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Media Surveillance: Mit zuviel bzw. zuwenig Nullen gegen Raubkopierer

"Jedes Jahr entstehen durch Raubkopien Schäden von über 10 Mrd. Euro!" betiteln die Kopierer-Fahnder von Media Surveillance ihre Pressemitteilung, in der zwar zahlreiche Nullen vorkommen, aber gelegentlich auch knapp werden: Als "ernstzunehmender Gegner der Raubkopierer-Szene" positioniert man sich, mit der Gleichsetzung der 190 Gigabit-Anbindung Rapidshares mit "19.000 DSL-1000 Anschlüssen" zerstört man indessen schnell den, nun ja, mittleren Eindruck.

Seit "einem Jahr" gebe es eine "rapide steigende Anzahl an One-Click-Hoster-Diensten", so die Piraterieexperten, die weiter Expertise versprühen mit den Worten, der "größte Anbieter" verfüge über eine 190 Gigabit/sec-Anbindung, "dies entspricht einer Bandbreite von 19.000 DSL-1000 Anschlüssen." Faktor 10 daneben mag noch nah dran sein, nah dran gilt bekanntermaßen aber nur beim Einsatz thermonuklearer Waffen.

Ebenfalls erfreulich zu lesen ist, wie Media Surveillance die Tätigkeit der Konkurrenz beschreibt:

"Die GEMA sowie die RIAA haben bereits mehrfach versucht gegen die Dienstanbieter vorzugehen, jedoch ohne großen Erfolg. ... Es gibt nur sehr wenige Firmen auf die betroffene Unternehmen zurückgreifen können. Die bekanntesten Anbieter sind durch meist fragwürdige Methoden bereits in der Presse negativ aufgefallen."

Hingegen verspricht Media Surveillance, als "einzigster (sic!) Anti-Piracy Anbieter Lösungen gegen alle momentan aktuellen Verbreitungsformen" anzubieten. Mit Rechenzentren in Europa und den USA sowie einem "erfahrenen Experten-Team" will das Unternehmen "als ernstzunehmender Gegner der Raubkopierer-Szene" punkten, schafft es aber, wie gesagt, nur so mittel.

Wobei man ja das Marketinggeklingel aus den Pressezentren diverser Unternehmen durchaus kritischer Betrachtung unterziehen und mit den tatsächlichen Leistungen vergleichen sollte. Faktisch fällt das im Fall von Media Surveillance jedoch etwas schwer, denn in Bezug auf die Technik schweigt man sich vornehm aus:

"Aus Diskretionsgründen gibt Media Surveillance keine Informationen zum Kundenstamm sowie der genauen Vorgehensweise preis."

Weiter informieren kann man sich auf der Seite von Media Surveillance selber. Falls Media Surveillance entsprechend ihrer Impressumsangaben die "Erlaubnis zum Setzen eines Links zu dieser Webseite entzieht", wird an dieser Stelle darauf hingewiesen werden.

News Redaktion am Mittwoch, 16.01.2008 15:20 Uhr

tagsTags: filesharing piraterie gema riaa raubkopie pr media surveillance rapidshare überwachung filehosting tauschbörse

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24 Reaktionen zu dieser Nachricht
  • das_ubersoldat am 07.03.2008 14:43:08

    LOL das scheint ja nicht mal ne firma zu sein. im impressum ist nur eine einzelne person angegeben. bestimmt ein riesiger laden. ...

  • am 19.01.2008 10:39:50

    Der Link zum Impressum in den News ist falsch. Bei denen schreibt man imprint mit zwei "i". :D http://mediasurveillance.com/index.php?page=iimprint ...

  • am 19.01.2008 08:04:07

    Kurz: Der Provider weiss, wann du wie viele Daten und woher heruntergeladen hast. Was aber auch falsch ist. Er weiß nicht wann du Dateien geladen hast, sondern wann dein Anschluss Dateien geladen hat. ...

  • Screemer am 19.01.2008 05:43:20

    wollte nur mal sagen, dass die seit nicht mehr zu erreichen ist. zumindest nicht hier aus den usa. ...

  • Chummer am 17.01.2008 20:28:49

    Wenn filesharing nicht über ein Zentral server geht sondern ein reines p2p ohne zentralen punkt ist und die daten von 1000 andern kommen. Kann doch reihn theoretisch der Provider aber über hauptnichts nachweisen. Was soll er denn nachweisen? Nur, welche IP du zu welchem Zeitpunkt ha ...

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