
Damit muss sich die Business Software Alliance fragen lassen, ob es ihr weniger um Bekämpfung der "Piraterie" geht, denn um das Betreiben eines lukrativen Geschäftsmodells. Im fünfstelligen Bereich liegen im Schnitt die Zahlungen, die anfallen, nachdem der Gebrauch unlizensierter Software in einem Unternehmen aufgedeckt wurde.
81% ihrer Einnahmen erzielt die BSA aus den anschließenden Zahlungen, nur 13% stammen aus Mitgliedsbeiträgen. Und die Vermutung liegt nahe, dass die BSA besonders gezielt in westlichen Industrieländern mit niedriger Pirateriequote nach Lizenzverstößen sucht, da dort die zahlungskräftigeren Opfer sitzen. 13 Millionen nahm die BSA auf diesem Weg im vergangenen Jahr alleine in Nordamerika ein.
Dazu passt, dass der Verband in den letzten Jahren in genau diesen Ländern mit mehrfach angehobenen Prämien für Denunzianten Angestellte dazu ködert, ihre Chefs zu verpfeifen, sollten sie auf unlizensierte Softwareinstallationen stoßen. Bis zu einer Million Dollar ist in den USA dazu ausgelobt worden.
Summen, die zwar publikumswirksam verkündet werden, aber praktisch nie gezahlt werden - die Ausschüttungen an die Petzen sind in der Regel um Größenordnungen niedriger. Und folgerichtig spart sich die BSA an dieser Stelle einiges an Geldern ein, welche an anderer Stelle lieber ausgegeben werden: praktisch die Hälfte des Budgets der BSA geht an ihre Anwälte. Immerhin noch 16% in die Werbung.
Aber erlauben kann man sich das ja offenbar - die KMU zahlen brav ihre Strafen, die Big Player fasst man kaum an, die könnten sich schließlich ein Verfahren leisten oder - Gott bewahre - auf andere Softwareplattformen wechseln, und in den Ländern mit nennenswerten Pirateriequoten ist kein Geld zu holen. Weshalb beispielsweise in China lieber die Regierung dazu aufgefordert wird, gegen Piraterie vorzugehen. So spart man teure Prämien für Denunzianten, die mangels nennenswerter Strafzahlungen die Rechtsabteilung vermutlich eh nicht gegenfinanzieren könnten.
News Redaktion am Dienstag, 27.11.2007 12:25 Uhr
das hab ich mit keinem wort bestritten, ok zählen wir mal unternehmen auf die auf "angst" setzen oder hoffen das nicht geprüft wird t-com abmahnanwälte zum teil fallen mir spontan ein, es gibt da 100 mehr wollte ich auch nicht aussagen. ist etwas mehrdeutig geschrieben, mis ...
... und dennoch verwerflich:dozey: das hab ich mit keinem wort bestritten, ok zählen wir mal unternehmen auf die auf "angst" setzen oder hoffen das nicht geprüft wird t-com abmahnanwälte zum teil fallen mir spontan ein, es gibt da 100 mehr ...
... und dennoch verwerflich:dozey: ...
nichts neues... ...
Neunzig Prozent der Schadenersatzzahlungen, die von der BSA jährlich eingenommen werden, stammen von kleinen und mittelständischen Unternehmen. Der Softwareverband bezieht über achtzig Prozent seiner Einnahmen aus diesen Entschädigungen. Die betroffenen Unternehmen können es sich in der Rege ...
Lars Sobiraj am 20.05.2012, 16:54 Uhr
Im US-amerikanischen iTunes Store wurden statt dem Begriff "Jailbreak" lediglich Sternchen zwischen dem Anfangs- und Endbuchstaben angezeigt. Davon waren letztlich alle Kategorien betroffen. So wurden neben Apps auch Klingeltöne, Podcasts, Musikstücke, ganze Alben und eBooks zensiert angezeigt. Laut den Untersuchungen von Shoutpedia waren mehrere Monate lang 95% aller Begriffe davon betroffen.
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