
Warum es zu der Sperrung kam, bleibt bisher Spekulationen überlassen. Cogent ist jedoch bekannt für seine nicht gerade sanfte Unternehmenspolitik und gilt als einer der Verursacher des harten Preiskampfes am Bandbreitenmarkt. Bei den Auseinandersetzungen geht es immer wieder um sogenannte Peering-Abkommen, Netzzusammenschaltungen, über die der Datenverkehr zwischen den Netzen und Backbones der verschiedenen Provider und Carrier geregelt wird.
Im aktuellen Fall wird vermutet, dass die Sperrung eine Machtdemonstration der Amerikaner ist, die aktuell auf TeliaSoneras Heimatmarkt in Skandinavien und dem Baltikum expandieren. Genaues ist allerdings nicht bekannt, da sich die beiden Unternehmen bisher lediglich gegenseitig die Schuld zuschieben. Der Chef von Cogent, David Schaeffer, warf TeliaSonera Vertragsbruch vor. Die Schweden sollen den Datenaustausch an mehreren Peering-Punkten verweigert oder Kapazitätsausbauten verhindert haben. Von dort wird in einem Infoschreiben an Kunden gekontert, Cogent habe bewusst das Internet aufgeteilt. Die Leidtragenden waren, wie kaum anders zu erwarten, die Kunden. Webserver, die lediglich über Cogent angebunden sind, konnten zwei Wochen lang keine Daten mehr an TeliaSonera-Kunden übermitteln. Getroffen wurden davon auch viele Spieler von World of Warcraft, da dessen Hersteller Blizzard alle europäischen Gameserver ausschließlich über TeliaSonera an das Internet angebunden hat. Spieler, deren DSL-Provider Cogent als Carrier nutzen, waren damit von der Seite abgeschnitten. Entsprechend deutlich sind die Beschwerden über Blizzard, zumal es für derart große Webangebote wie World of Warcraft vollkommen üblich ist, die Netzanbindung über mehrere Anbieter laufen zu lassen. Ganze zwei Wochen lang dauerte es, bis sich die beiden Kontrahenten wieder versöhnt hatten. Am 28. März lief dann alles wieder rund als wäre nichts gewesen. Augenscheinlich wurde in London sogar ein zusätzlicher Austauschpunkt eingerichtet. Nur äußern wollen sich die Unternehmenssprecher noch nicht dazu.
Der Streit zwischen den beiden Carriern zeigt deutlich, wie verletztlich das scheinbar unzerstörbare Internet tatsächlich ist. Zumal es nicht der erste Ausfall in diesem Jahr ist: Ende Januar beschädigte ein Schiff mit seinem Anker vor Alexandria zwei unterseeische Glasfaserkabel. Infolge waren viele arabische Länder tagelang ohne Internet und noch in Indien sank die Bandbreite um über 50 %. Insgesamt waren über 85 Millionen User über mehrere Tage vom Internet abgeschnitten.
Die Querelen zwischen Cogent und TeliaSonera dürften nicht den letzten großflächigen Netzausfall für dieses Jahr verursacht haben. Denn viele Länder sind noch immer nur durch ein einziges, meist unterseeisches Kabel an das weltweite Netz angeschlossen. Die Folgen bei Ausfällen sind fatal: Für die Kabelbrüche Ende Januar wird mit Schäden in Milliardenhöhe gerechnet. (Autor: Simon Columbus)
(Via heise.de)
News Redaktion am Montag, 31.03.2008 18:26 Uhr
und ich dachte immer, rapidshare hat ihre server cogent, teliasonera .. etc. nur aus spaß und einfall diese namen gegeben LOL ich gebe zu, ICH AUCH! dieser artikel war demnach sehr interessant für mich, jetzt bin ich eines besseren belehert! ...
Zum Thema von zresu. Dürfen die so etwas überhaupt machen? ... Klar dürfen die. Die Peerings laufen unter Umständen sogar unentgeltlich zwischen den Carriern, da beide Seiten ihren Kunden Zugang überall hin ins Netz bieten wollen. Ist einer genervt macht er die Schotten dicht und der andere st ...
lol ...
Ich hoffe, ich schreibe hier jetzt nichts falsches, aber führt dieses Providerproblem auch dazu, dass das g:b langsamer ist? Dürfte ja nicht, weil ich doch denke, dass die g:b-Server in Europa liegen, oder? Ich weiß auch nicht, ob das g:b nur bei mir etwas langsamer ist, vielleicht schreibt ja j ...
Das Internet mag zwar quasi unzerstörbar sein, aber nur in der Theorie. Fällt ein Teil aus, will sich natürlich keiner einschränken und somit ist der GAU vorprogrammiert. ...
Lars Sobiraj am 20.05.2012, 16:54 Uhr
Im US-amerikanischen iTunes Store wurden statt dem Begriff "Jailbreak" lediglich Sternchen zwischen dem Anfangs- und Endbuchstaben angezeigt. Davon waren letztlich alle Kategorien betroffen. So wurden neben Apps auch Klingeltöne, Podcasts, Musikstücke, ganze Alben und eBooks zensiert angezeigt. Laut den Untersuchungen von Shoutpedia waren mehrere Monate lang 95% aller Begriffe davon betroffen.
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