
Der Jubel bei den Rechteinhabern angesichts des Gesetzesvorschlags ist natürlich groß: gelobt wird die "klare Wortwahl" und die eindeutige Verurteilung des P2P-Tauschs an den Unis wie auch die konkreten Strafandrohungen - fast 100 Milliarden öffentlicher Mittel stehen für die Unis schließlich auf dem Spiel.
Bei näherer Betrachtung wird jedoch einmal mehr nicht so heiß gegessen wie gekocht. Denn die "Richtlinien und Verfahrensweisen in Bezug auf illegalen Download und Verbreitung von unter Copyright stehendem Material" müssen durch die Unis veröffentlicht werden, weiter müssen "Pläne entwickelt werden, wie legale Alternativen zum P2P-Tausch angeboten werden sowie technische Möglichkeiten zum Unterbinden illegalen Tauschs entwickelt werden können", das ganze in "praktikablem Umfang".
Damit dürfte der Wortlaut des Gesetzes erfüllt sein, wenn die Unis Aushänge anfertigen, in denen illegale Downloads untersagt werden und darüber hinaus beispielsweise typische P2P-Ports gesperrt werden. Faktisch wird das am Verhalten der Studierenden nichts ändern.
Und auch die "legalen Alternativen" müssen nicht obligatorisch sein - auch wenn vermutlich im Zuge der Regelung ein paar weitere Unis das Napster-Zwangsabo einführen (und die Kosten auf die Studiengebühren aufschlagen) werden.
Insofern dürfte sich die Aufregungen auf den Unis in Grenzen halten. Besorgniserregender ist jedoch, dass einmal mehr gesetzliche Regelungen für Provider - denn solche sind die Universitäten für ihre Angehörigen - zur Anwendung kommen, die Zwangsabomodelle und Sperr- und Filtertechnologien fördern sollen. Denn die Unis können zwar über die öffentlichen Mittel leichter gefügig gemacht werden, aber dass sich die Drohgebärden im Dienste der Rechteverwerter nur auf sie beschränken sollen, ist unwahrscheinlich.
News Redaktion am Montag, 12.11.2007 16:19 Uhr
genau... Napster abo für alle US Bürger. Das ist dann ne Kulturflatrate ber Gesetz... Aber sowas ist ja ach so schädlich. ...
Und wahrscheinlich kommt wieder einmal die eine oder andere Uni auf die Idee, P2P tatsächlich zu blocken... Aja? Viel Spaß, beim Versuch P2P bei Studenten zu blocken:p hält vllt 30 minuten?:T ...
alternativen? oh ja, z.B. FTPs ...
Also es kann ja nun wirklich jeder über seine eigene Leitung downloaden. An vielen Unis ist das sowieso verboten um die Uni Server nicht zu belasten. ...
Erster :T Und wahrscheinlich kommt wieder einmal die eine oder andere Uni auf die Idee, P2P tatsächlich zu blocken... ...
Julian Wolf am 27.05.2012, 21:08 Uhr
Die amerikanische Fluglinie „American Airlines“ muss sich aktuell gegen Vorwürfe wehren, das Unternehmen benachteilige Kunden mit bestimmten moralischen Ansichten. Weil eine Passagierin auf ihrem T-Shirt den Spruch „If I wanted the government in my womb, I’d f*ck a senator“ trug, konnte sie nicht an Bord ihres Anschlussfliegers.
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