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Radiohead: Zukünftige Alben wieder zum Festpreis

Mit ihrem Album "In Rainbows" hatte Radiohead weltweit für Aufmerksamkeit gesorgt. Das Album wurde nämlich nicht über die herkömmlichen Vertriebswege veröffentlicht, sondern im Eigenvertrieb über die Webseite zum Download angeboten. Die Fans durften selbst entscheiden, wie viel sie der Band zahlen wollten. Radiohead war das offenbar nicht genug oder war von Beginn an keine Neuauflage der Aktion geplant?

Lediglich 38% der Downloader hatten für Radioheads letztes Album bezahlt, die genauen Einnahmen werden von der Band bislang geheim gehalten. Die Fans waren im Durchschnitt zur Zahlung von jeweils £2.87 bereit, grob gerechnet ergeben sich daraus rund 1, 6 Millionen Euro Einnahmen. Radiohead-Frontman Thom Yorke nannte es eine "einmalige Reaktion auf eine besondere Situation". Die Band hat nicht vor, ein weiteres Album auf diese Weise zu promoten. Kostenlos sollte die Musik von Beginn an sowieso nicht vertrieben werden, "In Rainbows" war von Beginn an geplant als Experiment und hat letztendlich genau das bewirkt, was es sollte - es sorgte für viel Aufmerksamkeit. Ob es an der komplizierten Bedienung der Website oder der Bequemlichkeit der Nutzer lag, ist unklar. Und doch beschwerte man sich öffentlich darüber, dass die Platte schon kurz nach dem Release 500.000 Mal per Peer-To-Peer downgeloaded wurde. Die Summe stand immerhin 1,2 Millionen autorisierter Downloads von der offiziellen Website gegenüber. Eine stolze Summe, bedenkt man, wie kompliziert und Zeit raubend sich dessen Bedienung gestaltet hat.

Das Ende der Idee bezüglich freier Musik ist das jedoch nicht. So hat sich die Band Nine Inch Nails bisher noch zu freien Creative Commons Lizenzen bekannt. Trent Reznors aktuelles Album "Ghosts I-IV" ist weiterhin sowohl via P2P als auch als offizieller Download auf der Webseite verfügbar. Erst kürzlich hatte sich Reznor öffentlich hinter den BitTorrent-Tracker "Oink" gestellt.

Neben diesen beiden großen Acts gibt es auch viele weitere Musiker, die ihre Musik kostenfrei zum Download anbieten. So finden sich auf der Creative Commons Plattform Jamendo über 5.000 Musiker, die insgesamt mehr als 8.800 Alben frei lizensiert haben. Die Musik kann entweder über BitTorrent oder den direkten Download von der Webseite als MP3 oder OGG Vorbis heruntergeladen werden. Das Portal bietet außerdem die Möglichkeit, Songs direkt zu streamen und sich eigene Playlisten zusammenzustellen. Freunde der freien Musik müssen also noch lange nicht in die Röhre schauen - und haben trotzdem die Möglichkeit, ihren Lieblingsmusiker via PayPal-Spenden zu unterstützen. (Autor: Malo)

(Via afterdawn & pocket-lint)

News Redaktion am Sonntag, 04.05.2008 16:41 Uhr

tagsTags: musik mp3 download radiohead ogg nine inch nails nin cc

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10 Reaktionen zu dieser Nachricht
  • theoOsmail am 04.05.2008 19:13:36

    Wäre es nicht Sinnvoller gewesen, wenn sie es gleich in den P2P verteilt hätten und man einfach auf ihrer Homepage dafür bezahlen kann soviel man will ? Wäre den meisten sicher sympathischer und so hätten dann vielleicht auch mehr bezahlt :rolleyes: aber wer weiss das schon ist halt nicht einf ...

  • Hirnblaehung am 04.05.2008 18:11:12

    Was zum Gayer ist RadioHead ôO Noch nie gehört .... Sollen froh sein das sie 1.2 mill bekommen haben ^^ Frag mich aber warum man sich aufregt das die Lieder getaucht werden wobei sie kostenloss angeboten werden ... Naja ich denke mal da haben die Music Labels wieder druck gemacht oder so ... ...

  • Cow Virus am 04.05.2008 17:56:54

    guter artikel....oder bin ich nur zu betrunken.... ...

  • Alex-DeLarge am 04.05.2008 16:46:49

    Sicherlich war die Idee von Radiohead recht gut, schließlich greift ihnen das Label so keinen Gewinn ab, und sie konnten direkt kassieren - so dachten sie wohl zumindest. Ist nur nichts draus geworden.... ...

  • RedMoonK am 04.05.2008 16:08:34

    Ist doch ein gutes Projekt gewesen, da sieht man halt mal genau was der durchschnittliche Hörer so bereit ist zu zahlen. Bin durch den Artikel erstmals auf Jamendo aufmerksam geworden, klasse Projekt. Allerdings muss man in meinen Augen doch zwischen digitale ...

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