
Und das Statement kommt nicht etwa von Kritikern der Videoüberwachung, sondern aus kreisen, die dem Schönreden von Überwachungstechnik wenig verdächtig sind: Graeme Gerrard ist Chef der Videoüberwachungs-Abteilung bei der Association of Chief Police Officers ACPO. Und seiner Meinung nach bewirken die Kameras allenfalls an Orten etwas, wo potentielle Verbrecher mit ihrem Vorhandensein rechnen und ihre Aktivitäten entsprechend planen. Beides gilt jedoch nicht bei den Haupttätern, was Vandalismus angeht: denn diese sind in der Regel betrunken.
Autodiebstähle auf videoüberwachten Parkplätzen würden laut Gerrard durch Kameraüberwachung zurückgehen (womit er vermutlich "sich an andere Orte verlagern" meint), im Fall von Vandalismus und asozialem Verhalten sei der Effekt jedoch gleich null.
"Bevor Videoüberwachung Täter abschreckt, müssen sie wissen, dass die Kameras da sind. Und darüber nachdenken, dass ihr Tun möglicherweise Konsequenzen hat."
Und Besoffene sind nun für alles mögliche bekannt, aber nicht für ihre herausragende Fähigkeit, sich rational zu verhalten. Weswegen sie sich auch wenig um Kameras kümmern.
Entsprechend drastisch ist das Zeugnis, das Gerrard der Videoüberwachung ausstellt. In der Regel von den Kommunen gewünscht, werden CCTV-Anlagen installiert und enttäuschen dann regelmäßig die Erwartungen der Bevölkerung, die sich ruhigere und sicherere Straßen erhofft. Der Effekt auf Vandalismus und Trunkenheit in der Öffentlichkeit ist jedoch nicht vorhanden. "Sie (die Kameras) verhindern die meisten Straftaten nicht. Ich denke, sie (die Bürger) sind häufig fehlgeleitet in Bezug auf die tatsächliche Menge an Straftaten, die durch CCTV verhindert werden..."
Woran Gerrards Organisation jedoch nicht ganz unbeteiligt ist: auch die ACPO hat in Stellungnahmen zur Videoüberwachung versprochen, eine "signifikante Verbesserung" der Beweislage bei Straftaten zu erzeugen.
Die Wirklichkeit sieht einmal mehr anders aus. Das wird natürlich die einschlägigen Hardliner nicht daran hindern, weiter das Blaue vom Himmel zu versprechen, wenn Videoüberwachung erst flächendeckend im Einsatz ist. Wie gehabt: geht es um Überwachungstechnik, dann sind Fakten in der öffentlichen Debatte allenfalls störendes Beiwerk.
News Redaktion am Freitag, 18.01.2008 11:59 Uhr
ihr werdet schon sehen! sobald alles flächendeckend überwacht wird, können die verbrecher gar nicht anders als aufzuhören. wenn nötig installieren wir einfach cameras in unseren häusern. also ich bin dafür nur um der law-and-order-fraktion auch mal eine stimm zu geben:confused: di ...
Das Geld fuer die Kameras waere in anderweitige Praevention besser investiert gewesen. Sehe ich auch so. Vorallem wenn man bedenkt, dass auch immer mehr Polizisten wegrationalisiert werden. Man hätte auch ein Teil des Geldes für die Technik lieber in die Schaffung von mehr P ...
Gegen Straßenkriminalität hilft nur der freundliche Schutzmann von nebenan als direkter Ansprechpartner. Ich bin nicht gerade Nostalgisch aber das Wort Schutzman beinhaltet für mich genau die Definition von guter Polizeiarbeit. Menschen für Menschen statt Menschen gegen Menschen ... ...
Das Geld fuer die Kameras waere in anderweitige Praevention besser investiert gewesen. Ich denke da vor allem an Gebiete, die vor allem sozial benachteiligten Personen schon frueh helfen, mehr Krippenplaetze, besser bezahlte Erzieher, Schulen. Es gibt wirklich viele Gebiete in denen das Geld besser ...
Irgendwie klar, dass das nichts bringt mit dem CCTV, aber die Steuergelder müssen ja irgendwo hin. Auch für die Leute, die abgeschreckt werden sollen, ist das vielleicht ein Hindernis, aber das ist ja gerade der Reiz: Die Tat trotz Überwachung ungesehen zu begehen. Btw @v0ize: Sowas muss ...
Lars Sobiraj am 20.05.2012, 16:54 Uhr
Im US-amerikanischen iTunes Store wurden statt dem Begriff "Jailbreak" lediglich Sternchen zwischen dem Anfangs- und Endbuchstaben angezeigt. Davon waren letztlich alle Kategorien betroffen. So wurden neben Apps auch Klingeltöne, Podcasts, Musikstücke, ganze Alben und eBooks zensiert angezeigt. Laut den Untersuchungen von Shoutpedia waren mehrere Monate lang 95% aller Begriffe davon betroffen.
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