
Denn während der brasilianische Antipiraterieverband verkündet, kopierte Ware koste die Wirtschaft zwei Millionen Jobs und fünfzehn Milliarden entgangene Steuereinnahmen, kommen die Tecnobrega-Musiker auf ein fünfmal höheres Einkommen als der geltenden Mindestlohn. "Piraterie" verwenden die Musiker zum eigenen Vorteil: so werden sie bekannt, erhalten lukrative Live-Gigs und Airtime im Radio.
Produzent Beto Metralha konstatiert, dass sich ohnehin kaum jemand in Brasilien legale Kopien leisten könne, erkennt aber kein Problem darin, im Gegenteil.
"Früher konnte man seine Musik nicht ins Radio kriegen, ohne die Sender zu bestechen. Heute haben die Sender keine andere Wahl, als die Songs zu spielen, wenn sie auf der Strasse bekannt geworden sind."
Netzaktivist John Perry Barlow kommentiert:
"Nun kann jedes Kind in Brasilien einen Song kennen, wenn es fünf Jahre alt ist. Was für viel Geld gut ist - du gibst etwas weg und etwas kommt zurück. Das gilt nicht für materielle Güter, ist aber wörtlich wahr im Fall von Informationen."
Juraprofessor Ronaldo Lemos sieht im brasilianischen Modell einen Beleg dafür, dass Musik von der Ware zur Dienstleistung wird und nebenbei die Behauptungen der Industrie widerlegt, geistiges Eigentum sei notwendig, um Kreativität zu fördern. Sein Fazit:
"Dieses Jahr werden die internationalen Majors um die 40 Alben brasilianischer Künstler veröffentlichen, Tecnobrega-Künstler deren 400. Die Industrie behauptet, ohne den Schutz intellektuellen Eigentums gibt es keinen Fortschritt. Aber Tecnobrega hat gezeigt, dass das nicht stimmt."
News Redaktion am Mittwoch, 24.10.2007 12:53 Uhr
Und die Musik wird billiger, weil nicht die riesen Konzerne mit durchgefüttert werden müssen. Genau deshalb werden die Konzerne leider nicht einsichtig werden -.- Hofftl. gehen die iwie pleite, wäre imo gerechtfertigt^^ ...
Das gute dabei ist: Die Musik wird nicht nur billiger, sondern die Künstler kriegen auch mehr Geld pro verkaufte Einheit:T . ...
Brasilien zeigt deutlich, dass die Künstler nicht hungern müssen, wenn es der Musikindustrie schlecht geht. Direkte Vertriebswege nützt den Künstlern und den Kunden. Und die Musik wird billiger, weil nicht die riesen Konzerne mit durchgefüttert werden müssen. Klar wird das der MI nicht schm ...
naja bei 400 alben könnte ein großteil immer noch bockmist sein, ähnlich wie bei den majors. dort liegt der prozentsatz allerdings bei 95% (für mich).:dozey: :p ...
Wie lange wirds jetzt noch dauern bis das jemand einsieht? Nicht alles was Opa schon so gemacht hat, ist toll. Also wäre es vielleicht mal an der Zeit sich ein neues Geschäftsmodell zu überlegen, bei dem man nicht mehr die Kunden verarscht. Die Musikindustrie wird nach wi ...
Lars Sobiraj am 20.05.2012, 16:54 Uhr
Im US-amerikanischen iTunes Store wurden statt dem Begriff "Jailbreak" lediglich Sternchen zwischen dem Anfangs- und Endbuchstaben angezeigt. Davon waren letztlich alle Kategorien betroffen. So wurden neben Apps auch Klingeltöne, Podcasts, Musikstücke, ganze Alben und eBooks zensiert angezeigt. Laut den Untersuchungen von Shoutpedia waren mehrere Monate lang 95% aller Begriffe davon betroffen.
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