
In Frankreich wie in Großbritannien wird erwogen, die gesetzliche Grundlage dafür zu schaffen, dass Internetprovider nach wiederholtem Tausch urheberrechtlich geschützten Materials dazu gezwungen werden, den tauschenden Usern den Netzzugang zu sperren. Auch auf EU-Ebene werden entsprechende Entwürfe bereits diskutiert. Nun auch in Australien.
Ein Jahr lang hat die "Music Industry Piracy Investigations" Lobbyarbeit betrieben, um ein Zwangsgesetz zu erhalten, über das Provider zu Sperrungen ihrer Kunden verpflichtet werden können. Schließlich würden in Australien eine Milliarde Songs jährlich getauscht, ohne dass die Labels daran verdienen. Die Regierung scheint dem Lobbydruck nun nachzugeben und erwägt, die britischen Gesetzesentwürfe ebenfalls umzusetzen. Diese sehen vor, dass nach einem Verstoß der User per Mail verwarnt wird, nach dem zweiten Verstoß´ eine temporäre und nach dem dritten eine permanente Sperre seines Netzzugangs erfolgt.
Die Provider sehen den Plänen naturgemäß mit eher gemischten Gefühlen entgegen - man habe bereits eine Rechtsprechung, die Geldstrafen bis über 60.000 Dollar für Privatpersonen vorsehe, nur werde sie nicht angewendet. Peter Corones vom Verband der australischen Provider kommentierte, die ISPs seien keine Copyrightwächter. Dass ein ordentlicher Kontrollstaat gar nicht genug Hilfssherrifs fürs Netz rekrutieren kann, wird er bei den anstehenden Diskussionen mit Gesetzgebern und Lobbygruppen hoffentlich bedenken.
News Redaktion am Montag, 18.02.2008 11:46 Uhr
Und wieder einmal zeigt sich wieviel Einfluss die Industrie auf die Politik hat. Ich wette, bei 'ner Abstimmung für nicht-kommerzielles Filesharing würden die meisten mit "ja" oder "mir egal" stimmen. Das wär dann aber wohl zuviel Demokratie. :p Btw, tombak, ist das ein verkleideter Oliver Kalko ...
ich finde 3 Urheberrechtsverletzungen...gerecht, wer ...nichts ... lernt, hat ... lebenslanges Internetverbot. die 3 können schnell zusammen kommen - gewollt oder nicht - alles ein Frage der Auslegung... Der Weg zeigt hin zur staatlichen Zensur: - Filter zum Schutz der ...
naja hauptsache es bleibt beim filesharing und nicht, dass sie dann z.b. leute, die von rs laden auch als filesharer bezeichnen... aber wie wir in der vergangenheit gerlernt haben gibt es stets mittel und wege um es doch irgendwie zu schaffen.... ...
ich finde 3 Urheberrechtsverletzungen als Limit bei Providern mehr als gerecht, wer nach dem dritten Mal nichts daraus lernt, hat dann eben lebenslanges Internetverbot. ...
oder eben mal ne linux distribution mit 4 gig....:confused: ...
Lars Sobiraj am 20.05.2012, 16:54 Uhr
Im US-amerikanischen iTunes Store wurden statt dem Begriff "Jailbreak" lediglich Sternchen zwischen dem Anfangs- und Endbuchstaben angezeigt. Davon waren letztlich alle Kategorien betroffen. So wurden neben Apps auch Klingeltöne, Podcasts, Musikstücke, ganze Alben und eBooks zensiert angezeigt. Laut den Untersuchungen von Shoutpedia waren mehrere Monate lang 95% aller Begriffe davon betroffen.
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