Teilen kann sich die humanoide Spezies bekanntlich noch nicht. Was allerdings von Vorteil wäre, läuft doch jedes Jahr aufs Neue in Berlin zur exakt gleichen Zeit der Chaos Communication Congress. Mit einer starken Überschneidung der Besucher ist aber ehrlich gesagt nicht zu rechnen. Haecksen und Hacker zieht's kurz vor der Jahreswende in den Osten, Demoszenefreaks in den Süden der Republik. 130 Personen aus ganz Europa haben ihr Kommen auf der Website bis dato angekündigt, zahlreiche weitere werden Ende Dezember ohne jede Voranmeldung dazu stoßen. Abertausende Besucher oder gigantisch hohe Preisgelder wie auf manchen skandinavischen Veranstaltungen erwartet keiner der Gäste. Dafür stellen sich die Reisenden mit Recht darauf ein, dass sie ihren Platz nicht mit unzähligen Gamern teilen müssen. Sie kommen erneut zwischen dem 27. und 29. Dezember nach Karlsruhe-Durlach, um unter sich zu sein.
Man möchte die wenigen Tage zwischen Weihnachten und Sylvester in einer gepflegten Runde zelebrieren, verbringt man die Zeit schon nicht im Kreis der Familie.
Man gibt sich offen für Anfragen von Interessierten und Neulingen und verschlossen gegenüber Zockern und Warez-Leechern. Wer seine Tastatur mit einem Egoshooter quälen oder seine Festplatte mit Stuff füllen will, kann sich getrost die Anfahrt sparen. Dem Rest kann man versuchen, die Mühen der Anreise schmackhaft zumachen - ist die tUM doch schon seit Langem für ihre angenehme, chillige Atmosphäre bekannt. Die Macher bemühen sich jedes Jahr erneut um spannende Lifegigs, auch wenn das Budget nach oben hin alles andere als offen ist. Für 2007 wurde passenderweise das Motto "For a fistful of pixels" ausgegeben. Wer sich an Intros und Demos erfreuen kann, die man dem Innenleben uralter Retrocomputer entlockte, der sollte Ende Dezember höchstpersönlich prüfen, ob die selbst gewählte Bezeichnung ultimate auch wirklich gerechtfertigt ist. Wir haben mit D.Fox, mbb und benJam vom Orgateam über die neunte Edition ihrer Veranstaltung gesprochen.
tUM 2006: Pizza - real food for real Sceners.
Lars 'Ghandy' Sobiraj: Ihr habt in der Vergangenheit in euren Wettbewerben alte Retrocomputer wie den C64, Amiga, Atari, ZX Spectrum etc. sehr intensiv unterstützt. Bleibt die Aufteilung in der alten Form erhalten? Seid ihr in diesem Bereich selbst aktiv oder wie kam es dazu?
tUM: Aufgrund der positiven Resonanz der letzten beiden Jahre, haben wir uns entschlossen, auch diese Jahr wieder alle möglichen Systeme zuzulassen.
Die Wurzeln von tUM und deren Mainorgas liegen beim Commodore 64 und dem Amiga - daher haben wir natürlich eine Affinität zu "alten" Computern. Da viele unserer Besucher immer noch mit Oldskool-Hardware arbeiten, versuchen wir, dies auf tUM besonders zu unterstützen.
Lars 'Ghandy' Sobiraj: Was ist an Specials wie Konzerten oder neuen Wettbewerben für dieses Jahr geplant?
tUM: Wir haben, wie jedes Jahr, ein interessantes Thema und dazu passende Fun-Competitions, über die wir jetzt natürlich noch nichts verraten wollen ;) Des weiteren wird es Live-Musik von namenhaften Demoscenern geben.
In den vergangenen Jahren haben wir versucht, sehr viele neue Ideen in den Competitions umzusetzen und haben damit sehr gute Erfahrungen gemacht. Für dieses Jahr ist bislang nichts Neues geplant, da wir mit der derzeitigen Auswahl zufrieden sind.
Lars 'Ghandy' Sobiraj: Wie steht ihr zu der Aussage, die Zahl der aktiven Demoszener nimmt langsam aber stetig ab, das Durchschnittsalter der Leute gleichzeitig zu. Könntet ihr das unterschreiben oder, bezogen auf eure Besucher, welche Erfahrungen habt ihr damit?
tUM: Diese These ist fast genau so alt wie die Aussage "Die Szene ist tot" ;)
Natürlich werden wir alle älter, allerdings ist auch nicht zu vergessen, dass es immer wieder neue Leute in die Szene finden. Wir finden, dass man, anstatt sich über solche Sachen Gedanken zu machen, lieber mal seinen Arsch bewegen und dabei mithelfen soll, damit dieser Zustand nicht wirklich eintritt ;)
Was Besucherzahlen angeht, wird jeder Partyorganizer bestätigen, dass es mal gute und mal schlechte Jahre gibt - ein bewertbarer Trend ist dabei allerdings nicht zu erkennen.
Lars 'Ghandy' Sobiraj: Wenn jemand heute eine neue Party aus dem Boden stampfen würde, was würdet ihr ihm empfehlen? Was braucht ein Event, um dauerhaft erfolgreich zu sein?
tUM: Als Veranstalter sollte man versuchen, sich in die Lage des Besuchers zu versetzen und sich dabei immer wieder zu fragen, ob man denn selbst Lust hätte auf die eigene Party zu kommen.
Wir sagen allerdings: Bier, Mädels und den Metalvotze Kalender, gute Nerven, viel Kaffee, Gaffa und PartyMeister. ;)
In diesem Sinne wünschen wir euch auch dieses Jahr wieder viel Spaß und erhoffen uns von euren Gästen im Gegenzug jede Menge gut gemachte digitale Kunst. Schön wäre es auch, könnte man sowohl dem Event in Berlin als auch dem in Karlsruhe beiwohnen. Aber überall gleichezitig sein ist schlichtweg unmöglich - entweder Demoszene oder Datenschutz. Wie schade.
News Redaktion am Montag, 10.12.2007 14:33 Uhr
Heutzutage ist die Internettelefonie neben Fest- und Mobilnetztelefonie immer gefragter. Per Internet zu kommunizieren ist nicht nur komfortabler und billiger, man ist zudem unabhängig von Tarifen, welche nur eine bestimmte Gesprächszeit günstig ermöglichen. Also wieso nicht auch Internet-Telefonie nutzen?
Lars Sobiraj am 14.05.2013, 13:52 Uhr
Der Petitionsausschuss des Deutschen Bundestags steht seit vielen Jahren den Bürgern und Gruppen für ihre Anliegen offen. Wir haben uns kürzlich mit einem der 80 Mitarbeiter des Hauses unterhalten. Da seit der Gründung nur sehr wenige Gesetzesänderungen durch Petitionen entstanden sind, wollen wir den Sinn dieser Institution hinterfragen. Dies ist vorerst der letzte Teil unserer Interview-Serie.
Lars Sobiraj am 12.05.2013, 12:51 Uhr
Wie ein 73-jährige Japaner beweist, kann man das am häufigsten benutzte Tabellenkalkulationsprogramm Microsoft Excel nicht nur für reguläre Berechnungen einsetzen. Tatsuo Horiuchi erstellt ausnahmslos seine traditionellen Gemälde mit Hilfe dieses Programms. Er arbeitet bereits seit 10 Jahren mit der Software und stellt seine Bilder in diversen Ausstellungen vor.