
Überraschend ist vielleicht, dass gut gebildete Kreise leichter über den Tisch zu ziehen sind als man meinen sollte. Ingenieure, Architekten und Ärzte würden leichter zu überzeugen sein in ein Geschäft oder eine Idee zu investieren als weniger gut gebildete. Auch verfügt die höher gebildete Schicht über entsprechendes Kapital. Die Kontaktdaten beziehen die Betrüger unter anderem über Konferenz-Webseiten. Einer Untersuchung von über 300 Fällen mit hohen finanziellen Verlusten der Oper ergab, dass etwa 85 Prozent der Betrogenen über einen Eltern-spezifisches Trauma verfügen würden, beispielsweise durch einen Todesfall eines Elternteils im Kindesalter oder durch schmerzhafte Trennung. Trotz hoher Bildung und finanziellem Schaden haben diese Betroffenen bis zuletzt ein hohes Vertrauen zu den Betrügern. In Einzelfällen betrug die Schadens-Summe weit über 150.000 Euro und auch die Vernichtung der Existenz ist mitunter Teil des des Schadens. Da sich die meisten der Opfer für den "größten Fehler ihres Lebens" schämen, ist es nur schwierig an die Opfer zu kommen um gegen die Betrüger zu ermitteln.
Den Betrug aus Nigeria gibt es nicht erst seit dem Internet. Schon in den siebziger Jahren wurden Briefe und Faxe an unbekannte zugestellt. Dabei ist das Muster nach wie vor unverändert: es handelt sich fast immer um Investment oder Geldschiebe-Aktionen mit der Aussicht auf satte Prämien. Der Unterschied zu Phishing: die Straftat besteht nicht darin, an Kontodaten zu gelangen um diese leer zu räumen, sondern um einen gezielten Vertrauensmißbrauch. Die Anzahl von gefakten Unternehmenswebsiten der "Nigeria-Connection" hat sich 2007 von 23.000 auf 44.000 fast verdoppelt. Auch im Bereich des Glückspiels, der Lotterien und Auktionsbetruges sind die Kriminellen aktiv.
Mit dem Aufkommen des Internets und massenhaften Versenden von E-Mails hat die "Nigeria Connection" einen effizienten und vor allem billigen Vertriebskanal gefunden. Tatsächlich aber schient es so zu sein, dass die Betrüger sich jeden nur erdenklichen Mediums bedienen würden und weltweit agieren. Vom Chat-Room bis hin zu Hausbesuchen. Ultrascan bezeichnet den Betrüger-Ring mittlerweile als "schnell-wachsende, multinationale Industrie". Wie Ultrascan weiter berichtet wird der größte Teil des Betruges nach wie vor von Nigerianern betrieben, allerdings nicht mehr nur von Nigeria aus, sondern auch in anderen Ländern auf der ganzen Welt.
Als Maßnahmen zur Bekämpfung dieser speziellen Form der Kriminalität schlagen sie vor, nicht nur Aufklärung und zentrale Sammlung von verdächtigen Mailings zu betreiben, sondern in Ländern mit hoher Aktivität gezielt gegen einzelne Aktionen und Personen vorzugehen. Eine weiter Möglichkeit könnte sein, selbst aktiv zu werden und die Betrüger auflaufen zu lassen.
( via Heise )
News Redaktion am Montag, 17.03.2008 17:17 Uhr
Überraschend ist vielleicht, dass gut gebildete Kreise leichter über den Tisch zu ziehen sind als man meinen sollte. Ingenieure, Architekten und Ärzte würden leichter zu überzeugen sein in ein Geschäft oder eine Idee zu investieren als weniger gut gebildete. IMO nicht ...
Leider viel zu spät entdeckt (die "News"), bei einer Suche nach was völlig anderem. Aber ich wollte trotzdem meinen Senf dazugeben: Es ist echt erstaunlich und vorallem traurig zu sehen, daß immernoch – und der News nach immer mehr! – Leute auf die Nigeria-Connection reinfallen. Das erste M ...
manche wohlhabende müssen auch nicht intelligent sein.. siehe paris hilton:p aber wer auf sowas reinfällt ist nicht mehr zu helfen. stehe den sachen "onlinebanking" und generell kauf im inet sehr skeptisch gegenüber. bin eher für persönliche übergaben,gespräche etc;) ...
Stimmt nicht, wo kein Geld ist kann auch nichts übergeben werden. Allerdings sollen aus Südafrika Opfer nicht mehr lebend nach Hause gekommen sein. In Großbritannien hat sich inzwischen schon ein neues Hobby etabliert, es nennt sich: 419 scambaiting Ein Hobbyist berichtet auf seiner Web ...
Ich hab mal erfahren, dass mal einer bei einer Geldübergabe umgebracht wurde. Stimmt das? ...
Lars Sobiraj am 20.05.2012, 16:54 Uhr
Im US-amerikanischen iTunes Store wurden statt dem Begriff "Jailbreak" lediglich Sternchen zwischen dem Anfangs- und Endbuchstaben angezeigt. Davon waren letztlich alle Kategorien betroffen. So wurden neben Apps auch Klingeltöne, Podcasts, Musikstücke, ganze Alben und eBooks zensiert angezeigt. Laut den Untersuchungen von Shoutpedia waren mehrere Monate lang 95% aller Begriffe davon betroffen.
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