
Bei der Software handelt es sich um eine umgeschriebene Version des Webcrawlers XPIDER. Das Programm wurde ursprünglich von der Firma Xlaunch im Auftrag der Deutsche Börse Systems entwickelt. Der Robot sammelt dabei eigenständig Informationen, wertet diese aus und ist aufgrund seiner künstlichen Intelligenz lernfähig. Mithilfe der Software sollen gewerbliche Internet-Händler aufgedeckt werden, die ihre Gewinne nicht versteuern. Findet der Webcrawler einen verdächtigen Anbieter, wird von den Finanzämtern bei den Internetauktionshäusern eine Auskunft eingeholt. Mittlerweile ist man bei eBay dazu übergegangen, vor dem Einsatz der XPIDER zu warnen. Schon vor Jahren schätzte man den Umsatz aller Aktionshäuser auf insgesamt 15 Milliarden Dollar. Kein Wunder, wenn die deutschen Finanzämter die korrekte steuerliche Behandlung von Verkäufen in solchen Dimensionen überprüfen wollen.
Darüber hinaus sollen in einem automatischen Verfahren kommerzielle Webseiten als solche identifiziert werden. Auch hier wird überprüft, ob deren Betreiber in der Vergangenheit ein Gewerbe angemeldet und ihre Umsätze versteuert haben. Aktuelle Erfolgsstatistiken liegen nicht vor. Das Bundesfinanzministerium gab nach einer Anfrage der Tageszeitung FAZ bekannt, dass diese Angelegenheiten in den Zuständigkeitsbereich der Behörden der jeweiligen Länder fallen würden. Laut Wikipedia findet der Xpider (=eXtended Spider) beim Bundesfinanzministerium bereits seit 2003 seine Anwendung.
Im November 2006 stellte der Bundesrechnungshof in einer Drucksache fest, dass es mit XPIDER "trotz mehrjähriger Datenrecherche" nicht gelang, "wirksam Personen zu identifizieren, die den Finanzbehörden Umsätze und Gewinne aus im Internet angebotenen Waren und Dienstleistungen verschwiegen haben". Zwar übermittelte XPIDER offenbar massenhaft Daten, aber die Quote der Fälle, die eine genauere Überprüfung rechtfertigten, lag nur im Promillebereich. Und bei keiner dieser Überprüfungen kam etwas heraus. Die gesammelten Daten waren laut Bundesrechnungshof "nicht schlüssig" und dadurch "nicht nutzbar". (Quelle: Wikipedia) Es ist aber davon auszugehen, dass die entsprechenden Suchroutinen mittlerweile verfeinert wurden.
News Redaktion am Freitag, 08.02.2008 13:06 Uhr
dank dem finanzamt, ziehen sowieso alle firmen ins ausland und keiner traut sich hier mehr ein gewerbe anzumelden, da es in 90% aller fälle in die hose geht, dank der riesigen ausgaben und bürokratenwahnsinn. das schlimmste an dem ganzen ist, dass die richtig großen, die sich es e ...
dank dem finanzamt, ziehen sowieso alle firmen ins ausland und keiner traut sich hier mehr ein gewerbe anzumelden, da es in 90% aller fälle in die hose geht, dank der riesigen ausgaben und bürokratenwahnsinn. das schlimmste an dem ganzen ist, dass die richtig großen, die sich es eigentlich leist ...
Kann ich dir sagen, weil man für so einen Kleingewerbe-Scheiß mit 1000 Euro Umsatz im Monat wieder 2 Leute zum Aufbereiten der Daten braucht, deren Gehalt alleine den Umsatz übertrifft. Und nun stellt sich die Frage was macht der Staat dabei, Gewinn oder Verlust? ...
So meine ich das nicht. Aber viele müssen ein Gewerbe anmelden für den kleinsten Scheiß, warum sollten die Klein-Gewerbe im Netz davon verschont bleiben? ...
Ich finds gut, wenn schon alle zahlen müssen dann auch die Gewerbe im Internet. Jop, biste hier ja im richtigen Board. Wo wir alle brav zahlen :) ...
Lars Sobiraj am 20.05.2012, 16:54 Uhr
Im US-amerikanischen iTunes Store wurden statt dem Begriff "Jailbreak" lediglich Sternchen zwischen dem Anfangs- und Endbuchstaben angezeigt. Davon waren letztlich alle Kategorien betroffen. So wurden neben Apps auch Klingeltöne, Podcasts, Musikstücke, ganze Alben und eBooks zensiert angezeigt. Laut den Untersuchungen von Shoutpedia waren mehrere Monate lang 95% aller Begriffe davon betroffen.
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