
Die Indiana University spricht von 80 Mitteilungen, die durch die RIAA (Recording Industry Association of America) inzwischen tagtäglich eingehen. Inwiefern diese Taktik eine Reaktion auf vorangegangene Begebenheiten ist, lässt sich schwer feststellen. Scheinbar laufen die Dinge jedoch nicht so erfolgsversprechend, wie man sich dies wünschen würde. Erst jüngst hatte ein Gericht in den USA eine bestimmte Formulierung in der Klageschrift der RIAA bemängelt und sich für die Beklagten ausgesprochen.Diese und zahlreiche weitere Niederlagen scheint man jetzt offensichtlich dadurch kompensieren zu wollen, indem man die Universitäten des Landes mit noch mehr Abmahnungen eindeckt als bisher.
Die Indiana University selbst spricht einem Anstieg, der kaum noch ohne zusätzliche Kräfte bewältigt werden kann. Von vormals 100 Briefen im Monat konnte die Uni einen Anstieg auf 80 Briefe pro Tag feststellen. Als ob das nicht genug wäre, müssen noch sämtliche darin enthaltenen Vorwürfe überprüft werden. Konkret heißt dies, dass die entsprechenden Angaben in den Schreiben mit den Logs der Universität gegengeprüft werden müssen. Ein inzwischen äußert zeitaufwendiges Verfahren. Interessanterweise jedoch oftmals mit einem Ergebnis, dass der RIAA nicht gefallen dürfte.
So ist schon mehrmals aufgefallen, dass es zu den angegebenen Daten in den Schreiben keinerlei passendes Gegenstück gab."Scheinbar wollen sie zukünftigen Urheberrechtsverletzungen schon Rechnung tragen", so Mark Bruhn. "Das Ganze ist äußerst merkwürdig. Ich habe keine Ahnung, wieso sie das tun, und ich fürchte, sie selbst haben das auch nicht". Bruhn prüft regelmäßig die eingehenden Schreiben. Er stellt sich inzwischen auch die Frage, wie die RIAA überprüft, ob es sich um geschützte Werke handelt, da diese selbst keine Dateien herunterladen und überprüfen.
Eine interessante Frage, die sicherlich für jahrelange juristische Streitigkeiten sorgen wird. Nicht zuletzt aufgrund der Aussage des District Court of Arizona, die das Anbieten von Dateien nicht als Verstoß gegen das Urheberrecht ansieht. Derweil dürfen sich die amerikanischen Universitäten erst mal auf eine neue Flut von Briefen einstellen. Die George Washington University sowie die University of Cincinnati berichten jüngst auch über einen massiven Anstieg von RIAA Briefen.
Als ob das Ganze nicht verzwickt genug wäre, stellte Bruhn fest, dass der P2P Traffic an der Uni nicht im geringsten angestiegen sei. Woher nimmt die RIAA also die Daten? Rät sie gar nur?
(via wired)
News Redaktion am Samstag, 03.05.2008 16:53 Uhr
Man sollte der RIAA einfach den Aufwand, den die Überprüfung der Logs in Anspruch nimmt, auch in Rechnung stellen. Wenn die für jede Anfrage löhnen müssten, wäre der Spuk wahrscheinlich schnell vorbei. Die Provider nehmen ja auch Geld, wenn es um die Ermittlung von Bestandsdaten geht. Loddafn ...
@Bewa Geiles Teil. Guter Ansatz. Man sollte schon beim Postamt einen RIAA Spamfilter beantragen. So wandert dieser Papierkram schon bei der Post in den Schredder! ...
mal von der riaa abgesehen, wundert mcih es schon stark, das es mit dem hochschulnetzwerk möglich ist, über p2p programme zu saugen. an meiner hochschule ist das technisch nicht möglich. obwohl das wissenschaftnetz mit mehr als 100 Mbit/s sehr ineteressant wäre :D irgendwie ...
mal von der riaa abgesehen, wundert mcih es schon stark, das es mit dem hochschulnetzwerk möglich ist, über p2p programme zu saugen. an meiner hochschule ist das technisch nicht möglich. obwohl das wissenschaftnetz mit mehr als 100 Mbit/s sehr ineteressant wäre :D ...
Falls die Unis jemanden einstellen wollen - wie wäre es mit dem hier? http://www.bankmediator.com/assets/images/Aktenvernichter.jpg Ein richtiges Arbeitstier, automatischer Dokumenteinzug, kann wahrscheinlich auch ganze Ordner schlucken und hat einen großen Auffangbehälter. Ansonsten m ...
Lars Sobiraj am 20.05.2012, 16:54 Uhr
Im US-amerikanischen iTunes Store wurden statt dem Begriff "Jailbreak" lediglich Sternchen zwischen dem Anfangs- und Endbuchstaben angezeigt. Davon waren letztlich alle Kategorien betroffen. So wurden neben Apps auch Klingeltöne, Podcasts, Musikstücke, ganze Alben und eBooks zensiert angezeigt. Laut den Untersuchungen von Shoutpedia waren mehrere Monate lang 95% aller Begriffe davon betroffen.
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