
Der Anteil an unlizenzierter Software ist im Jahr 2007 um einen Prozentpunkt auf 27 Prozent gesunken. Der konkrete Wert der Programme, die ohne Lizenz kopiert wurden, beläuft sich laut der Studie auf 1,33 Milliarden Euro. Vor fünf Jahren lag die Rate noch bei über 30 Prozent. Grund des Rückgangs sei die enge Zusammenarbeit mit Polizei und Staatsanwaltschaft und die abschreckenden Berichte über auferlegte Strafen für die verurteilten Raubmordkopierer. Die BSA prophezeit einen weiteren Rückgang der Quote dezentralisierter Kopien.
"So viel Schadensersatzzahlungen wie dieses Jahr hatten wir bisher noch nie", freut sich Georg Herrnleben von der BSA-Europa. Die Business Software Alliance (BSA) lässt das Ausmaß und die Schäden, die durch Piraterie entstehen, untersuchen. Dieses Prozedere wiederholt sich jährlich und wird in über 100 Ländern durchgeführt. Als Erstes versucht man die Anzahl der verkauften Computer zu ermitteln, um den durchschnittlichen Softwarebedarf abzuschätzen. Das Ergebnis ergibt sich aus dem Differenzbetrag des mutmaßlichen Bedarfs jedes einzelnen Anwenders und der verkauften Software.
Nicht überraschend: Besonders in den Schwellen-Ländern befindet sich die Piraterie im Aufschwung. Spitzenreiter ist Russland mit 73 Prozent sowie Indien mit 69 Prozent. Dort sei es jedoch schwierig die Piraterie-Rate einzudämmen. Der immens hohe Wachstumsmarkt macht ein zeitiges Eingreifen unmöglich. Auch in diesen Ländern geht die Affinität zur Kopie nicht spurlos an der Regierung vorbei. In vielen Ländern sind neue Gesetze mit härteren Strafen geplant. Glaubt man der IDC und ihren Studien, so befinden sich in Neuseeland, USA und Luxemburg die Kunden, die am liebsten zum Original greifen.
In Anbetracht diverser Open-Source Alternativen ist diese Rechnung in den Augen vieler Kritiker umstritten und könne lediglich als (grober) Anhaltspunkt gesehen werden. Millionen Benutzer von OpenOffice.org, Mozilla, Thunderbird, Miranda IM, TrueCrypt, FileZilla, VideoLan, Freien Betriebssystemen und unendlich mehr quelloffenen Programmen werden in der Statistik überhaupt nicht berücksichtigt. Schwierig auch die genaue Menge der Computer und den tatsächlichen Bedarf an Software abzuschätzen. Der eine Anwender gibt sich mit wenigen kommerziellen Programmen zufrieden, andere nutzen ihren PC weitaus intensiver. Einigen Analysten ist es schleierhaft, wie die BSA unter solchen Umständen zu repräsentativen Zahlen gekommen sein soll. Aber wer würde an deren Stelle nicht gerne einen Erfolg der zahllosen Schadensersatzklagen, Einschüchterungen und der eigenen Lobbyarbeit vermelden?
(Autor: gS- & ghandy)
(Via pcworld.com, thx!)
News Redaktion am Donnerstag, 15.05.2008 20:28 Uhr
ehrlich gesagt sind die meisten programme bis 50€ ich hab so ziemlich alles aber was wirklich für mich interessant ist wird gekauft (ausser das ich dem reichsten mann der welt noch zucker blase) im endeffekt kann man alles für null abdecken wenn man das will ...
Ach in Deutschland sind wir alle reich? Sehr interessant! Und Software ist ja auch so billig! Ehrlich! Wenn diese verdammten Programme nur bis zu 50 Euro kosten würden, dann würden sie auch gekauft werden. Wenn ich aber sehe, dass eine normale Photoshop Version - die vielleicht privat genutzt ...
Deutschland ist im Vergleich ja richtig unschuldig und harmlos Die sollten mal in den andren Ländern so durchgreifen, wie hier. Aber ich glaub, in manchen Länderm sehen die Leute das mit den Raubkopien nicht so eng^^ 73 Prozent ist schon seeeeehr heftig. Sowas ist dann echt bedr ...
Ja geenau. Und vor 13 Jahren sagte Bill Gates ebenfalls er hätte kein Problem damit wenn beispielsweise seine eigene Sekretärin kein orginales Windows oder Office benützen würde , man sieht ja was daraus geworden ist Ich denke seine Angestellten kriegen das umsonst - wä ...
An dem Rückgang trägt sicherlich auch massgeblich das g:b bei. In der Börse tut sich so gut wie gar nichts mehr. Die paar Files die was da Angeboten werden, sind ja wirklich armselig. Aber was will man sich denn groß runterladen? Jeder hat ein OS + Office&Konsorten, j ...
Lars Sobiraj am 20.05.2012, 16:54 Uhr
Im US-amerikanischen iTunes Store wurden statt dem Begriff "Jailbreak" lediglich Sternchen zwischen dem Anfangs- und Endbuchstaben angezeigt. Davon waren letztlich alle Kategorien betroffen. So wurden neben Apps auch Klingeltöne, Podcasts, Musikstücke, ganze Alben und eBooks zensiert angezeigt. Laut den Untersuchungen von Shoutpedia waren mehrere Monate lang 95% aller Begriffe davon betroffen.
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