
Pagerank ist nicht alles: aber nach wie vor ist das Rating Googles von 1 bis 10 eine wichtige Kenngröße dafür, wie stark Seiten verlinkt sind und auf welchen Plätzen sie in Suchanfragen landen. Pagerank wird über Links reduziert weitergegeben. Extrem vereinfacht: eine Seite, die von einer PR6-Site gelinkt wird, bekommt möglicherweise PR5. Alle auf dieser Seite verlinkten Unterseiten dadurch PR4 und so weiter.
Ein Mechanismus, den zahlreiche Seiten zum Erzielen von durchaus sehenswerten Einkünften genutzt haben. Eine Seite mit hohem Pagerank verkauft Links auf der Startseite und gibt somit anderen Seitenbetreiber, sich einen hohen PR zu kaufen. Da Google jedoch Links nach Relevanz gewichtet haben will und nicht nach der Finanzstärke der Zielseiten, wurden heute Nacht offenbar drastische Maßnahmen eingeleitet. Linkverkaufende Seiten wurden massiv abgestraft - in der Regel mit einem um zwei oder mehr Punkte verringerten PR. Golem.de stürzte von sechs auf vier, eTracker.de von 8 auf 5. Da der PR natürlich auch den Wert eines Linkverkaufs mitbestimmt, dürfte das für die betroffenen Sites etwas mehr als nur ärgerlich sein.
www.zeit.de: 7 auf 5
www.netzeitung.de: 6 auf 4
www.golem.de: 6 auf 4
www.washingtonpost.com: 7 auf 5
www.forbes.com: 7 auf5
www.suntimes.com: 7 auf 5
www.sfgate.com: 7 auf 5
www.etracker.de: 8 auf 5
www.statcounter.com: 10 auf 6
www.engadget.com: 7 auf 5
www.searchengineguide.com: 7 auf 4
www.searchenginejournal.com: 7 auf 4
Und so kommt es, dass PR-Institutionen wie zeit.de von 7 auf 5 abfielen, ebenso Engadget, Forbes oder die Telepolis unter heise.de/tp. Und in der Internetwelt macht sich leichte Panik breit: zahlreiche Seitenbetreiber und A-Blogger haben schleunigst ihre Linkverkäufer angeschrieben und Paid-Links storniert. Womit Google in einem kompletten Geschäftsfeld massiv aufräumt und möglicherweise dem einen oder anderen Unternehmen das Genick bricht: viele der abgestraften Seiten sind durch Linkbörsen wie text-link-ads.com, linklift.de oder trigami gepusht worden. Ärgerlicher noch für die Linkseller: Google hatte das Vorgehen gegen Paid-Links schon seit einiger Zeit angekündigt.
(Paid Links: Mit Googleads verdient Google trotz der Abstrafung immer noch an bezahlten Links)
Wobei Googles Vorgehen immer noch recht halbherzig ist - viele bekannte Linkverkäufer sind von der Maßnahme (noch?) nicht betroffen. Dennoch dürfte wieder ein wenig mehr Ausgewogenheit in die Google-Rankings kommen: Inhaltliche Relevanz gilt nun wieder ein wenig mehr in der Linkwelt. Ab heute bzw. morgen - denn der PR-Update ist Teil einer der seltenen, umfassenden Updates bei Google, die nur alle 3-6 Monate stattfinden. Noch nicht alle Rechenzentren Googles sind auf dem neuesten Stand, entsprechend kann es bis zur endgültigen Synchronisation noch zu unterschiedlichen Ergebnissen bei der PR-Abfrage kommen. Inwieweit diese Pagerank-Updates reinen Unterhaltungszwecken dienen oder auch konkrete Änderungen in den Rankings folgen werden, ist noch nicht klar. Ein eindeutiges Warnsignal an die Linkverkäufer ist es allemal.
gulli.com erfreut sich konsequenterweise seinem PR6 - es zeigt sich, dass man natürlich gewachsene Reputation vielleicht doch besser nicht meistbietend veräußern sollte.
News Redaktion am Mittwoch, 24.10.2007 18:45 Uhr
als at&t irgendwann in den usa zu gross war, vielleicht hiessen sie da noch bell oder so, da wurden die auch zerschlagen... ...
Früher oder später wird google eh das Monopol zwangsweise entzogen Mit welchem Hintergrund? Amerika hat kein Kartellamt, das Wert darauf legt. In Deutschland hätte Google niemals zu solch einer Präsenz kommen können, weil sie eine Monopol-Stellung innehaben. Aber in Amerika ...
Früher oder später wird google eh das Monopol zwangsweise entzogen ;) Die sollten mal die ganzen Preissuchmaschinen, Reise-Spammer (man findet ja nichtmal mehr die Homepages von Hotels wenn man nur den Namen hat) & co rauswerfen aber werden sie nicht tun weil ihnen schlechte Suchergebnisse mehr S ...
Weil eben durch den von Google erzeugten PR einer Seite, diese Seite plötzlich einen Geldwert enthielt und somit zu einem veräußerbaren Produkt wurde. So rum ist mir das schon klar. Aber was haben die Linkverkäufer bitte für das PR-System getan? ...
So ein Unsinn. Warum haben Linkverkäufer dem PR-System zum Durchbruch verholfen? Weil eben durch den von Google erzeugten PR einer Seite, diese Seite plötzlich einen Geldwert enthielt und somit zu einem veräußerbaren Produkt wurde. ...
Lars Sobiraj am 20.05.2012, 16:54 Uhr
Im US-amerikanischen iTunes Store wurden statt dem Begriff "Jailbreak" lediglich Sternchen zwischen dem Anfangs- und Endbuchstaben angezeigt. Davon waren letztlich alle Kategorien betroffen. So wurden neben Apps auch Klingeltöne, Podcasts, Musikstücke, ganze Alben und eBooks zensiert angezeigt. Laut den Untersuchungen von Shoutpedia waren mehrere Monate lang 95% aller Begriffe davon betroffen.
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