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INHOLLAND Universität nutzt Torrents für Softwareupdates

Filesharing mal ganz anders: Die holländische Universität INHOLLAND in Haarlem nutzt die BitTorrent-Technologie um auf deren 6500 Rechnern Software und das jeweilige Betriebssystem upzudaten. Das BitTorrent-Protokoll wurde ursprünglich entwickelt, um Privatanswendern wie auch Firmen Zeit, Geld und die Bandbreite ihrer Internetanbindung sparen zu helfen. Besonders positiv macht sich der Spareffekt bekanntlich bei der Verteilung großer Dateien bemerkbar. Bislang hat allerdings kaum jemand versucht diese Technik für kommerzielle Zwecke einzusetzen, bis jetzt.

Die hauseigene Netzwerkmanagement-Software der Uni verbreitet die Updates zu 6500 Rechnern, verteilt auf sechzehn verschiedene Orte in Holland. Anstatt die Bandbreite einiger zentraler Server zu verbraten, setzt INHOLLAND voll und ganz BitTorrent als Distributionsform ein. Zuvor wurden an bis zu vier Tagen zwanzig Server eingesetzt um bis zu 25,6 Terabyte Daten auf die Rechner zu verteilen. Heutzutage dauert der gleiche Vorgang lediglich vier Stunden, alle angeschlossenen Teilnehmer unterstützen sich bei der Distribution untereinander. Bis auf zwei Server konnte der restliche Hardwarepark von der Verwaltung eingespart werden. Der Informations- und Kommunikationstechnologiefachberater Leo Blom kam auf die zündene Idee und entwickelte die Software in Zusammenarbeit mit den Mitarbeitern der Firma BitTorrent Inc, dem Entwickler des Clients uTorrent. Die Uni bekam jede Menge Unterstützung und gab während der Entwicklungsphase deren Logs an die Techniker der BitTorrent Inc. zurück, beide Seiten konnten davon profitieren. BitTorrent Inc. Gründer Ashwin Navin sagte gegenüber TorrentFreak: "Seit der Entwicklung von BitTorrent waren wir stets daran interessiert zu sehen, wie diese Technik in kommerziellen Projekten eingesetzt werden kann. Wir glauben daran, dass BitTorrent eine Schlüsselrolle in der Infrastruktur der holländischen IT-Branche zukommen wird. Die dortige Gemeinschaft teilt diese Vision".

Anfänglich stand die Verwaltung der Uni der neuen Idee skeptisch gegenüber, mit diesem Protokoll wurden zumeist Urheberrechtsverletzungen in Verbindung gebracht. Nachdem man sah wie effektiv diese Technik eingesetzt werden konnte, verflog die Skepsis nach kurzer Zeit. Reguläres Filesharing wurde für die Studenten mit den modifizierten uTorrent-Clients zudem unmöglich gemacht.

INHOLLAND macht es mit Erfolg vor, wer traut sich und macht's nach? Unternehmen, die riesige Datenmengen in möglichst kurzer Zeit verteilen müssen, gibt es mehr als genug. Die Gründe für den seltenen Einsatz sind weniger in der Informatik sondern vielmehr in der Psychologie zu suchen. Was einmal von GVU, MPAA, RIAA etc. als böse abgestempelt wurde, kann doch zum Nutzen der eigenen Firma nichts Gutes tun, oder?

(Via TorrentFreak, thanks!)

News Redaktion am Sonntag, 09.03.2008 11:09 Uhr

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4 Reaktionen zu dieser Nachricht
  • darkloader am 09.03.2008 17:15:50

    eine einfache und deshalb geniale Lösung :T .jaja, so leicht kann man es sich machen, wenn ich da an die UpdateStrukturen mancher Firmen denke..... ...

  • Ghandy am 09.03.2008 17:14:28

    Mag sein aber das extra zu erwähnen macht trotzdem Sinn... ...

  • waynesome am 09.03.2008 13:18:37

    Nichts neues, haben wir seit zwei Jahren an unserer Schule. ...

  • creAtZs am 09.03.2008 12:52:03

    Eigentlich nichts besonderes wenn man bedenkt das ursprünglich auch nur für solche Zwecke das Torrent Netz konzipiert wurde. Aber durch die ganzen "bösen" Filesharer Urheberlich geschützter Daten, wird sofort das Wort Torrent oder ed2k mit illegalen Inhalten verbunden. ...

  • gullinews am 09.03.2008 11:08:07

    Filesharing mal ganz anders: Die holländische Universität INHOLLAND in Haarlem nutzt die BitTorrent-Technologie um auf deren 6500 Rechnern Software und das jeweilige Betriebssystem upzudaten. Das BitTorrent-Protokoll wurde ursprünglich entwickelt, um Privatanswendern wie auch Firmen Zeit, Geld ...

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