
Der Manager von Radiohead Bruce Edge sprach davon, dass die Gruppe moralisch gesehen die Rechte an ihren Alben besitzen würde. Es wäre ihnen nicht um eine umfangreiche Bezahlung im Voraus gegangen. EMI wollte aber auf die zukünftigen Einnahmen von "OK Computer" und anderen Werken der Gruppe nicht verzichten. Nach britischem Recht behält EMI das Copyright für insgesamt fünfzig Jahre. Bruce Edge weiter:
"Wir konnten nicht weiter mit EMI zusammenarbeiten, weil Guy Hands es unwiderruflich ablehnte, mit uns in einer sinnvollen Art und Weise über unsere Forderungen zu sprechen. Wir haben 25 Millionen Platten verkauft und besitzen die moralischen Rechte an den sechs Alben. Es sollte zur Sprache kommen, wie diese ausgenutzt wurden. Es ging uns nicht um eine große Vorauszahlung oder garantierte Ausgaben für das Marketing. Aber unsere Diskussionen ist so weit nicht gekommen."
Auch ließ der Manager verlautbaren, dass noch andere bekannte Künstler in Erwägung ziehen würden, von der EMI abzuspringen. Den Tantiemen der Künstler werden laut der Times auch bei online verkauften Musiktitel Kosten für die Verpackung abgezogen. Laut Bruce Edge würden sich einige Interpreten sehr über den schwer nachvollziehbaren Abzug ihrer Einkünfte ärgern. Der frühere Vertrag sah auch keine Vergünstigungen für online verkaufte Titel vor. "Es ist keine Überraschung, wenn Künstler ihre Arme gen Himmel werfen", kommentiert der Manager von Radiohead die Situation. Anlässlich des Hypes um das im Web vermarktete Album "In Rainbows" verschickte EMI Briefe an ihre unter Vertrag stehenden Interpreten und Gruppen wie Robbie Williams, Kylie Minogue, Coldplay und die Gorillaz. Man betonte im Anschreiben die Wertschätzung der Zusammenarbeit zwischen den Künstlern und den global agierenden Mitarbeitern des Unternehmens. Das primäre Ziel des Schriftwechsels war es aber, die kontaktierten Künstler beruhigen.
Thom Yorke & Co. gehen nächstes Jahr in ihrem Heimatland auf Tour, umgerechnet satte 58 Euro soll der Eintritt pro Person kosten. Selbst die Tickets für ein Konzert von The Artist Formerly Known As Prince in einer riesigen Arena in London waren günstiger.
Der Manager hält den Eintritt für gerechtfertigt. Radiohead würde nicht auf Tour gehen und Geld dabei verlieren wollen. Vergleichbare Künstler würden ähnlich viel für ihre Konzerte verlangen, Qualität habe eben ihren Preis.
News Redaktion am Freitag, 28.12.2007 21:49 Uhr
Ich habe mir heute zum ersten mal seit Jahren wieder ein Album gekauft und zwar „In Rainbows“ von Radiohead. Ich finde solche Aktionen gehören einfach unterstützt und ich würde mir wünschen, dass es mehr Bands, die sich wie Radiohead oder Nine Inch Nails gegen die Plattenindustrie und ihre K ...
58 Euro sind heftig. Aber hey, das ist die beste Band der Welt :D Und wieviel verlangen Joe Cocker, Madonnna, Tina Turner, die Rolling Stones, U2? Das Dreifache. Ist ja ein allgemeiner Trend: Über die Plattenverkäufe verdient man ja nicht mehr sooo viel (aber immer noch mehr als genug, nech?) ...
Die teuren Karten zeigen dass die online Vermarktung von dem Album doch nicht so toll war wie von vielen Ideologisten behauptet wurde. Wer möchte denn schon für einen Download Geld bezahlen, erst recht wenn er sich aussuchen darf wieviel? Die meisten Internetuser sind eben "alles-gratis-haben-woll ...
Allmählich sickern die Gerüchte durch, warum die britische Rockgruppe Radiohead im Herbst dieses Jahres ihre ehemalige Plattenfirma EMI verlassen hat. The Times berichtet, der neue Geschäftsführer des Unternehmens, Guy Hands, hätte es abgelehnt den Gruppenmitgliedern nachträglich das Urhebe ...
Lars Sobiraj am 20.05.2012, 16:54 Uhr
Im US-amerikanischen iTunes Store wurden statt dem Begriff "Jailbreak" lediglich Sternchen zwischen dem Anfangs- und Endbuchstaben angezeigt. Davon waren letztlich alle Kategorien betroffen. So wurden neben Apps auch Klingeltöne, Podcasts, Musikstücke, ganze Alben und eBooks zensiert angezeigt. Laut den Untersuchungen von Shoutpedia waren mehrere Monate lang 95% aller Begriffe davon betroffen.
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