
Enthalten in den geleakten Daten waren laut Mutterunternehmen Artist Direct
"...Personaldaten, Kundendaten und Preislisten, sowie weitere sensible Informationen. ... Eine interne Untersuchung des Vorfalls dauert an, hat aber bereits zu zahlreichen Änderungen und Verbesserungen in den internen Prozessen sowie der Online-Security von MediaDefender geführt. Das Unternehmen geht davon aus, dass dieses Datenleck keine Auswirkungen auf die Finanzverwaltung oder Berichtssysteme von MediaDefender hat."
Wohl aber auf den Geldbeutel. Ein sensibles Geschäft wie die Verfolgung der eigenen Kunden verträgt nicht viel Öffentlichkeit, und die gebeutelten Medienunternehmen sind an peinlicher Presse alles andere als interessiert. Insofern wundert es nicht, dass Mediadefender nun in die Tasche greifen muss, wenn sie ihre Kunden bei der Stange halten will.
"Als Ergebnis hat MediaDefender annähernd 600.000 Dollar an Vergünstigungen für seine Kunden eingeräumt, was mit den Einkünften der drei Monate bis einschließlich September 2007 verrechnet wurde. ... Weiter wurden 225.000 Dollar für Rechts- und Beratungskosten sowie andere direkte Kosten durch den Datenverlust verbucht."
Wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen - wenngleich der Betrag angesichts der Summen, mit denen Artist Direct jongliert, gleichwohl Portokassencharakter hat. Allein für den Aufkauf von MediaDefender erhielten die Aktionäre des Piraterie-Verfolgers 42,5 Millionen Dollar Cash - unter gewissen Einschränkungen und Rückhaltungen im Kaufvertrag. MediaDefender wird sich noch ein paar Datenpannen leisten können.
(via)
News Redaktion am Mittwoch, 21.11.2007 14:45 Uhr
http://www.mediadefender-defenders.com/msg00186.html Marketing Intelligence? will man die E-Mails von p2p-Benutzern verhökern? :D ...
Mal ehrlich: Ob die Firma, die die Filesharer jagt, das Geld hat...oder ob es die Unternehmen haben, die die Filesharer jagen lassen, macht für mich keinen wirklichen Unterschied. In jedem Fall besitzen es die falschen Leute. ...
Ich weiß nicht wie es euch geht. Ich werte dasals gute Nachricht. Schadenfreude . ...
Mitte September leckten um die 6.000 vertrauliche Emails der P2P-Ermittler MediaDefender ins Netz. Takedown-Forderungen unter anderem an Google waren nutzlos, zahlreiche vertrauliche Informationen des Unternehmens und seiner Klienten aus der Medienindustrie machten die Runde im Netz. Das kommt Me ...
Lars Sobiraj am 20.05.2012, 16:54 Uhr
Im US-amerikanischen iTunes Store wurden statt dem Begriff "Jailbreak" lediglich Sternchen zwischen dem Anfangs- und Endbuchstaben angezeigt. Davon waren letztlich alle Kategorien betroffen. So wurden neben Apps auch Klingeltöne, Podcasts, Musikstücke, ganze Alben und eBooks zensiert angezeigt. Laut den Untersuchungen von Shoutpedia waren mehrere Monate lang 95% aller Begriffe davon betroffen.
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