
Naheliegend wäre die Vermutung, die Schüler vertrauen auf ordinäre Oldschool-Systeme wie Sirenen, Alarmanlagen und ähnliches. Hat man ein optimistisches Bild von der medienkompetenten Jugend, könnte man auch auf den Gedanken kommen, dass nicht jede SMS sofort gelesen wird, kaum dass das Handy piept - schon gar nicht an Schule oder Uni, wo man das Gerät ohnehin auch mal abschalten könnte. Beides eigentlich ein Zeichen, dass die "SMS-Amoklaufwarnung" ein typisches Schwachsinnsprodukt ist, wie es in hysterischen Zeiten nach entsprechenden Zwischenfällen eben aufkommt.
Stattdessen wird das mangelnde Sicherheitsbewusstsein der Schüler beklagt. Sicherheitsdirektor Steven Healy von der Princeton University gab an, dafür zu kämpfen, die Abozahlen für die Warndienste höher zu treiben. An anderen Schulen werden Rundmails verschickt, in denen um Anmeldungen gebettelt wird. Die Empfänger jedoch gaben an, beispielsweise "zu faul" gewesen zu sein, um sich anzumelden. Berichtet wird ebenso von missglückten "Double Opt-Ins" - nach Anmeldung muss eine Bestätigungs-SMS wiederum per SMS bestätigt werden, bevor das Abo läuft. An einer Schule führte das dazu, dass bei der Hälfte der Abonnenten bei einem Notfall doch keine Warnung ankam.
Sicherheitsexperten stellten - erfreulicherweise? - fest, dass auch das Datenschutzempfinden eine Rolle spiele: viele der potentiellen Kunden wollen keine persönlichen Daten wie ihre Handynummer an Uni oder gar Security-Dienstleister geben. Auch das Geld spielt eine Rolle - zwar sei es Sache von weniger als einem Dollar pro Semester, die Abos abzuschließen, aber auch das trage zu geringeren Teilnehmerzahlen bei.
Ein Schelm, der böses dabei denkt, wenn ein Sprecher einer SMS-Anbieterfirma davon spricht, dass der "Tag eines Tages kommen wird, an dem sie (die Schüler) bemerken, wie sie persönlich den Vorteil (der SMS-Warnungen) erfahren...". Bis dahin erfährt der Anbieter der Dienste immerhin, wie sich die "paar Cent" so summieren, hat man nur genügend potentiellen Kunden Angst eingejagt.
Aber man kann auch noch drastischer für die Dienste werben. Auf der Zunge zergehen lassen kann man sich den folgenden Satz:
"Wenn Amokläufe auf dem Campus weiter Schlagzeilen machen, dann gehen auch die Teilnehmerzahlen hoch."
Gesagt hat das nicht etwa ein besonders zynischer Vertreter aus dem Lager der Anbieter, sondern der eingangs erwähnte Sicherheitsdirektor Healy, Uni Princeton. Man ist versucht, ihm die Daumen zu drücken.
News Redaktion am Freitag, 29.02.2008 16:34 Uhr
Schon mal daran gedacht, zB die Gesetze bezüglich Waffengebrauch *ein wenig* zu verschärften?Schonmal daran gedacht, dass eine Verschärfung des Waffengesetzes in den Vereinigten Staaten gar nicht möglich ist??? Der Besitz einer Waffe ist nämlich ein Grundrech ...
Entweder zuviel hitman oder zuviel manhunt gezockt xD YMMD, an das habe ich gerade auch gedacht:D und die geschichte mit dem hämmerchen.. die vorstellung is ja so goil:D oder schreiend mit ner plastiktüte in den kursraum XD *liegt flach* da gabs erst ...
Ordentlich lesen ;) Ich halte es schon für sinnvoll das Waffengesetz zu verschärfen Vielleicht ein Vorurteil - aber ich bezweifle das Schüler die einen Amoklauf durchführen wollen immer die richtigen Personen kennen um sich Waffen zu besorgen. Snow-Frog Sorry, das hatt ...
Und wie wäre in Deinem niedlichen Beispiel die Zahl der Toten /Verletzten ausgefallen, wenn nur der Amokläufer bewaffnet gewesen wäre? Wahrscheinlich gar keine, weil der Amokläufer dann bestimmt von seiner Tat Abstand genommen hätte, nachdem ihm ein Lehrer erzählt hat, unerl ...
Er kann mit einer Gitarrensaite keine Gruppe in Schach halten Doch, sicher, indem er der Gruppe androht, den, dem er die Saite um den Hals gelegt hat, umzubringen, wenn die anderen nicht tun, was er sagt. Hätte einer aus der Gruppe aber eine Schusswaffe, wäre die Chance, da ...
Lars Sobiraj am 20.05.2012, 16:54 Uhr
Im US-amerikanischen iTunes Store wurden statt dem Begriff "Jailbreak" lediglich Sternchen zwischen dem Anfangs- und Endbuchstaben angezeigt. Davon waren letztlich alle Kategorien betroffen. So wurden neben Apps auch Klingeltöne, Podcasts, Musikstücke, ganze Alben und eBooks zensiert angezeigt. Laut den Untersuchungen von Shoutpedia waren mehrere Monate lang 95% aller Begriffe davon betroffen.
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