
Freenet bekommt laut eigener FAQ regelmäßig
"...bisher ungenutzte (offiziell nicht vergebene) IP-Adressen. Da Anfragen, die von einer offiziell nicht vergebenen IP-Adresse kommen, zum Schutz vor Missbrauch von vielen Netzwerkbetreibern im Internet geblockt werden, müssen neu vergebene IP-Address-Bereiche für die entsprechenden Netze freigegeben werden."
Ansonsten kann es passieren, dass der User Seiten nicht öffnen kann, die nicht oder erst seit kurzem vergebene IP-Ranges generell aussperren. Für das Problem bietet Freenet auch eine Lösung an, die jedoch technisch nicht unbedingt der Weisheit letzter Schluss darstellt, das Websurfen drastisch verlangsamen kann und weiterhin zu Sicherheitsrisiken führt - insbesondere, wenn über ungesicherte Verbindungen vertrauliche Daten übermittelt werden. Die Lösung Freenets: einfach einen "freien Proxy" eintragen. Das nicht einmal temporär, sondern dauerhaft bzw. "grundsätzlich", rät Freenet:
"Das Problem kann grundsätzlich umgangen werden, indem die betroffenen Seiten über einen Proxyserver aufgerufen werden..."
Nach einer Erläuterung, wie man einen Proxy im Browser (besser gesagt: im IE) einrichtet, wird ohne weitere Warnung zur Nutzung irgendwelcher freien Proxys geraten:
"...Setzen Sie anschließend den Haken bei 'Proxyserver für LAN verwenden' und geben Sie die IP Adresse sowie den Port eines freien bzw. offen zugänglichen Proxyservers in die beiden Felder ein. Bestätigen Sie die Eingabe mit 'OK' und schließen Sie das Fenster durch erneuten Klick auf 'OK'.Offen zugängliche Proxyserver finden Sie zum Beispiel mit Suchmaschinen wie Google oder Yahoo. Hier geben Sie als Suchbegriff 'free proxy' ein."
Speedtechnisch natürlich ein suboptimaler Rat: Freie Proxys sind häufig überlastet, werden natürlich gerne für trafficintensive Anwendungen wie Filesharing verwendet und gehen, wie man hört, auch gerne mal einfach down.
Zumindest der Hinweis, dass man die "free Proxies" nicht dauerhaft verwenden solle, wäre durchaus angebracht - noch schwerer wiegt jedoch, dass eben diese freien Proxies nicht immer aus den lautersten Motiven aufgesetzt und angeboten werden. Unverschlüsselte Verbindungen können durch den vorgeschalteten Proxy komplett eingesehen werden - Phishern und Accountgrabbern steht so Tür und Tor offen.
Und wie berichtet wird, sind in Bezug auf erst kürzlich freigeschaltete IP-Ranges Anbieter sicherheitskritischer Dienste besonders vorsichtig: das Problem tritt offenbar auch und gerade im Zusammenhang mit Homebanking auf. Was jede seriöse Bank inzwischen natürlich via SSL-Verschlüsselung abwickelt, aber dennoch: gerade in diesem Zusammenhang zur Verwendung "freier Proxies" zu raten, die via Google und Yahoo gefunden wurden, hätte einen Sicherheitshinweis gut vertragen.
Oder, noch besser: einen eigenen Proxydienst von Freenet über eine etablierte IP. Sicherheitstechnisch sicherlich sinnvoller, und auch weniger geeignet, massenhaft Frust wegen extrem ausgebremstem Webbrowsing zu erzeugen, wenn die "freien Proxies" eben mal wieder dicht sind.
Die Kunden Freenets scheinen hier jedoch einigermaßen leidensfähig bzw. schmerzfrei zu sein. Die Anleitung zur Proxynutzung bei IP-Blockaden hat vier von fünf möglichen Bewertungspunkten der User erhalten.
(thx, vmk)
News Redaktion am Mittwoch, 12.03.2008 12:28 Uhr
Ich hab die ganze Zeit gedacht der Artikel handelt von dem anderen Freenet :confused: ...
Es gibt noch freie AS-Bereiche? Imho ist doch der freie IPv4-Raum zu 80-90% vergeben. ...
Freenet ist schon okay, die zensieren wenigstens nicht wie Arcor. Hatte noch nie Probleme mit Freenet.:T Zum Thema Proxy: Wenn man dumm genug ist und seine Bankgeschäfte über Freie Proxys erledigt, ist man selbst schuld wenn dann ein paar Euros fehlen... geht ja nicht dar ...
IP-Ranges..das dachte ich auch, dann ging eine Email an Freenet raus. Als Antwort brachte man mir, ich solle Firmware update machen. Ok, gemacht, ging nichts mehr und alte draufgespielt. Paar Tage später musste ich eh dort anrufen und hab nachgefragt warum einige Seiten nicht gehen und der Typ am ...
Freenet ist schon okay, die zensieren wenigstens nicht wie Arcor. Hatte noch nie Probleme mit Freenet.:T Zum Thema Proxy: Wenn man dumm genug ist und seine Bankgeschäfte über Freie Proxys erledigt, ist man selbst schuld wenn dann ein paar Euros fehlen... ...
Lars Sobiraj am 20.05.2012, 16:54 Uhr
Im US-amerikanischen iTunes Store wurden statt dem Begriff "Jailbreak" lediglich Sternchen zwischen dem Anfangs- und Endbuchstaben angezeigt. Davon waren letztlich alle Kategorien betroffen. So wurden neben Apps auch Klingeltöne, Podcasts, Musikstücke, ganze Alben und eBooks zensiert angezeigt. Laut den Untersuchungen von Shoutpedia waren mehrere Monate lang 95% aller Begriffe davon betroffen.
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