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Kurz notiert:

Finger abschneiden statt schlossknacken: Britisches Unterhaus ohne Fingerabdruck - Scanner

Aus Angst, dass Terroristen einem Parlamentsmitglied den Finger abschneiden und sich so Zugang zum Unterhaus verschaffen könnten, hat das britische Unterhaus Pläne aufgegeben, den Zugang zum Haus mit Fingerabdruckscannern zu steuern. Den Plänen zur Einführung der biometrischen Ausweise mit integriertem Fingerabdruck tut das seltsamerweise keinen Abbruch.

Denn was dem Jupiter geziemt, ist fürs Vieh noch lange nichts - Terroristen und Selbstmordattentäter hätten wenig Skrupel, auch mal einen Finger abzuschneiden, sollte es ihren Zielen dienen, und davor schützt man zwar Abgeordnete, aber das Volk eben nicht. Die britische Bürgerrechtsorganisation No2ID protestiert entsprechend:

"Wenn sie denken, dass Fingerabdruckscanner nicht mal für um die 650 Abgeordneten funktionieren, wie kommen sie auf die Idee, dass sie mit 60 Millionen fertigwerden?"

Kai Raven ergänzt, dass mit den aktuellen Bedenken noch nicht einmal ansatzweise die neu entstehenden Missbrauchsmöglichkeiten angesprochen seien - abgeschnittene Finger könne man auch körperwarm halten, mit einem Puls ausstatten usw. - es sei auch bei weiteren Verbesserungen der Erkennungstechnologie kein Problem, auch diese zu umgehen.

Der aktuelle technische Stand bei den biometrischen Erkennungssystemen ist indessen in einem bejammernswerten Zustand. Selbst mit einer Fotokopie eines Fingerabdrucks wurden bereits die Geräte überlistet, der CCC leitet regelmäßig zum Überlisten der Scanner mit einfachsten Mitteln an.

Insofern bleibt zu hoffen, dass auch die Terroristen sich über den Stand der Technik informieren: es könnte den einen oder anderen abgeschnittenen Finger ersparen.

News Redaktion am Montag, 22.10.2007 12:25 Uhr

tagsTags: großbritannien fingerabdruck parlament terrorismus abschneiden terror finger biometrie

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10 Reaktionen zu dieser Nachricht
  • am 23.10.2007 00:21:30

    Erkennen denn diese Scanner nicht ob es sich um lebendes oder bereits totes Gwebe handelt? naja. es gibt zumindest welche, die man durch eine papierkopie (einscannen, ausdrucken, fertig) überlisten kann, wie es die jungs von mythbusters zeigen. auch andere methoden, die re ...

  • Leadustin am 22.10.2007 23:18:05

    Erkennen denn diese Scanner nicht ob es sich um lebendes oder bereits totes Gwebe handelt? ...

  • playboy51 am 22.10.2007 18:05:25

    stells mir nur grad lustig vor wenn der böse fingerabschneider mit nem geklauten ausweis in der einen hand und mit nem einzelnem finger in der anderen am flughafen steht :D aber für wichtige gebäude oder so da is n fingerabdruck noch unsicherer als n schlüssel! ...

  • anco am 22.10.2007 17:51:58

    Diese Nachricht öffnet einen wieder einmal die Augen. Das wäre doch ein Grund warum man als "Normalbürger" sich der Abgabe seines Fingerabdruckes verweigern sollte. Was sollte einem unangenehmen Zeitgenossen darin hindern einen unbescholtenen "Normalbürger" den Pass und den Finger abzunehmen um ...

  • Laird_Dave am 22.10.2007 17:49:19

    Schwanzvergleich? Nette Idee...was machen Frauen? Die müssten halt dann ein entsprechendes Ersatzteil in der Handtasche mitführen... zum ersten bekommt jbos song "hose runter, schwanzvergleich" da ne ganz neue bedeutung, zum anderen könnte man für frauen ja nen scanne ...

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