
Dann lässt sich - nach MPAA-Logik, wohlgemerkt - problemlos ableiten, dass die Filmpiraterie eindeutig zu mehr Kinobesuchen führt. Denn 2001 verzeichnete die MPAA etwas über acht Milliarden Umsatz in den US-Kinos. Vor sieben Jahren redete kaum jemand von Filmpiraterie, die Bandbreiten damals reichten eben aus, um der Musikwirtschaft Bauchschmerzen zu machen, weil sie die Netzrevolution verschlief, die von den "Piraten" fröhlich aufgegriffen wurde.
Von Gigabyte großen Filmdownloads war Anfang des neuen Jahrtausends jedoch noch nicht die Rede. Was passierte seitdem? Movies werden mehr und mehr über das Netz verbreitet, und die Kinokassen klingeln lauter und lauter (wenn nicht grade ein attraktives Spiel auf dem Markt erscheint).
Und was sagt die MPAA dazu? Sie vermeldet regelmäßig "Milliardenverluste" durch Piraterie, betreibt eine Website, die sich um praktisch nichts anderes dreht und hat es bis heute nicht geschafft, eine ordentliche, leicht bedienbare, kostengünstige Alternative zu unlizensierten Downloads anzubieten.
Im Unterschied zum Jahr 2001 haben heute aber zahlreiche Menschen breitbandigen Netzzugang und damit die Möglichkeit, Filme zu laden. Ob nun von ordentlichen Pay-Angeboten der Studios oder aus eher im Graubereich anzusiedelnden Quellen, wird keinen Unterschied für die Endnutzer machen.
Nur wird irgendwann wieder das Heulen und Zähneklappern laut sein, wenn einmal mehr ein Business die Möglichkeiten des Internet über die Klagen wegen der "Piraten" verschlafen hat. Aber wenn irgend etwas die verschlafenen Bosse aus ihren Träumen weckt, dann wohl das angenehme Klimpern von Geld: weswegen vielleicht die hervorragenden Kinozahlen 2007 endlich den Anstoß geben, dass auch im Onlinebereich attraktive Angebote geschaffen werden. Denn der Kundschaft muss man nicht mehr erklären, dass ein Kinobesuch feiner ist als der DivX-Rip auf dem Monitor. Das wissen die Kinogänger ganz von alleine.
News Redaktion am Donnerstag, 06.03.2008 11:41 Uhr
Ich bin zwar auch Contra-MPAA, aber... ... Filme werden immer aufwendiger und teurer weil der Konsument danach giert und indirekt verlangt. ... man sollte auch die Inflation bedenken. Was nutzt es mir, wenn ich 5% mehr Einnahmen habe, aber dafür 20% mehr Ausgaben? Ja, Gewi ...
Die gehen aber davon aus, dass sie ohne uns böse Raubmordkopierer noch viel mehr Kohle einnehmen würden. :D Die sind halt alle gierig ;) ...
Ich bin zwar auch Contra-MPAA, aber... ... Filme werden immer aufwendiger und teurer weil der Konsument danach giert und indirekt verlangt. ... man sollte auch die Inflation bedenken. Was nutzt es mir, wenn ich 5% mehr Einnahmen habe, aber dafür 20% mehr Ausgaben? Ja, Gewinn machen sie immerno ...
Die gehen aber davon aus, dass sie ohne uns böse Raubmordkopierer noch viel mehr Kohle einnehmen würden. :D ...
... ...
Lars Sobiraj am 20.05.2012, 16:54 Uhr
Im US-amerikanischen iTunes Store wurden statt dem Begriff "Jailbreak" lediglich Sternchen zwischen dem Anfangs- und Endbuchstaben angezeigt. Davon waren letztlich alle Kategorien betroffen. So wurden neben Apps auch Klingeltöne, Podcasts, Musikstücke, ganze Alben und eBooks zensiert angezeigt. Laut den Untersuchungen von Shoutpedia waren mehrere Monate lang 95% aller Begriffe davon betroffen.
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