
Schließlich ist die Trennung zwischen Innen- und Außenpolitik seit neuestem überholt, und angesichts des "Kriegs gegen Terror" findet der Krieg offenbar weltweit statt. Als Zivilist sollte man sich entsprechende Gedanken machen, wie man mit der neuen Gefährdungslage umgehen soll. Und nachdem in Polen und Kanada die ersten Todesopfer nach Taser-Einsätzen zu beklagen sind, kommt das Patent auf Taser-Schutzkleidung offenbar zum richtigen Moment.
Oder zum falschen - wenn man davon ausgeht, dass mittels des Patents eine Marktmonopolstellung mit entsprechender Preisgestaltung entstehen könnte. Immerhin: alleine die Tatsache, dass ein Unternehmen davon ausgeht, mit der entsprechenden Technologie in Bälde Geld zu verdienen, sollte zu denken geben.
2005 wurde das Patent eingereicht und nun zugelassen. Eine dreischichtige Schutzhülle - die mittlere leitend, um den Taser kurzzuschließen, die untere aus Kevlar oder ähnlichem Material, um ein Durchdringen des Tasers zu verhindern - sorgt für den Schutz des Trägers.
Das alles hört sich nach Technik an, die nicht allzu schwer nachzubauen sein sollte. Zwar droht in Deutschland nach wie vor Einkesseln und Knüppel aus dem Sack, will man gegen diverse Misstände protestieren, aber dass Technologie, die bisher Polizei und Militär vorenthalten war, nun allmählich in Bürgerhand gelangt, scheint ein Trend zu werden, welcher Potential für die Zukunft birgt.
"Wenn wir beobachtet werden, dann beobachten wir zurück", war ein Motto auf dem CCC-Camp diesen Sommer, auf dem zum ersten Mal für Privatpersonen erschwingliche Drohnen vorgestellt werden. Aktionen wie uberwach.de nehmen die Verbindungsdatenspeicherung vorweg und zeigen anschaulich, was in Regierungsbehörden so alles angesurft wird. Vom Nerdlobbyismus über den zivilen Ungehorsam bis zur Aneignung von Technologie stehen Möglichkeiten offen. Und trotz aller Aufrüsterei der Staaten gegen ihre Bürger: das Entwickeln von Technologie für jedermann bzw. -frau, die den staatlichen Maßnahmen entgegenwirkt, kann ein durchaus kreativer und lustvoller Prozess sein.
News Redaktion am Montag, 03.12.2007 17:53 Uhr
Lt. UNO ist der Taser eine Folter; aber wen interessiert das im Kampf gegen den Terrorismus. :mad: ...
wenn man sich das mal so ansieht, wird einem kotzübel. es gibt ja leute die sagen, es tut im grunde zwar sehr weh aber nicht übermäßig und nach dem tasern würde es einem in kürzester zeit wieder besser gehen. jeder polizist, der solch eine waffe bedienen will, sollte sich selbst damit abschie ...
Ich sehe ein verdammt großes Problem darin, dass die Polizisten, die mit diesen Teilen bewaffnet sind, sich nicht im geringsten im Klaren darüber sind, was solche Elektroschocks bewirken. Anders ist es nicht zu erklären, dass man einen potentiellen Unruhestifter "tasert", ihm dann sagt, er solle ...
Ja, die Senkung der Hemmschwelle ist das eigentliche Problem. Betäubungsmunition würde allerdings eher weniger funktionieren, bzw jeder Anästhesist würde die Hände überm Kopf zusammenschlagen. Das Problem bei solchen Sachen ist halt immer die Dosierung. Packst du genug BTM rein um im Notfall ...
Aber was ich überhauptnicht verstehe wenn man es braucht um gefährliche Menschen schnell ruhigzustellen was würde gegen diverse Betäubungsmunition etc. sprechen, es gibt sicher genug mittel die sogut wie sofort wirken und die Todeszahlen würden vermutlich gegen 0 gehen, aber das wäre dann wohl ...
Lars Sobiraj am 04.02.2012, 11:32 Uhr
Während Die Linke zur Teilnahme an einem europaweiten Aktionstag gegen ACTA aufruft und Justizministerin Leutheusser-Schnarrenberger die Kritik am internationalen Handelsabkommen zurückweist, führte der Jurist Jens Ferner eine ausführliche Analyse jedes einzelnen Artikels durch. Wir fragten ihn, wie gefährlich ACTA tatsächlich ist. In welchem Rahmen bedroht dieses Abkommen unser aller Freiheit?
Lars Sobiraj am 08.02.2012, 12:51 Uhr
Im Rhein-Neckar-Kreis wurde ein simpler Diebstahl mit Hilfe einer DNA-Analyse aufgeklärt. Der 44-jährige Verdächtige trank ein Bier in einem Eiscafé, bevor er die Brieftasche eines Fremden stahl. Weil seine DNA in der Datenbank des Landeskriminalamts vorliegt, konnte ihn die Polizei anhand seiner DNA-Spuren am Bierglas als Schuldigen ausmachen.
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