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Kindle-Buchlöschung: "Amazon hat meine Hausaufgabe gelöscht!"

Ein 17-Jähriger Schüler musste in den USA seinem Lehrer erklären, dass Amazon seine Hausaufgabe gelöscht hat. Der Junge hatte Notizen zu dem Orwell-Klassiker 1984 in sein Kindle geschrieben, bevor Amazon das Buch von seinem Lesegerät löschte. Nun will er den Konzern verklagen.

Hintergrund dieser Aktion ist ein umstrittener Lizenzirrtum von Amazon. Vor einigen Tagen hatte das Unternehmen feststellen müssen, dass es Kopien von Büchern verkauft hatte, für das es eigentlich keine Rechte besaß. Amazon sah sich daraufhin genötigt, mit Hilfe des hauseigenen Digital Rights Managements (DRM) die Kopien von den Geräten wieder zu löschen. Dafür hatte das Unternehmen sich bei den Kunden entschuldigt und den Kaufpreis zurück erstattet. (gulli:news berichtete).

Im Netz und in den Medien musste Amazon daraufhin harte Kritik einstecken. Es war von Diebstahl die Rede: Amazon klaut ein Buch aus dem Regal und lässt stattdessen etwas Kleingeld da. Eigentlich ist ja kein echter Schaden entstanden, könnte man annehmen. Nicht so jedoch bei Justin Gawronski: Der amerikanische High School-Schüler sollte über den Orwell-Klassiker 1984 eine Hausarbeit schreiben. Hierzu lud er das Buch auf sein Kindle und nutzte die Notizfunktion des Gerätes für seine Hausarbeit. Nach der Löschung des eBooks sind seine Notizen zwar noch vorhanden, der Text dazu jedoch nicht mehr, wodurch die Notizen ins Leere führen. Gawronski hat sich nun einen Anwalt genommen und plant eine Präzedensklage.

Gawronski hatte sich das Kindle gekauft, weil er in diesem Sommer plante, viele Bücher zu lesen. Er wollte demnächst den Advanced Placement-Kurs, ein Leistungskurs für besonders gute Schüler, im Fach Englisch besuchen. "Wenn mir beim Lesen etwas ins Auge fällt, mache ich da eine Notiz", erklärt er gegenüber dem Wall Street Journal. Seit der Roman vor seinen Augen vom Kindle gelöscht wurde, sind die vielen Notizen sinnlos geworden. "Die kann ich nicht mehr gebrauchen." Ihn ärgert es, dass man bei Amazon nicht mehr wisse, ob man etwas besitzt, oder nicht. "Das ist nicht, wie es sein sollte." Das sieht sein Anwalt ähnlich. "Die Leute erwerben doch ein lebenslanges Nutzungsrecht. Man fängt dabei schon an, sich zu fragen, wer alles deine Daten fernsteuern kann." Gawronski verlangt von Amazon nun Schadensersatz.  (Malo)

(via Wall Street Journal & AfterDawn, thx!)

News Redaktion am Freitag, 31.07.2009 22:55 Uhr

tagsTags: klage 1984 kindle orwell lizenz copyright gawronski usa urheberrecht amazon schüler

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33 Reaktionen zu dieser Nachricht
  • Novgorod am 02.08.2009 21:12:21

    @Novo bleib mal bitte enrst... ein Buch über EDGE herunterladen (das ist das schnellste was die Amis an Funk-Datenanbindung bekommen können) dauert ja mehrer Minuten... also wie funktioniert das Teil... das hat glaub ich im amiland ne breitband-funkschnittstelle ähnl ...

  • Willmaster1 am 02.08.2009 00:50:37

    bleib mal bitte enrst... ein Buch über EDGE herunterladen (das ist das schnellste was die Amis an Funk-Datenanbindung bekommen können) dauert ja mehrer Minuten... das kann man so nicht sagen , in den großen städten gibt es weitläufig UMTS und WiMAX ...

  • unimatrix01 am 02.08.2009 00:28:58

    @Novo bleib mal bitte enrst... ein Buch über EDGE herunterladen (das ist das schnellste was die Amis an Funk-Datenanbindung bekommen können) dauert ja mehrer Minuten... also wie funktioniert das Teil... ...

  • Tr1umph am 01.08.2009 23:58:56

    Die Ammis verklagen alles und jeden -.-' ...

  • Novgorod am 01.08.2009 22:50:52

    Aber wie kann Amazon einfach die Inhalte kontrollieren? Das Ding wird ja wohl kaum selbstständig über eine eigene eingebaute Sim-Karte eine DRM-Prüfung vornehmen... doch, genau das ist ist ja das supertolle alleinstellungsmerkmal.. das teil wählt sich selbständig ei ...

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