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Trent Reznor enttäuscht: 81,7% wollen das aktuelle Album von Saul Williams für lau haben

Nine Inch Nails Frontmann Trent Reznor ist nicht nur Musiker, er ist in der Vergangenheit auch als Produzent aufgetreten. So auch im Auftrag des New Yorker Rappers und Hip-Hop-Sängers Saul Williams. Sein aktuelles Album 'The Inevitable Rise and Liberation of NiggyTardust!' wurde im November 2007 unter ähnlichen Vorzeichen wie 'In Rainbows' von Radiohead veröffentlicht. Auch hier ging der Vertrieb unter Ausschluss einer Plattenfirma über die Bühne. Den Fans wurde zur Auswahl gestellt, entweder nichts oder lediglich 5 US-Dollar für das neue Album zu bezahlen. Der NIN-Sänger hat seiner Wut jetzt auf seiner Website Luft gemacht, denn von den über 150.000 Downloadern waren nur 18,3% bereit, auch etwas für die Musik des Rappers zu entrichten.

Das Album kann wahlweise entweder kostenlos als 192Kbps MP3 oder gegen Bezahlung als 320Kbps MP3, beziehungsweise als FLAC-Datei herunter geladen werden. Eine PDF-Datei mit Cover und Lyrics wird beiden Archiven beigelegt. Trent Reznor fühlt sich von den Konsumenten verraten. Musik ist seiner Meinung nach für viele nur dann interessant, wenn sie auch verfügbar ist. An dieser Stelle sieht er den Schwachpunkt der Musikindustrie - wer will schon für etwas bezahlen was er nicht kennt? Im Fall des Albums von Saul Williams können die Zuhörer erst die kostenfreie und klanglich eingeschränkte Version der Stücke downloaden und sich später dazu entscheiden, dem Künstler auch etwas dafür zu bezahlen. Wenn von 154.449 Personen nur 28.322 bereit sind den Musiker finanziell zu unterstützen, empfindet er dies verständlicherweise als entmutigend. Aber ein Hoffnungsschimmer bleibt: Die Downloader von heute sind die potentiellen Konzertgänger und Fanartikelkäufer von morgen.

Techdirt Autor Mike Masnick bittet die Analysten, die Sache nicht so kurzfristig zu begutachten. Er vermisst in Reznor's Rechnung die Berücksichtigung des Faktors, dass die Leute, denen das Album gefallen hat, auch den Namen des Künstlers bekannt machen werden. Auch wenn bei lausigen 5 Dollar so wenig Geld umgesetzt wurde, die Kalkulation sollte man nicht auf zu kurze Sicht ausrichten.

News Redaktion am Samstag, 05.01.2008 12:03 Uhr

tagsTags: rap radiohead in rainbows nine inch nails trent reznor hiphop saul williams

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54 Reaktionen zu dieser Nachricht
  • gumil0190 am 13.01.2008 23:36:23

    Naturgemäß sind die Kundschaft dieser Musikrichtung Leute, die kein Geld haben. Die können eh nichts zahlen. Und die anderen mit Geld und noch ein bisschen Resthirn haben erkannt, dass das keine Musik ist, ergo auch dafür nichts bezahlt werden muss. Wer dafür bezahlt, ist mei ...

  • am 08.01.2008 16:07:46

    da der kostenlose download in verminderter qualität vorliegt fällt die argumentation, die leute würden sich nur das kostenlose runterladen um das zu hören wohl aus oder? freiwillig ~64kbit? nein danke ^^ das stimmt nicht!:confused: If you choose no ...

  • nils am 08.01.2008 10:37:01

    hm, hab nur die ersten kommentare gelesen: findet ihr nicht, dass das völlig logisch ist? 100 leute ziehen sich das album in low-quality und gucken obs ihnen gefällt. und NUR 18 davon sagen, ja das gefällt mir und ich zahle dafür. was ist daran bitte komisch? dass nicht jeder den kram mag geht ...

  • Sonnentier am 07.01.2008 18:43:20

    man könnte doch einfach mal folgende botschaft ausstrahlen: "Danke, dass sie diesen Film finanziell unterstützt haben" oder so ähnlich Würde ich auch gut finden, die Kampagne ist doch ein Witz, sie beschuldigen große Teile ihrer Zuschauerschaft und erlegen dem Rest Regeln ...

  • am 07.01.2008 18:27:48

    Dieses ganze Download für Lau und bezahlen auf freiwilliger Basis System ist doch Quatsch. Wenn Ich zu meinen Kunden sage, du kannst mir einen Stundensatz von 70EUR zahlen - oder auch nicht - wird sich die Mehrheit wohl dafür eintscheiden die Leistung für Lau zu nehmen und ich ...

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