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Wikileaks vs. Scientology

Die Church of Scientology hat die bekannte Whistleblower-Seite Wikileaks gewarnt, weil diese urheberrechtlich geschütztes Material der amerikanischen Sekte ins Internet gestellt hat. Scientology ist bekannt dafür, Aufklärung über ihre Machenschaften mit Urheberrechtsklagen zu verhindern. Insbesondere Schulungs- und Lehrmaterialien für die verschiedenen OT-Level, die man als Scientologe erreichen kann, versuchte man so aus dem Netz zu bekommen.

Bei den beanstandeten Wikileaks-Materialien handelt es sich vor allem um Aufzeichnungen der Scientology-Abteilung für besondere Angelegenheiten und deren früheren Chef, Frank Oliver. In einem Schreiben eines Anwalts von Scientology werden die Betreiber von Wikileaks dazu aufgefordert, alle urheberrechtlich geschützten Dokumente der Sekte zu entfernen:

"[...] wir bitten Sie um Hilfe dabei, die Werke umgehend von Ihrem Angebot zu entfernen."

Bei Wikileaks reagierte man allerdings gelassen auf den Vorfall, der schon vor einigen Tagen stattfand. Man werde sich dem Druck von Scientology nicht beugen. Stattdessen werde man

"...als Antwort auf die versuchte Unterdrückung [...] mehrere tausend weitere Seiten an Scientology-Material veröffentlichen."

Wikileaks ist ein Wiki, in dem geheime und unterdrückte Informationen aus verschiedenen Quellen veröffentlicht werden. In Deutschland einer größeren Öffentlichkeit bekannt geworden war das Projekt im vergangenen Februar, als ein amerikanisches Gericht die Entfernung der Seite aus dem Domain-Register anordnete, weil sie geheime Daten der Schweizer Privatbank Julius Bär veröffentlicht hatte. Die Sperrung wurde allerdings bereits nach einem Tag wieder aufgehoben und die Klage zurückgezogen. Da die Wikileaks-Server international verteilt und die Seite über verschiedene Domains erreichbar ist, blieb die Gerichtsanordnung ohne nennenswerte Folgen.

Scientology steht im Internet seit einiger Zeit (wieder) unter verschärfter Beobachtung: Anfang des Jahres versuchte die Sekte, Videos löschen zu lassen, in denen der Scientologe Tom Cruise den Kult preist, durch allzu offenherzige Bekenntnisse zu einigen der absurderen Dogmen der Sekte aber der Lächerlichkeit preisgibt. Bereits 2005 scheiterte Scientology mit Zensurversuchen beim holländischen Provider XS4ALL. (Bericht: Simon Columbus)

News Redaktion am Mittwoch, 16.04.2008 12:56 Uhr

tagsTags: zensur scientology anonymous wikileaks cos cruise frank oliver xenu xs4all

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142 Reaktionen zu dieser Nachricht
  • Handyfreak am 23.04.2008 23:11:19

    Du willst also verbieten (lassen), weil Du es nicht verstehst, konkret: Du verstehst nicht, wieso andere Menschen anders denken ("glauben"). Nun, damit stehst Du diametral dem Grundgesetz und den Menschenrechten entgegen. Du hast Dich als Extremist geoutet. Das Grundgesetz mit seine ...

  • am 23.04.2008 13:58:46

    Mir scheint, der Disput zwischen Tobin und dem Rest, ist längst umgeschlagen wie alter Essig. Selbst Herr Gravenreuth läuft hier an, um seine gekränkte Eitelkeit zu verarzten. 60 nachweißbare Urkundenfälschungen. Aua! Ist da irgendwas in der Kindheit schief gelaufen? ... Come on Günni. Let's f ...

  • TAB am 23.04.2008 13:49:29

    Du willst also verbieten (lassen), weil Du es nicht verstehst, konkret: Du verstehst nicht, wieso andere Menschen anders denken ("glauben"). Nun, damit stehst Du diametral dem Grundgesetz und den Menschenrechten entgegen. Du hast Dich als Extremist geoutet. Dann will ich m ...

  • Cholerik am 23.04.2008 13:12:49

    Der Herr von Gravenreuth hat mehr Referenzen, als du dir nur träumen kannst. :eek: ...

  • am 23.04.2008 13:06:28

    Zitat von Gravenreuth: ..... und diese Urheberrechtsverletzungen sollte ich vor ca. 15 Jahren in Deutschland für diese Sekte verfolgen. Da gab es eine Anfrage über die RAe, welche die Scientology in Markensachen vertreten. Ich habe dieses wirtschaftlich interessante, aber unmoralische Angebot natà ...

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