
Die Eröffnung immer besserer Kommunikationsoptionen, gepaart mit der jugendlichen Unbeschwertheit kann für manche zu einigen Komplikationen in ihrem Leben führen. Nicht weil etwas Verwerfliches an den bestehenden Optionen wäre, sondern vielmehr aufgrund unüberlegter Handlungen.
Während solche in der Kommunikationssteinzeit nur wenige erreichen konnten und vielleicht auch nicht so präsent waren aufgrund einer sich wandelnden Gesellschaft, hat sich dies laut Beatbullying drastisch geändert. An der Befragung nahmen 2.094 Jugendliche zwischen 11 und 18 Jahren teil. Über ein Drittel (38 Prozent) gaben an, dass sie bereits einmal "sexuell peinliche Nachrichten via neuer Kommunikationstechnologien" erhalten hatten. Mehr als die Hälfte (55 Prozent) gab an, dass die entsprechenden Nachrichten von einem anderen Handy aus gesendet wurden. Der häufigste Weg für die Verbreitung solcher Materialien sei Bluetooth, gefolgt von Uploads auf persönliche Websites oder Soziale Netzwerke und letztlich auch per E-Mail. Rund 45 Prozent der Teenager gaben an, dass sie die eindeutigen Inhalte von anderen Teenagern erhalten hätten. Knapp ein Viertel gab an, dass sie es von ihrem/ihrer Freund/in erhalten hätten. Beinahe ein Drittel gab an, dass sie einen Instant-Messaging Dienst benutzt hätten, als sie das erste Mal solche Inhalte empfangen hätten. Dabei lag der Anteil an davon betroffenen Frauen wesentlich höher als bei Männern (31 und 24 Prozent).
Die Psychologin Dr. Tanya Byron führte die Studie im Auftrag von Beatbullying durch und gelangte abschließend zu dem Ergebnis, dass Schutzmaßnahmen in der Schule sowie im familiären Umfeld getroffen werden sollten. Die Rolle, die den Eltern dabei zufallen würde, sei elementar. Nur diese könnten ihre Kinder angemessen auf die Folgen der Verbreitung entsprechender Inhalte aufmerksam machen. Emma-Jane Cross, die Chief Executive Officer (CEO) von Beatbullying erklärte, dass neue Technologien die Verbreitung von sexuellen Inhalten unglaublich vereinfacht hätten. "Wir wollen die jungen Leute nicht davon abhalten, ihre Sexualität zu erkunden. Aber es ist wichtig, dass Eltern und Schulen sich des "Sexting" Problems bewusst werden und erkennen, dass es ein signifikantes Problem bei unseren Kindern und jungen Erwachsenen darstellt. Zusammen können wir dafür sorgen diese Verhaltensart zu stoppen, bevor sie eskaliert und wesentlich schwerwiegendere Folgen hat", so Cross. Dabei weißt sie gezielt auf Mobbing hin, welches durch solche Nachrichten gefördert werden kann. Wozu dies im schlimmsten Fall führen kann, lässt sie unbeantwortet, verweist jedoch auf die Debatte in den USA sowie Australien.
Wie schlimm solche umher wandernden Inhalte letztendlich sein können, hat die BBC näher beleuchtet. Man traf sich mit einem jungen Mädchen, welche durch das Versenden von Nacktaufnahmen sehr schnell in die Opferrolle geriet. Helen - so der fiktive Name um ihre Identität zu schützen - war 14, als sie "Oben-Ohne" Bilder von sich an ihren 15 Jahre alten Freund schickte. Dieser hatte solche Bilder von ihr verlangt. In ihrem jugendlichen Leichtsinn schickte sie ihm diese per Handy. Eine Woche später hatte jeder auf ihrer Schule die Bilder, erklärte Helen gegenüber der BBC. Aber auch Schüler von anderen Schulen der Umgebung hatten die Bilder erhalten. Auf der Straße seien immer wieder einige Jugendliche stehen geblieben, als sie Helen erkannt hatten. Man hätte sie als "Pornostar" bezeichnet. Ihre Eltern wollte sie anfangs nicht einweihen. Auch als sie immer seltener zu Schule ging, stellten diese keine Fragen. Irgendwann ging alles wieder seinen gewohnten Lauf, eine Anzeige bei der Polizei hat sie jedoch nie gewagt. Dabei ist ihr Fall noch vergleichsweise einfach zu Ende gegangen, wie das "Child Exploitation and Online Protection Centre" (CEOP) erklärt. Man würde täglich Meldungen erhalten, in denen man um Hilfe gebeten wird. Bitten, denen man regelmäßig auch nachkommt. (Firebird77)
(via bbc, thx!)
(Bild via beatbullying, thx!)mg src="http://vg04.met.vgwort.de/na/921fc4f9de8648399f5e2c2c2e1bd8b8" width="1" height="1" alt="">
News Redaktion am Dienstag, 04.08.2009 15:07 Uhr
Sollen die Unteralterschlampen sich doch ausleben. Versagen ist auch lernen :T ...
(to) beat = Besiegen Aber Beatbullying sagt ja auch ausdrücklich, dass die Eltern den elementaren Grundstein für einen vernünftigen Umgang damit bilden. Firebird hat vollkommen Recht: Aufklärung ist hier die einzig sinnige Möglichkeit - die Eltern sollten ihrer 14jährigen Tochter beigebracht ...
was soll der begriff "Beatbullying" eigendlich bedeuten? bullying = mobbing ist klar. aber beat? ...
Na so was, hoff ich doch das nich>> Die, gleich ne Cam ins Haus bekommen. Noch mehr hoff ich auf den Eiffelturm :confused: . Hat nich Barack Obama heut sein Ehrentag. Besser is und besser es sclägt ein Humanes Herz in Europa. ...
Lars Sobiraj am 20.05.2012, 16:54 Uhr
Im US-amerikanischen iTunes Store wurden statt dem Begriff "Jailbreak" lediglich Sternchen zwischen dem Anfangs- und Endbuchstaben angezeigt. Davon waren letztlich alle Kategorien betroffen. So wurden neben Apps auch Klingeltöne, Podcasts, Musikstücke, ganze Alben und eBooks zensiert angezeigt. Laut den Untersuchungen von Shoutpedia waren mehrere Monate lang 95% aller Begriffe davon betroffen.
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