
Das Unternehmen gibt seine Bereitschaft öffentlich zu erkennen, man würde gerne mit jeglichen Firmen zusammenarbeiten, wenn es um den Schutz der Kinder vor Pornos geht. Eine umfangreiche PR-Aktion ist zudem geplant. Durchführendes Organ der Zensur soll mal wieder der zuständige Internet-Provider sein. Das Unternehmen soll das Alter der Person, die pornografische Inhalte im Netz sucht, überprüfen. Es wird allerdings nicht verraten wie die Internet-Anbieter diesen Schritt realisieren sollen. Den kritischen Lesern stellt sich die Frage, warum ein Unternehmen, dass Darsteller wie Jenna Jameson und andere Sternchen exklusiv unter Vertrag hat, solche Anfragen veröffentlicht. Geht es hier wirklich um die Protektion von Minderjährigen oder vielmehr darum, dass niemand mehr fremde Pornos anschauen soll, die ihrerseits kein Geld in die Kassen des Unternehmens spülen? Im März 2007 veröffentlichte Vivid als erstes Unternehmen in diesem Sektor einen Pornofilm auf Blu-ray Disc. Laut Wikipedia fallen pro Film Produktionskosten von 50.000 bis 300.000 Dollar an, das Marketing schlägt mit jeweils 20.000 US-Dollar zu Buche. Solche vergleichsweise aufwendigen Produktionen wollen finanziert werden. Wenn sich alle Zuschauer kostenloser Video-Portale wie YouP0rn, P0rnHub etc. für lau bedienen, wird kein Umsatz mehr generiert. Was also steht hinter dieser Forderung an die Suchmaschinenanbieter wie auch ISPs? Der Schutz der Kinder oder die Sicherung der eigenen Umsätze?
Auch die Filesharer wurden im Herbst letzten Jahres auf einer Fachmesse als potenzielle Gegner der Pornoindustrie ausgemacht. Rund fünf Prozent aller getauschten Dateien in den Tauschbörsen der Erde sind pornografischer Natur. Auch in dieser Hinsicht darf man auf die weiteren Gegenmaßnahmen der Industrie gespannt sein. (Via Herald Sun, thx!)
YouTube Video: South Park singt: "The Internet is for Porn"
Btw.: Der Clip ist garantiert jugendfrei!
News Redaktion am Freitag, 15.02.2008 15:41 Uhr
Julian Wolf am 27.05.2012, 21:08 Uhr
Die amerikanische Fluglinie „American Airlines“ muss sich aktuell gegen Vorwürfe wehren, das Unternehmen benachteilige Kunden mit bestimmten moralischen Ansichten. Weil eine Passagierin auf ihrem T-Shirt den Spruch „If I wanted the government in my womb, I’d f*ck a senator“ trug, konnte sie nicht an Bord ihres Anschlussfliegers.
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