
Und so bleibe für die kleinen Labels vor allem das Ausweiten der Geschäftsbereiche als Option - hauptsächlich Konzertvermarktung und Verlagsgeschäft werden bei den Kleinlabels als Cashcows der Zukunft gesehen, während Petters den Tonträgermarkt als erledigt betrachtet:
"Alben werden in Zukunft vielleicht nur noch als mehr oder weniger kostenlose Promotion unters Volk gebracht - um Konzerte zu bewerben."
So der Labelchef, der damit weniger einen Vorwurf an kostenlos ladende User macht, sondern die Zeichen der Zeit diagnostiziert:
"Es heißt immer, die Leute, die downloaden, wären böse, weil sie Musik klauten. Das ist Unsinn. Wieso sollten sie für etwas zahlen, das es umsonst gibt? Nach der Dampflok kam die E-Lok und nach der CD kam der mp3-Download - und der ist inzwischen nun mal meistens kostenlos zu bekommen."
Hausmusik kam mit der Ausweitung der Geschäftstätigkeiten offenbar zu spät - zu abhängig war man vom Vertrieb über kleine Plattenläden, die in der Vergangenheit in großer Zahl aufgeben mussten. Intro konstatierte als Ursache der Misere das Sterben kleiner Plattenläden mit Fachpersonal in Ländern wie Italien und Frankreich. 80% des Umsatzes machte Hausmusik auf diesem Weg. Teure Rücknahmen unverkaufter Restbestände waren die Folge.
Die neu eröffnete Downloadplattform half dem Label nicht, 13 Alben seien auf diesem Weg im vergangenen Jahr verkauft worden. Hausmusik schließt im Dezember endgültig seine Türen.
News Redaktion am Mittwoch, 17.10.2007 15:33 Uhr
Wo geht das Geld denn hin wenn man eine Platte von nem unbekannten Interpreten der bei Sony BMG ist, kauft? Sicherlich wird damit nicht der Künstler selbst gefördert, sondern die nächste Promoaktion von Robbie Williams, Madonna etc. Genau das isses. Ich bin auch eher bereit ...
Ich finde es schade das ein kleines Label, wenngleich es wohl eher selbst schuld zu sein scheint, schliessen muss. Den kleinen Künstlern wäre viel geholfen wenn sie sich spezialisierteren Labels anschliessen. So könnte man die Künstler direkter unterstützen wenn man ihre Produkte kauft. Wo geht ...
naja solangs nur n indie-label ist ;) ...
Kaum ein Künstler ist in der Lage seine Musik auf Stereoanlagen-Niveau selbst zu mastern! der war gut :D ...
Was mich bei deren Aussage stört ist die (leider weit verbreitete) Haltung, dass nur kostenlose MP3 Schuld am Aus haben. MP3 als Sündenbock für alles, Selbstkritik fehlanzeige. Ein Album kann sich auch deswegen schlecht verkaufen, weil es schlicht und einfach scheisse ist. Ein Label kann deswegen ...
Lars Sobiraj am 20.05.2012, 16:54 Uhr
Im US-amerikanischen iTunes Store wurden statt dem Begriff "Jailbreak" lediglich Sternchen zwischen dem Anfangs- und Endbuchstaben angezeigt. Davon waren letztlich alle Kategorien betroffen. So wurden neben Apps auch Klingeltöne, Podcasts, Musikstücke, ganze Alben und eBooks zensiert angezeigt. Laut den Untersuchungen von Shoutpedia waren mehrere Monate lang 95% aller Begriffe davon betroffen.
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