
Das Bertelsmann Lexikon Institut hat angekündigt, ein Wikipedia-Lexikon zu veröffentlichen. Damit ist Bertelsmann der erste Verlag, der die Freie Enzyklopädie drucken lässt. Er erklärt damit außerdem den Behauptungen, dass gedruckte Bücher keine Zukunft hätten, eine klare Absage. Ganz im Gegenteil will Bertelsmann "neue Zielgruppen erschließen, die das Wikipedia-Projekt kennenlernen und an ihm partizipieren", so Verlagsleitern Beate Varnhorn.
Auch Mathias Schindler von der Wikimedia Deutschland sieht in Online- und Printmedien keinen Widerspruch, sondern eine Ergänzung. "Wir sind sehr gespannt auf die Resonanz und hoffen, dass damit all jene widerlegt werden, die gedruckte Lexika in Zeiten des Internets schon abgeschrieben haben."
Das Nachschlagewerk ab September 2008 für 19,95 Euro im Buchhandel erhältlich sein. Pro Exemplar soll außerdem ein Euro an den Wikimedia-Verein gehen. Außerdem will Bertelsmann die Wikipedia auch in anderer Hinsicht unterstützen. So soll das Bertelsmann-Lektorat ihre Änderungen und Verbesserungen direkt in die Wikipedia-Artikel einbauen. Die freie Enzyklopädie wird durch die Kooperation mit Bertelsmann dadurch bekannter, professioneller und wird außerdem noch finanziell gefördert.
Bereits im Januar 2006 wurden Planungen für eine Print-Ausgabe der deutschen Wikipedia deutlich. Der Berliner Zenodot-Verlag hatte geplant, die Wikipedia in 100 Bänden zu veröffentlichen. Die einzelnen Bände sollten 18,50 Euro kosten, von denen je zwei pro Monat erscheinen sollten. Das aktuelle Projekt des Bertelsmann-Verlags sieht jedoch eine andere Strategie vor. Dieser will nicht die gesamte Wikipedia drucken, sondern nur die 50.000 am häufigsten recherchierten Suchbegriffe.
Sämtliche Wikipedia-Artikel sollen auch in der Printausgabe wie gewohnt unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation stehen. Damit können die Inhalte aus dem Wikipedia-Lexikon, das sich selbst "lexikalisches Jahrbuch" nennt, nach den gewohnten Lizenzbestimmungen weiterverwendet werden. Das Wikipedia-Lexikon hat außerdem den Nebeneffekt, dass sie der Behauptung entgegenkommt, dass gedruckte Bücher von kostenlosen digitalen Exemplaren verdrängt werden. Sämtliche Artikel des Wikipedia-Lexikons sind nämlich auch kostenfrei in der Online-Variante erhältlich. Bertelsmann sieht darin offensichtlich keine Gefahren für den Buchverkauf. (Autor: Malo)
(Bild: eder- muenchen.net,thx!)
News Redaktion am Dienstag, 22.04.2008 17:10 Uhr
Ich finde an solchen Beispielen erkennt man immer wie saumäßig mega-krass überfällig das ePaper wird. Das muss doch mal langsam was werden. Ein Buch hat halt keine Links, viel weniger Kompfort, und ich glaube auch eher nicht, dass die Lektoren des wenig renomierten Knebelverlages Bertelsmann d ...
Ganz im Gegenteil will Bertelsmann "neue Zielgruppen erschließen, die das Wikipedia-Projekt kennenlernen und an ihm partizipieren", so Verlagsleitern Beate Varnhorn. Wie das? Müssen die Artikel-Korrekturen per Post hinschicken und dann bekommen alle Käufer eine Seite ...
Ich denke doch stark das Änderungen die Bertelsmann an den Artikeln vornehmen will erstmal mit der Community bzw dem Autor des Artikels abgesprochen werden müssen. Ich kann mir sonst kaum vorstellen das sich Wikipedia bzw die User auf soetwas eingelassen hätten. in dies ...
Dieser will nicht die gesamte Wikipedia drucken, sondern nur die 50.000 am häufigsten recherchierten Suchbegriffe. * 5000 ? ...
Gute Idee, Massig Infos gratis bekommen und nicht mit dem Copyright in konflikt kommen, fett absahnen und nen euro abgeben, damit keiner meckert. Alles in allem ein Super Konzept ...
Lars Sobiraj am 20.05.2012, 16:54 Uhr
Im US-amerikanischen iTunes Store wurden statt dem Begriff "Jailbreak" lediglich Sternchen zwischen dem Anfangs- und Endbuchstaben angezeigt. Davon waren letztlich alle Kategorien betroffen. So wurden neben Apps auch Klingeltöne, Podcasts, Musikstücke, ganze Alben und eBooks zensiert angezeigt. Laut den Untersuchungen von Shoutpedia waren mehrere Monate lang 95% aller Begriffe davon betroffen.
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