
Damit setzt sich Österreich EU-weit an die Spitze der heimlichen Spitzelei auf privaten Rechnern. Was auch schon zum einzig positiven Aspekt des Coups von Innenminister Platter und und Justizministerin Berger führt: die österreichische Einigung führte zum Satz
"Irgendwo im Berliner Regierungsviertel dürfte Mittwochfrüh eine ganz bestimmte Kinnlade sehr weit heruntergeklappt sein."
im ORF-Magazin Futurezone. Ansonsten sind die Reaktionen verhalten bis skeptisch.
"Die Einigung der Regierung zum Bundestrojaner ist skandalös. Solche Stasi-Methoden sind abzulehnen. Wir fordern Herrn Platter zum sofortigen Rücktritt auf.",
so der Pressesprecher der österreichischen Piraten, die sich an die DDR und totalitäre Regimes erinnert fühlen.
Besonders pikant ist die Vertagung der Diskussion um die technische Vorgehensweise. Einen Trojaner habe man nicht in Arbeit, stattdessen soll nun nach der Einigung eine Expertengruppe die technischen und gesetzlichen Details klären.
Die wohl auf die lang diskutierten Probleme stoßen werden, die in der deutschen Debatte ebenfalls schon durchgekaut wurden - ob Daten eines kompromittierten Systems überhaupt beweiskräftig sind, wie der Zugriff technisch realisiert werden soll, ob es sich um einen unzulässigen Eingriff um Grundrechte handelt und so weiter. Was die Akteure vermutlich nicht daran hindern wird, ihre Pläne weiter voranzutreiben - dass technische Fakten politische Entscheidungsfindungen selten groß beeinflussen können, hat schon die Debatte in anderen Ländern gezeigt.
Und natürlich ist die jetzige Einigung im Rahmen allgemeiner Terrorhysterie, dem Hinweis auf internationale Verpflichtungen und Verantwortungen sowie der Bedienung der "Mehr Sicherheit!"-Fraktion unter den Bürgern auch ein schönes Aushängeschild, mit dem man dem großen Nachbarn im Norden eben auch noch ein wenig vorführen kann, wie man richtig effizient und unbemerkt Bürgerrechte abbaut. Oder aber clevere Arbeitsteilung, wie Kai Raven schreibt:
"Fast könnte man meinen, die Innen- und Justizminister Deutschlands, Österreich und der Schweiz hätten sich bei ihren informellen Treffen auf ein arbeitsteiliges Vorgehen geeinigt: Einer übernimmt die frühzeitige gesetzliche Verankerung, auf die die anderen als Druckmittel in der öffentlichen Debatte verweisen können und drei Behörden testen technisch aus, was geht."
News Redaktion am Mittwoch, 17.10.2007 17:33 Uhr
Ja tu ich. Liegt aber daran das ich mich ziemlich Paranoid schütze. Ich nutze einen eigenen VPN Server, GnuPGP, Truecypt, Jabber & co. Nur ist das ein rieser Aufwand den ich gerne Unterlassen würde. Und wie hoch ist die Anonymität dann? So gegen 85%? Lohnt sich der Aufwand ...
Ja tu ich. Liegt aber daran das ich mich ziemlich Paranoid schütze. Ich nutze einen eigenen VPN Server, GnuPGP, Truecypt, Jabber & co. Nur ist das ein rieser Aufwand den ich gerne Unterlassen würde. Deshalb bin ich für ein Internet das jeder nutzen kann ohne sich darüber Gedanken ...
Ja tu ich. Liegt aber daran das ich mich ziemlich Paranoid schütze. Ich nutze einen eigenen VPN Server, GnuPGP, Truecypt, Jabber & co. Nur ist das ein rieser Aufwand den ich gerne Unterlassen würde. Deshalb bin ich für ein Internet das jeder nutzen kann ohne sich darüber Gedanken ...
Fühlt ihr euch etwa wirklich alle anonym im Internet? Ja tu ich. Liegt aber daran das ich mich ziemlich Paranoid schütze. Ich nutze einen eigenen VPN Server, GnuPGP, Truecypt, Jabber & co. Nur ist das ein rieser Aufwand den ich gerne Unterlassen würde. Deshalb bin ich fà ...
Juhu, endlich mal etwas was wir vor euch Deutschen haben...:dozey: ...
Lars Sobiraj am 20.05.2012, 16:54 Uhr
Im US-amerikanischen iTunes Store wurden statt dem Begriff "Jailbreak" lediglich Sternchen zwischen dem Anfangs- und Endbuchstaben angezeigt. Davon waren letztlich alle Kategorien betroffen. So wurden neben Apps auch Klingeltöne, Podcasts, Musikstücke, ganze Alben und eBooks zensiert angezeigt. Laut den Untersuchungen von Shoutpedia waren mehrere Monate lang 95% aller Begriffe davon betroffen.
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