote oder Menschen ohne Netzzugang gelegentlich blamierte oder Verfahren verlor, fanden diese Ereignisse in der Welt des großen Geldes bislang noch nicht statt.
Wichtiger noch: der Fool prognostiziert lakonisch den Untergang der bisherigen Businessmodelle und wiederholt die Argumente der Kriminalisierungsgegner dabei eins zu eins.
"Konsumenten sind im Allgemeinen ehrlich, und solange man ihnen die Chance gibt, etwas legal zu erwerben und dafür vernünftige Preise zu zahlen, wird Piraterie ein Nischenphänomen sein. Heute ist das Gegenteil der Fall, dank drakonischer Lizenzierungspolitik und einer völlig falschen Rechtsstrategie. Aber das wird sich alles ändern."
Denn die Klagen gegen Filesharer haben sich als sinnlos erwiesen. Der Effekt auf die faktische Verbreitung der Files ist gleich null, die Schadensersatzzahlungen reichen eben für die eingelegten Rechtsmittel und die Finanzierung geplatzter oder verlorener Verfahren. An Künstler und Komponisten fiel nichts ab, nur die Rechtsabteilung und das Management profitierten. Parallel dazu blamierte sich die Industrie mit Bestechungen an Radio-DJs, damit mehr von ihrer Musik gratis im Radio gehört werden konnte. Das Fazit:
"Ich denke, hier findet ein Paradigmenwechsel statt - das Ende der Musik-Giganten und der Aufschwung von Musik von den Menschen für die Menschen. Die Folge sind niedrigere Werbekosten, da die Musik wieder mehr für sich selbst spricht, die Verringerung der Distributionskosten, da physische Tonträger von komplett digitalen Modellen abgelöst werden, und der Möglichkeit für die Fans, ihre eigenen Lieblinge mit einem einzigen Mausklick zu suchen und zu finden, anstatt gesagt zu bekommen, was sie hören sollen. Alle gewinnen dabei."
News Redaktion am Dienstag, 02.10.2007 16:29 Uhr
Man muss es ja beidseitig sehen: Ein Urheberrecht ist vernünftig und wer sich zig Spiele und Filme aus dem Netz zieht, der macht sowohl rechtlich als auch moralisch was falsch. Wenn die Medienindustrie darauf reagiert indem sie gerade ehrliche Käufer zwingt sich lange Belehrungen vor Filmen und ...
Naja, bis das auch der letzte IFPI und GVU Depp mitbekommt, vergehen noch Jahre. Ich befürchte, das da gestorben werden muss, um einer komplett neuen Generation Platz zu machen. Mit einem Sinneswandel der momentan Aktiven ist wohl kaum zu rechnen. Man klebt viel zu sehr ...
Naja, bis das auch der letzte IFPI und GVU Depp mitbekommt, vergehen noch Jahre. Und dass der ganze Müll an Copyright-Gesetzen der letzten 10 Jahre auf dem Müllhaufen der Geschichte landet, darauf kann man getrost bis zum Sturz der "Deutschen Stasi Republik" warten. PS: Vielleicht bin ich da zu ...
Vielleicht fangen die ja wirklich mal an zu denken. Dass Filesharing in Grenzen die Industrie noch nie geschadet hat, wussten ja die meisten hier. Sonst hätten die Plattenfirmen beim Auftauchen der Kassetten schon Pleite gehen müssen. Auch Kopierer und Büchereien haben die Verlage nicht in den Ru ...
Immerhin hatte die RIAA bis 2006 doch 100 Mio US Dollar durch Filesharing-Klagen eingenommen. Die werden auf die Kohle doch nicht verzichten sondern weitermachen. Ja und? Was sind bitte 100 Millionen USD? Weißt du was der ganze Schwachsinn den die da betreiben kostet? Wenn d ...
Lars Sobiraj am 04.02.2012, 11:32 Uhr
Während Die Linke zur Teilnahme an einem europaweiten Aktionstag gegen ACTA aufruft und Justizministerin Leutheusser-Schnarrenberger die Kritik am internationalen Handelsabkommen zurückweist, führte der Jurist Jens Ferner eine ausführliche Analyse jedes einzelnen Artikels durch. Wir fragten ihn, wie gefährlich ACTA tatsächlich ist. In welchem Rahmen bedroht dieses Abkommen unser aller Freiheit?
Lars Sobiraj am 09.02.2012, 11:40 Uhr
In der südenglischen Grafschaft Sussex ereignete sich letzten Monat ein Fauxpas der besonderen Art. Statt einen Einbrecher zu fassen, jagte ein Polizist mit Hilfe von Kameras für etwa 20 Minuten sich selbst. Sein Kollege an den Monitoren hatte ihn nicht erkannt und fand sein Verhalten sehr auffällig. Der beobachtete Mann habe auf heißen Kohlen gesessen, weswegen er dringend tatverdächtig sei.
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