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Büchereien sollen keine Ebooks verleihen: Erst ausdrucken und scannen, bitte!

Die gesetzlichen Grundlagen für den Umgang mit kommerziellen PDF-Dokumenten von Büchern und Magazinen haben sich im Verlauf der letzten Monate in den USA geändert. Der Elsevier Verlag hat jüngst klargestellt, wie sie sich den Verleih ihrer Publikationen in den öffentlichen Büchereien und an den Unis des Landes vorstellen. Sobald es sich um kein physisch existentes Buch handelt, soll das entsprechende PDF zunächst ausgedruckt werden, um es dann wieder einzuscannen. Ohne diesen Umweg ist den Büchereien der Verleih an Dritte grundsätzlich untersagt. Die Blogger von DigitalKoans fragten scherzhaft ihre Leser: "What is the Sound of One E-Print Downloading?"

Und bei Elsevier handelt es sich nicht um irgendeinen Verlag. Das Unternehmen, das ursprünglich 1880 in Holland gegründet wurde, soll pro Jahr 250.000 Artikel in rund 2.000 eigenen Magazinen veröffentlichen. Laut Wikipedia blickt man im Verlauf der Firmengeschichte auf sieben Millionen eigene Publikationen zurück, 240 Millionen mal im Jahr sollen die zumeist wissenschaftlichen Beiträge von Studenten und anderem Fachpublikum gegen eine entsprechende Bezahlung heruntergeladen werden. Für die US-amerikanischen Büchereien soll die Verbreitung des Wissens offensichtlich komplizierter gestaltet werden. Anders ist es nicht zu erklären, warum diese in einem festgelegten Verfahren zunächst die PDF-Dokumente ausdrucken sollen, um sie hinterher wieder einzuscannen.

Laut Wikipedia hatten in der Vergangenheit diverse Universitäten in den USA Kritik an der Preispolitik des Unternehmens angemeldet. Neben der Stanford-Uni, der in Kalifornien, Harvard und der Duke Universität gab es auch von anderer Seite häufiger Misstimmung wegen dem anhaltend hohen Preisniveau für die Werke von Elsevier. Manche Fakultäten haben sogar dazu angeregt, sich bei diesen Preisen zukünftig nicht mehr inhaltlich an der Erstellung von Magazinen zu beteiligen. Der Senat der Stanford Universität empfahl den Kauf für die eigenen Büchereien einzustellen, weil das Verhältnis von Preis und Leistung nicht mehr stimmen soll.

(Via: TechDirt, DigitalKoans, Wikipedia)

News Redaktion am Donnerstag, 06.03.2008 14:07 Uhr

tagsTags: verlag universität pdf fakultät elsevier

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11 Reaktionen zu dieser Nachricht
  • qm2006 am 10.03.2008 16:05:25

    Leih halt das Buch aus und scanne dann selber. Mit anschliessender kostenloser Massenausleihe natürlich ... ;) ...

  • Frodoger am 10.03.2008 16:02:54

    kann man die nicht verklagen, wegen mutwilliger Umweltschädigung??? Erst drucken nur um es dann einzuscannen??? Die haben sie ja nicht mehr alle. ...

  • Fo0L am 06.03.2008 15:31:08

    Mein Englisch ist wirklich nicht verry well aber ich weis das "What is the Sound" auch soviel bedeutet wie "Was ist die/der bedeutung/tenor(Kern Aussage)/" von... Was der Witz daran ist mein ich :p Wort wörtlich übersetzen kann ich das auch. :p ...

  • Oberammergau am 06.03.2008 15:25:39

    Irgenwie spielt der Kommerz wieder seine Rolle. Wäre es zu Gutenbergs Zeiten (Erfinder der Buchdruckkunst) auch schon so gewesen, so hätten die Käufer das gedruckte Buch wohl auch nicht kaufen dürfen. Wahrscheinlich hätte es erst ein Möch im Kloster abschreiben müssen! ...

  • ITnetX am 06.03.2008 15:25:35

    Ist ein Wortspiel oder?! Mein Englisch ist zu schlecht... Mein Englisch ist wirklich nicht verry well aber ich weis das "What is the Sound" auch soviel bedeutet wie "Was ist die/der bedeutung/tenor(Kern Aussage)/" von... ...

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