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U2: ISPs, sperrt Filesharer! Regierungen, setzt das rechtlich durch!

Die Hippies und die ISPs sind schuld, dass Bono und Co. noch weniger Einkünfte haben, die sie am irischen Fiskus vorbeischleusen können. Der Manager der bekannten irischen Steuerflüchtlinge will Provider zum Filtern bzw. Aussperren von Usern zwingen, Regierungen sollen passende Gesetze erlassen, statt die "Diebes-Charta" im Internet zu unterstützen.

"Im Musikbusiness steckt viel Geld, aber es hat aufgehört, bei den Künstlern anzukommen", so U2-Manager Paul McGuinness auf der MIDEM-Konferenz in Frankreich. Womit er möglicherweise recht hat, aber zum einen die falschen "Schuldigen" benennt und darüber hinaus die falschen "Opfer" vertritt. U2 hat große Teile des Bandvermögens ins Ausland verschoben, um in Irland Steuerzahlungen zu vermeiden. Die grüne Insel strich 2006 den Gesamtbetrag des steuerfreien Einkommens um 170.000 Pfund zusammen.

Die selbstherrlichen Steuerflüchtlinge haben indessen noch genügend Geld, um sich beim Finanzmagazin "Forbes" einzukaufen oder Propaganda-Egoshooter aus den USA zu finanzieren, die den Einmarsch in Venezuela propagieren.

Dazu passen natürlich hervorragend die Statements von McGuinness, dass Silicon Valley endlich Abschied nehmen müsse von seinen "Hippie-Werten" und den "wahren Wert von Musik erkennen". Technologie-Unternehmen und Provider müssten stattdessen

"...Verantwortung für den Schutz der Musik übernehmen, die sie verbreiten und weiter ihre enormen Gewinne mit den Contenterstellern und -eigentümern teilen."

Drastische Vergleiche zieht der Manager der Band, die allein 2005 über 110 Millionen Dollar machte, deren über 350 alleine mit der "Vertigo"-Tour, dabei Steuern in Irland elegant umschiffte und nebenher den moralischen Holzhammer schwang, um die Industriestaaten zu mehr Entwicklungshilfe zu nötigen.

"Wenn du eine Zeitschrift machst, die Werbung für geklaute Autos macht, die Kohle für den Kauf gestohlener Autos kassiert und die Lieferung des Diebesgutes unterstützt, dann wäre die Polizei schnell an der Haustür. Das ist dasselbe wie bei einem Provider, nur dass der sagt, nichts dagegen tun zu können."

Da kommen einem natürlich die Tränen. Immerhin, es passiert selten genug, dass die Heuchelei tatsächlich so weit getrieben wird, bis sie wirklich zur Kenntlichkeit entstellt wird. Und dass Reuters dennoch (oder deswegen?) vom "großen Applaus der Musikmanager" zu McGuinness' Statements berichtet, passt natürlich wie die Faust in Bono.

News Redaktion am Dienstag, 29.01.2008 14:46 Uhr

tagsTags: filesharing provider irland u2 bono midem steuerflüchtling

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13 Reaktionen zu dieser Nachricht
  • E4RL am 23.02.2008 22:01:20

    Wer ist Bono? :D :D :D ...

  • strom23 am 23.02.2008 21:32:13

    die Meldung ist wirklich gut, sollte Bono und Co. vllt. doch überlegen, die Mio. ihrer Plattenverkäufe ecom. gleich nach Afrika überweisen. Welcher Mensch kann schon in einer 12Mio$ Villa leben, und dann das Klagelied vom verarmten "Poeten" äh "Musikers" anstimmen. "Im Musikbus ...

  • am 19.02.2008 14:00:29

    "Im Musikbusiness steckt viel Geld, aber es hat aufgehört, bei den Künstlern anzukommen", so U2-Manager Paul McGuinness Technologie-Unternehmen und Provider müssten stattdessen "...Verantwortung für den Schutz der Musik übernehmen, die sie verbreiten und weiter ihre ...

  • pra am 29.01.2008 21:24:34

    @dasBeste00: na ich weiß nicht, was ist wenn dein Provider zufällig Arcor heißt? :D Ich bin ausserdem dafür, dass das berühmteste Zitat von Dieter Nuhr Gesetz wird:T ...

  • dasBeste00 am 29.01.2008 19:04:14

    Die grüne Insel strich 2006 den Gesamtbetrag des steuerfreien Einkommens um 170.000 Pfund zusammen. Wieso Pfund? Irland hat doch den Euro. Also das hättest du ruhig mit 250.000 € übersetzen können... :rolleyes: Oder mit 85.000 KG :D Zum Thema: Ich denke nicht, dass sich die ...

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