
Gary McKinnon hat sich 2001 / 2002 Zugriff auf Computer der NASA und dem US-Verteidigungsministerium verschafft. Es tat dieses nicht, um dort Schaden anzurichten, sondern um "Beweise zu finden, ob des UFOs wirklich gegeben hat." McKinnon gesteht seine Tat, betont jedoch ausdrücklich, dass er keine "bösen Absichten" verfolgte. Jedoch soll McKinnon in die USA ausgeliefert werden und ihm dort der Prozess gemacht werden, obwohl er selbst und viele Aktivisten bisher vergeblich einen Prozess in Großbritannien fordern. Die Auslieferung in die USA bestätigte nun auch das höchste Gericht.
Interessanterweise könnte der neue Innenminister Alan Johnson (der Nachfolger von Jacqui Smith) die Auslieferung noch verhindern. Jedoch sagt er zu dem Fall lediglich, dass "es verständlich ist, dass es viele Sympathien für jemanden gibt, der wie ein fehlgeleiteter, verletzlicher junger Mann wirkt". Doch seien die "Verbrechen, für die er angeklagt wird, alles andere als trivial. Er sollte bei dem bevorstehenden Gerichtsprozess fair behandelt werden - und zwar in dem Land, welche die Auswirkungen seiner Straftaten gespürt hat". Johnson hätte kein Problem mit dem Auslieferungsgesetz. "Es sei angemessen für ein Zeitalter, in dem Kriminalität zunehmend nicht mehr nur an nationale Grenzen gebunden ist".
Es gibt jedoch eine Menge von Gegnern dieser Auslieferung - auch in den Reihen der Politiker. David Cameron von der konservativen Partei sagte, die Auslieferung würde zu "ernsthaften Fragen" in Bezug auf den Auslieferungspakt zwischen Großbritannien und den USA führen. Von der liberalen Partei argumentierte der Sprecher für Angelegenheiten des Innern, dass die amerikanische Regierung nicht "einen ihrer Bürger in derselben Art und Weise 'draußen zum Trocknen' aufhängen würde." McKinnons Mutter Janis Sharp rief nun US-Präsident Obama dazu auf, in dieser Sache einzugreifen.
Das amerikanische Rechtssystem ist für die oft sehr hohen Strafen bekannt. Man denke nur mal an die überzogenen Schadensersatzforderungen in den Filesharingprozessen gegen Joel Tenenbaum und Jammie Thomas. In Angesicht der Taten, die Gary McKinnon vorgeworfen werden, dürfte er mit einer lebenslangen Strafe zu rechnen haben. (020200)
(via BBC News)
News Redaktion am Montag, 03.08.2009 17:47 Uhr
Ich bin generell gegen die Auslierferungen in andere Länder, solange kein "menschlicher" Schaden entstanden ist. Der Junge kann auch daheim seine Strafe absitzen. Das die Amis nicht gerade Freundlich sind, sollte bekannt sein. ...
...da weist du wenigstens wo du stehst als englischer Staatsbürger. Da freut man sich doch wenn der eigene Staat dich dem amerikanischen Rechtssystem zum Fraß vorwirft! (Hat nicht heute erst n Amerikanischer Ex President 2 amerikanische Journalistinnen die schon verurteilt waren aus Nord Korea ge ...
Irgendwie muss ich jetzt an Friedrich Schiller denken... "Verbrecher aus verlorener Ehre" Da wird genau das angeklagt. Ein Rechtssystem, in dem nicht nach Motiven gefragt wird… Hoffen wir mal, dass die Amis den Jungen nicht verderben, denn wenn er 15 - 20 Jahre in einen amerikanischen Knast übe ...
dazu gibts den spruch: "Wer glaubt, dass Volksvertreter das Volk vertreten, der glaubt auch, dass Zitronenfalter Zitronen falten :D Volksvertreter vertreten aber das Volk. So wie Staubsaugervertreter ihre Staubsauger und Versicherungsvertreter ihre Versicherungen ...
Es muss ein unglaublich furchtbares Gefühl sein, so eine Strafe vor sich drohen zu sehen. Deshalb und vorallem weil ich glaube, dass er wirklich keine böse Absichten hatte, tut er mir sehr leid. mfg, corcuta ...
Lars Sobiraj am 20.05.2012, 16:54 Uhr
Im US-amerikanischen iTunes Store wurden statt dem Begriff "Jailbreak" lediglich Sternchen zwischen dem Anfangs- und Endbuchstaben angezeigt. Davon waren letztlich alle Kategorien betroffen. So wurden neben Apps auch Klingeltöne, Podcasts, Musikstücke, ganze Alben und eBooks zensiert angezeigt. Laut den Untersuchungen von Shoutpedia waren mehrere Monate lang 95% aller Begriffe davon betroffen.
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