
Zwei zentrale Punkte stellt Felten heraus: zum einen wird Filesharing dadurch revolutioniert, dass man in Zeiten wachsender Musiksammlungen immer weniger Kontakte braucht, um an neues Material zu kommen. Anstatt aus unbekannten Quellen unter dem auch in Zukunft bestehenden Risiko zu laden, erwischt zu werden, sieht Felten einen Siegeszug der Kleingruppen kommen: man tauscht nur noch mit Freunden.
Ein Effekt, den man heute bereits im Bereich der portablen Massenspeicher beobachten kann und der in Zukunft enorm wachsen wird. Bereits heute ist es im Freundeskreis üblich bis normal, dass man sich gelegentlich besucht und dabei die Wechselfestplatte einpackt: die Datentransferrate einer Terabyte-Platte auf einem Autorücksitz ist auch mit schnellen DSL-Leitungen noch kaum zu schlagen.
Die zweite Folge: das Angebot an Musik wird vollends überwältigend. Dem interessierten User steht, wenn er das will, mit wenig Aufwand so viel Material zur Verfügung, dass er es im Prinzip nie komplett in Ruhe anhören wird.
"Die Kluft zwischen der Zahl der Songs, die man vielleicht anhören will und denen, für die man einen Dollar hinlegt, wächst noch weiter. In einer Welt des unendlichen Speicherplatz wird man in der Lage sein, eine riesige Menge an Musik mit sich herumzutragen, die potentiell interessant ist, aber aktuell für einen selbst eben keinen Dollar (oder selbst 10 Cent) wert ist."
Diese Zeit ist nicht weit entfernt: durch simple Extrapolation des Mooreschen Gesetzes prognostiziert Felten den Eintritt dieser Zustände für irgendwann zwischen 2011 und 2017. Vermutlich eher 2011 als 2017, mag man hinzufügen, passt auf eine Terabyteplatte bereits mehr Musik, als man in einem Jahr anhören kann.
Bis dahin dürften aber auch Dienste wie Push!Music verfügbar sein - und Feltens Rat an die Musikindustrie sollte wohl befolgt werden: "Will we see new legal structures? New business models? Or new public attitudes? Something has to change." Denn Potential hat das Prinzip allemal. Man stelle sich vor: man wird viel leichter und schneller als heutzutage auf eine Vielfalt von Musik gestoßen, die einem zusagt. Und zu deren Interpreten man naturgemäß einen intensiveren Bezug aufbaut als zur Plastikmucke aus den Charts. Wer weiß - vielleicht steigt genau durch diese erleichterte Auswahl die Bereitschaft der Hörer, von ihren favorisierten Interpreten auch Musik, Konzerttickets oder was auch immer zu kaufen?
News Redaktion am Dienstag, 16.10.2007 17:02 Uhr
Tja so ist der Mensch: Heute wird alles was man an Mukke kriegen kann im mp3-Format gehortet, bis es dann großteils ungenutzt in ein paar Jahren alles gelöscht wird, da man sich dann alles nochmal neu im FLAC-Format besorgt^^ btw.: Aufwiedersehen DVD/VCD/SVCD/DivX/XviD-Sammlung, hallo HD-DVD-Samm ...
Wenn es mal dazu kommen sollte, dann rippe ich aber nur noch in FLAC. :) Über mobile Abspielgeräte mit Kompatibilität für OGG und FLAC muss man sich bis dahin ja keine Sorgen machen, da wird dann ohnehin ein anständiges Betriebssystem drauf laufen, so dass man die Codecs beliebig erweitern kan ...
musik die mir wichtig ist und für einen wert hat schätze ich auf max. 30-40 gig in meiner sammlung befinden sich jedoch ca. 600 gig an msuik, auf die ich gerne verzichten kann - man hat sie irgendwann runtergeladen, noch nie angehört aber man möchte sie nicht löschen - vielleich ...
Es kann mir auch niemand erzählen, er hat in Gigabyte Größen Musik und hat da noch den Überblick drüber. mediamonkey mfg ...
Den Nutzen von TB-Speichern kann man doch auch mit HD-Videos bzw. Videomaterial generell erklären. Hier reden alle nur von MP3s, was ich in diesen Grössenordnungen für ziemlich unsinnig halte... ausser man will sich tatsächlich ein Weltkulturerbearchiv zulegen :p . Also ich sammle jetzt seit üb ...
Lars Sobiraj am 04.02.2012, 11:32 Uhr
Während Die Linke zur Teilnahme an einem europaweiten Aktionstag gegen ACTA aufruft und Justizministerin Leutheusser-Schnarrenberger die Kritik am internationalen Handelsabkommen zurückweist, führte der Jurist Jens Ferner eine ausführliche Analyse jedes einzelnen Artikels durch. Wir fragten ihn, wie gefährlich ACTA tatsächlich ist. In welchem Rahmen bedroht dieses Abkommen unser aller Freiheit?
Lars Sobiraj am 09.02.2012, 11:40 Uhr
In der südenglischen Grafschaft Sussex ereignete sich letzten Monat ein Fauxpas der besonderen Art. Statt einen Einbrecher zu fassen, jagte ein Polizist mit Hilfe von Kameras für etwa 20 Minuten sich selbst. Sein Kollege an den Monitoren hatte ihn nicht erkannt und fand sein Verhalten sehr auffällig. Der beobachtete Mann habe auf heißen Kohlen gesessen, weswegen er dringend tatverdächtig sei.
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