Hushmail pries die einfache, standardmäßige starke Kryptografie, die beim Hushmail-internen Mailwechsel automatisch zum Einsatz kommt. Nach Diffie-Hellmann werden Mails per Java-Applet bereits auf dem sendenden Rechner verschlüsselt und erst dann auf die Server Hushmails übertragen. Was sicher sein sollte, ist es indessen jedoch nicht unbedingt.
Wegen Handel mit Anabolika und Steroiden wurde gegen zwei User von Hushmail-Accounts ermittelt, und offenbar war Hushmail in der Lage, die DEA mit Klartext-Emails zu versorgen. Weniger ernüchternd wäre der Vorfall, ginge es um Kommunikation zwischen einem Hushmail- und einem Nicht-Hushmail-Account - da in dem Fall nicht zwingend verschlüsselt wird. Dass sogar die interne Kommunikation offen gelegt werden konnte, wirft ein extrem schlechtes Licht auf Hush und ihr Krypto-Mailangebot.
Denn auf irgend eine Weise müssen die Schlüssel oder die Klartexte der Mails seitens von Hushmail ermittelt worden sein - vermutet wird beispielsweise ein Zugriff auf das clientseitige Java-Applet, welches für die Verschlüsselung zuständig ist.
Auf eine Datenanforderung durch Strafermittler kann Hushmail unterschiedlich reagieren - konsequent wäre es gewesen, die verschlüsselten Botschaften herauszugeben, falls überhaupt noch vorhanden, und dem DEA das Problem zu überlassen, PGP zu knacken (was nach gängigem Wissensstand unmöglich ist). Stattdessen hatte man offenbar die eigenen Kunden abgehört.
Der Mailwechsel zwischen osocabro@hushmail.com und glpinternational@hushmail.com wurde so im Klartext für die Ermittler zugänglich. Noch schlimmer: Hushmail gab auch IP-Logs an die Ermittler weiter, mit denen über die Provider anschließend die Identität der Postfachinhaber aufgeklärt werden konnte. Ein Anbieter wie Hushmail sollte diese eigentlich nicht lange speichern, bzw. dürfte sie dem eigenen Anspruch nach nicht einmal aufzeichnen.
Und wenn man schon beim Aufdecken von Identitäten ist: Bakersfield.com veröffentlichte die PDFs zum Ermittlungsverfahren und hielt es nach all der erschnüffelten Information nicht mehr für nötig, Realnamen, Adressen oder Telefonnummern zu schwärzen. Aber darauf kommt es nun vermutlich auch nicht mehr wirklich an.
So gilt weiterhin: Sichere Verschlüsselung findet auf dem heimischen Rechner statt: mit einer PGP/GPG-Lösung, die als Open Source verfügbar ist. Allen anderen Methoden sollte man misstrauen.
News Redaktion am Donnerstag, 08.11.2007 14:13 Uhr
bei sensiblen daten (also eigentlich immer) erstellt man einen kleinen truecrypt container, packt da alles rein und verschickt das per anhang und gut is:D ...
Willkommen im Board. Anleitungen zu Thema X findet man, indem man bei Google zB "PGP Anleitung" eingibt. Jaja, der Wald und die Bäume... ;) Such Dir einfach mal eine raus, die Dir passend erscheint. Du kannst es auch mit [URL="http://board.g ...
Ich bin auf der Suche nach so einem Dienst finde aber keinen gescheiten.... Wo gibts den ein EINFACHES tutorial für PGP? ...
Hm schon unfassbar das Ganze. Da überlegt man sich doch glatt langsam komplett auf Open Source Lösungen zu setzen. :confused: Wer sagt mir dass nicht Utimaco und Konsorten für so einem Fall ähnlich reagieren und etwas eingebaut haben? Gut, die haben ein Image zu verlieren, aber wissen kann man es ...
Als Hushmailuser muss ich mich jetzt mal aeussern 1.) Ob die verwendete Software eines Webmailers Opensource ist oder nicht hat mit der Petzerei nichts zu tun. Wenn auf einer Seite zB. Squirrelmail verwendet wird oder es so ausschaut hat man keine Garantie, dass nicht durch eine richterliche Verfu ...
Heutzutage ist die Internettelefonie neben Fest- und Mobilnetztelefonie immer gefragter. Per Internet zu kommunizieren ist nicht nur komfortabler und billiger, man ist zudem unabhängig von Tarifen, welche nur eine bestimmte Gesprächszeit günstig ermöglichen. Also wieso nicht auch Internet-Telefonie nutzen?
Lars Sobiraj am 14.05.2013, 13:52 Uhr
Der Petitionsausschuss des Deutschen Bundestags steht seit vielen Jahren den Bürgern und Gruppen für ihre Anliegen offen. Wir haben uns kürzlich mit einem der 80 Mitarbeiter des Hauses unterhalten. Da seit der Gründung nur sehr wenige Gesetzesänderungen durch Petitionen entstanden sind, wollen wir den Sinn dieser Institution hinterfragen. Dies ist vorerst der letzte Teil unserer Interview-Serie.
Lars Sobiraj am 12.05.2013, 12:51 Uhr
Wie ein 73-jährige Japaner beweist, kann man das am häufigsten benutzte Tabellenkalkulationsprogramm Microsoft Excel nicht nur für reguläre Berechnungen einsetzen. Tatsuo Horiuchi erstellt ausnahmslos seine traditionellen Gemälde mit Hilfe dieses Programms. Er arbeitet bereits seit 10 Jahren mit der Software und stellt seine Bilder in diversen Ausstellungen vor.